Edge of days, along the fields.

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Edge of days, along the fields.
The mornings. And all they have to offer.
Hinter der Nacht bleibt ein halber Mond, zum Festhalten für den noch ebenso halb abwesenden Geist. Frost zwischen Baum und Haus, der eigene Atem flieht als dichter Nebel über die Straße. Türen schlagen, Schuhe knirschen im Schnee. Alles noch langsam, alles zwielichtig und verschlafen. Wer nicht unbedingt muss, lässt sich noch Zeit, den Tag zu umfassen. Irgendwo vor dem ersten Kaffee ist noch nicht viel zu erwarten.
Später vor den Hochhäusern. Schneeflocken und Regen stürzen schwer in die Tiefe. Die Luft ist rauchig und dicht, diffuses Licht glüht von überall. Ein Stadtfuchs sucht seinen Weg in den Abend durch losen Verkehr. Vertraute Gesichter trinken an der Haltestelle. Irgendwo im Advent.
Sehr viel später. Am Fenster stehen, wieder, die nasskalte Nacht auf fast nackter Haut spüren. Die Crews beobachten, die ihre Schiffe für Kommendes vorbereiten. Und die Wellen unergründlicher Tiefen an den stählernen Rümpfen, ein stetiges und rastloses Rauschen im Dunkel der Mole. Geschichten von Ferne erahnen, von Ablegen und Navigieren und Wiederkehren. Und darüber Ort und Zeit vergessen.
Halb in der Nacht: Notizen auf eigenen und fremden, neuen und alten Bildern hinterlassen. Beobachten, wie in der Wohnung gegenüber Schatten hinter den Gardinen tanzen. Das Rauschen der Worte leiser drehen, über künstliche Intelligenz und natürliche Dummheit sinnieren. Mit der Seele an den hinteren Ecken des Tages hängenbleiben, Fenster weit aufreißen, den Kopf in die dunkle Kälte stecken. Im Augenwinkel: Erschrockene Katze, gleichgültiger Mond.
Dann: Innehalten. Durchatmen. Herauszufinden versuchen, wo der Tag blieb. Das Fenster schließen, den tatsächlichen oder gefühlten Regen aussperren, die kurze schlagartige Stille fast greifen können. Dann singen Windböen wieder über den Giebel, frösteln die Berührungen alter Geister in aufgewühlten Gedanken. Zeit, die Kerzen zu löschen, die Bücher zu schließen, der Nacht den Raum zu überlassen, den sie sich ohnehin früher oder später nimmt.
Schließlich wird es wieder Nacht, das Viertel scheint anzuschlafen gegen die Müdigkeit des alten Jahres in den verblassenden Erinnerungen und die Routine des neuen so nah hinter dem Horizont. Die Schatten hinter den Laternen liegen still, keine Schritte auf den Steinen der Höfe, nicht einmal Wind, der die Bäume durchfährt und an den Traumfängern auf den Terrassen zupft. Dunkelheit schwappt durch das Fenster und kriecht in die letzte Ecke. Augenblicke schwerer Lider weit vor den Träumen.