Heute war Radfahren angesagt. Während ich gestern den Tag vor allem in den Hallen zugebracht habe, u.a. auch deswegen, weil es zeitweise regnete und weil die Ausstellungen in den Hallen eben auch sehr interessant waren, war heute Probefahren angesagt. Okay, zum Einstieg gönnte ich mir noch die Halle 8, auch weil die direkt am Eingang von der S-Bahn aus liegt, aber dann ging es nach draußen. Die EUROBIKE ist auf mehrere Hallen und das Außengelände verteilt. Im Außengelände gibt es Bühnen, diverse Parcours, die Teststrecken und eben die Stände der unterschiedlichen Hersteller, Händler, Dienstleister etc. Es ist einfach unüberschaubar alles. Selbst an zwei Tagen, die ich mir ja gönnte, konnte ich nur einen Bruchteil dessen sehen, erleben und fahren, was ich hätte sehen, erleben und fahren können. Was ich alles so gemacht habe heute, könnt Ihr auf meinem Instagram Profil sehen. Spannend fand ich die unterschiedlichen Elektroantriebe, die es momentan so gibt. Ich bin den ganzen Tag und fast 40 Kilometer Räder probegefahren heute, aber ich glaube, es war kein einziger Bosch Antrieb dabei, auch keiner von Shimano. Dafür aber Bafang, Mahle, ZF und am Ende auch noch kurz Yamaha, aber da wurde der Probefahrt-Kurs auch schon geschlossen und ich musste fast unverrichteter Dinge wieder umkehren. Das Beeindruckende bei diesen Konkurrenzantrieben von Bosch und Shimano ist, dass die elektrischen auf die mechanischen Schaltungen (und auch da bin ich ganz unterschiedliche gefahren) viel besser abgestimmt sind. Das Fahr- und Kurbelgefühl mutet immer natürlich an. Die Schwelle von 25 km/h spürt man gar nicht, der Übergang ist sehr sanft und natürlich. Ich habe nur Räder gefahren, bei denen ich beide Antriebe „von Hand“ schalten musste, aber das war immer sehr unproblematisch und effizient. Mein Highlight war dennoch eine Fahrt auf einem Bio-Rad von Schindelhauer. Das Rad war ein Singlespeed mit einem Zahnriemen und wog gerade einmal sieben Kilogramm. Es ging ab wie Schmitz Katze und fühlte sich wie ein Körperteil an. In der Steigung hinauf auf die erste Etage des Parkhauses, durch das ein Teil der Teststrecke führte, hätte ich mir dann doch keine zusätzliche Unterstützung oder Schaltmöglichkeit, aber Klickpedale gewünscht. *lach Ich habe nicht gefragt, was es kostet, nehme aber an, es ist zu teuer für n+1, aber, wenn es einmal so weit sein sollte, wer weiß! Am wenigsten gefallen hat mir eine Fahrt mit einem Böttcher Rad mit Pinion Schaltung. Das Problem hatte der Mann, der mir das Rad ausgab, direkt angesprochen: ich sollte die Schalthebel an den Rennradlenkern sehr weit durchdrücken, denn die Schaltzüge sind sehr lang….. Das gleiche Thema hatte mir schon am Vortag jemand an einem Stand am Beispiel einer Rohloff Speedhub erklärt, die in ein Gravel Bike eingebaut war. Wegen der langen zwei voneinander unabhängigen Züge müssen die Schalthebel weit bewegt und beide müssen benutzt werden. Das war im Falle meiner Probefahrt mit dem Böttcher und der Pinion echt schwierig. Ich fand mich insbesondere mit dem Herunterschalten mit dem linken Schalthebel bei der Pinion Schaltung gar nicht zurecht und hatte oft Mühe, den richtigen Gang zu finden. Ich wage einmal zu sagen, dass der Speedhub und der Pinion in Gravel Bikes keine große Zukunft beschert sind. Ein langer Tag mit vielen Fahrten und vielen Gesprächen mit den Leuten an den Ständen und Menschen, mit denen ich Zeit in den Warteschlangen am Stand von ZF und Pinion verbrachte. Ich hatte Spaß und nehme von dem Tag viele neue Eindrücke und einen Sonnenbrand mit, denn es war wirklich schönes Wetter und die Testparcours liefen eben auch durch die Sonne. Trike bin ich nicht gefahren. Das habe ich ja dieses Jahr schon zur Genüge getan. Und einmal Trike gefahren, immer Trike gefahren. Die EUROBIKE war ein Erlebnis, erst recht, wenn man bedenkt, dass ich mit meiner Presseakkreditierung und dem 49 EURO Ticket praktisch umsonst zwei Tage auf der Messe war. Offensichtlich gab es aber auch Lücken, nicht nur in der Hallenbelegung. Ich ha...









