Rennradtour dem Rhein entlang nach Trübbach und über die Dörfer zurück nach Meiningen (70km). Dabei passierten wier die Radstrecke des Swiss Ultra Triathlon der gerade in Buchs stattfindet. (siehe Bilder) #rennrad #vorarlberg #rheindamm #triathlon #swimbikerun #alpinfitness #hammernutrition https://www.instagram.com/p/ChXbp5ksdDC/?igshid=NGJjMDIxMWI=
Das war der erste Hammer Nutrition DACH Social Ride ;-) LINK IN BIO #rennrad #hammernutrition #alpinfitness #rheindamm #rheintal #ausfahrt #team #friends #roadbike #outdoor #fun #bregenz #vorarlberg #austria #dach (at Bregenz Bodensee) https://www.instagram.com/p/CiehHozq533/?igshid=NGJjMDIxMWI=
Laufen am Morgen... die Frutzbrücke am Rheindamm ist gesperrt, da sind auch 2 richtige Löcher drin 🤔😮 #Frutzdamm #rheindamm #vorarlberg #training #swimbikerun #hammernutrition #alpinfitness #klagenfurt2023 #ironman2023 (at Rankweil, Austria) https://www.instagram.com/p/ChwsNwSKrOM/?igshid=NGJjMDIxMWI=
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Das im Jahr 2015 vom Land Baden-Württemberg auf den Weg gebrachte Dammertüchtigungsprogramm hat zum Ziel, nach den Erfahrungen aus vergangenen Hochwassern z.B. im Sommer 2013, über 570 km Dämme zu sanieren, sie an den neuesten Stand der Technik anzupassen und die geschützten Gebiete vor kommenden Hochwassern zu schützen. Der Kampf gegen den Zahn der Zeit, der an den teils Jahrzehnte alten Schutzwällen nagt, aber auch die Anpassung an den Klimawandel, der ehemalige Jahrhundertereignisse in immer kürzeren Abständen auslöst, kosten den Steuerzahler insgesamt über eine halbe Milliarde Euro. Auch in Mannheim stellt der Rheindamm in den Stadtteilen Neckarau, Niederfeld und Lindenhof seit Jahrzehnten für die Stadt eine der grundlegenden Schutzfunktionen vor Hochwasser dar. Über 3,7 km in sechs Abschnitten, so haben es Vertreter des Regierungspräsidiums vorgestellt, sei der Damm in einem schlechten Zustand und müsse saniert werden.
Über ein großangelegtes Projekt- und Diskussionsmanagement werden vom Land sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch die Politik und Naturschutzvertreter an diesen großen Eingriffen in die Landschaft beteiligt. Gut ist auch, dass inzwischen der Bezirksbeirat Lindenhof in diese Gespräche und Planungen einbezogen wurde.[1] Im Internet finden sich zahlreiche Projektbeschreibungen, Erklärungen und Darstellungen der geplanten Vorhaben.[2] Auf den eingerichteten Systemen und Kartentools des Hochwasserschutzes kann sich bis ins kleinste Detail jeder Anwohner und Interessierte über Hochwassersimulationen und Überschwemmungsgebiete informieren und die große Datenlage analysieren.[3] Auch die Schutz- und Rettungsorganisationen wie Polizei, Feuerwehren, THW oder die Bundeswehr nutzen diese Systeme um Auswirkungen von Katastrophen abzuschätzen und dementsprechend zu handeln und Präventionsmaßnahmen zu ergreifen.
Einig scheinen sich über eine notwendige Dammsanierung und den Schutz der Mannheimerinnen und Mannheimer vor großen Hochwassern alle zu sein. Gerade die Rheinanlieger werden um die Wichtigkeit funktionstüchtiger Schutzsysteme wissen, weil es um ihr Haus und Grund und im Ernstfall auch um ihr Leben gehen kann. Leider steht der Damm aber nicht auf freier Pläne und ist unbewachsen, sondern aus ihm ist ein wichtiges Naturschutz- und Naherholungsgebiet geworden, das teilweise direkt an private Grundstücke angrenzt. Touristen und Städter nutzen täglich den Waldpark zur Erholung, für Sport und Entspannung. Die angekündigten Baumfällarbeiten lösen daher in der Bevölkerung selbstverständlich große Ängste und teils auch starken Widerspruch aus. In den nördlichen Abschnitten, die auch den Lindenhof betreffen, wurde durch die Hochwasserexperten und Ingenieure bereits der Dammquerschnitt und die notwendigen baumfreien Zonen deutlich verkleinert, um den äußeren Umständen und Naturschutzerfordernissen Rechnung zu tragen. Durch den Einsatz von Spundwänden[4] sei es so möglich, die baumfreie Zone inkl. Dammverteidigungsweg und Dammschutzstreifen auf 30 m zu begrenzen. Trotzdem wird von Kritikern von einem „ökologischen Desaster“, einer „Kahlschlag-Katastrophe“ und einer Zerstörung des Naherholungsgebietes gewarnt. Diese Kommunikation trägt aber nicht zu einer sachlichen Auseinandersetzung mit dem Thema und der professionellen Suche nach verhältnismäßigen Lösungen zwischen Hochwasserschutz und Naturschutz bei. Vielmehr verunsichert sie große Teile der Bevölkerung, fördert Politikverdrossenheit und lädt dazu ein, dass sich auch Externe – denen der Hochwasserschutz herzlich egal ist, so lange sie täglich am Rhein entlang spazieren können – in die negative Stimmung gegen das Projekt einreihen.
Bäume mit ihrem großen Wurzelwerk vertragen sich nicht sehr gut mit Dämmen, die wasserundurchlässig und vor allem stabil sein sollen, wenn das Große Wasser heranrauscht. Das leuchtet ein, wenn man sich das weit verzweigte Netz von Sickerwegen in einem Damm vorstellt, wenn ein Baum abstirbt und die Wurzeln eingehen. Deshalb müssen bei Dammsanierungen Bäume nicht nur abgesägt, sondern das Wurzelwerk auch ausgefräst und schließlich abgedichtet werden. Zudem besteht in matschigem und durch Regen und Wasser durchweichtem Dammuntergrund auch eine Gefahr, wenn bei Windbruch der Baum als Ganzes entwurzelt wird und ein riesiges Loch in den Schutzwall reißt. Erhöhte Erosion und einströmendes Wasser bringen so die Gefahr eines Dammbruchs mit sich. Aus diesem Grund schreiben Richtlinien des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung vor, dass ein Gehölzbewuchs nicht zulässig ist. Diese fachliche Auffassung mag sich zwar in den letzten Jahrzehnten geändert haben – früher war man noch der Ansicht, dass Bäume stabilisierend wirken – allerdings haben die letzten Naturkatastrophen in Deutschland den Behörden und der Bevölkerung auch deutlich vor Augen geführt, dass die bisherigen Techniken und Schutzsysteme nicht ausgereicht haben um großes Leid und Schaden von den Menschen abzuwenden.
Legt man an die Dammachse den Maßstab für die 30m-Zone – in der zukünftig keine Bäume mehr stehen sollen – an, relativiert sich das drohende Ausmaß der Abholzung und zeigt, dass der Waldpark nicht in Gefahr gerät zu verschwinden. Die überwiegende Anzahl der Wege wird auch weiterhin in bewaldetem Gebiet verlaufen und auf der Dammkrone werden zukünftig auch Bäume, die bereits jetzt Anwohner und Passanten gefährden, einer helleren und artenreichen Vegetationsdecke als Naturbiotop weichen. Mit Geotextilien versehene erosionsgeschützte Böschungen können landseitig in den oberen zwei Dritteln gruppenweise mit Strauch- und Buschwerk bepflanzt werden. Aus der Sicht des Artenschutzes besteht die Möglichkeit, die Rasenböschungen derart zu entwickeln und zu pflegen, dass artenreiche Wildgrasfluren (Halbtrockenrasen) entstehen. Neben der großen Tier- und Pflanzenvielfalt erweist sich auch der geringe Pflegeaufwand auf solchen Flächen als vorteilhaft.
Sicherlich werden auch Kritiker der bisherigen Pläne Gehör finden, wenn sie Alternativen oder in bestimmten Bereichen ein behutsameres Vorgehen fordern. So zeigen Beispiele von anderen Dämmen, dass auch einzelne große und schattenspendende Bäume und beispielsweise tiefverwurzelte Eichen, mit Baumlüftern und Wühltierschutz ausgestattet, nach einer genauen Prüfung zu einer Stabilisierung der Dämme beitragen können.[5] Ob diese tiefverwurzelten und stabilen Bäume allerdings am Rheindamm überhaupt zu finden sind, müssen Untersuchungen zeigen. Auch muss bei den Behörden die Frage erlaubt sein, ob beispielsweise eine vorgeschobene Bohrpfahlwand[6], wie am Gimritzer Damm in Halle,[7] nicht einen Erhalt der Bäume hinter dem Damm (Stadtseite) und in einigen Privatgrundstücken möglich macht. Allerdings werden auch für solche, wahrscheinlich teureren Maßnahmen, immer baumfreie Zonen geschaffen werden müssen, da Dammbauarbeiten mit großen Maschinen nicht im Wald und unter großen Baumkronen stattfinden können. Wie auch immer die großangelegten Beteiligungsmaßnahmen zwischen Land, RP, Stadt und anderen Interessengruppen ausgehen, so ist vor allem zu wünschen, dass sich die Diskussionen und der politische Diskurs in einem Rahmen bewegen, der vor allem lösungsorientiert und fair bleibt. Weder der Stadtverwaltung noch dem Land ist die Natur egal. Auch besorgte Bürger und Bezirksbeiräte haben die Pflicht, langfristige und sinnvolle Projekte zu unterstützen und sich um gegenseitiges Verständnis und ein gutes Miteinander zu bemühen. Kurzfristige Empörungswellen und pauschale Vereinfachungen helfen weder den Menschen noch der Stadt als Ganzes.
Florian Kling,
Vorsitzender SPD Lindenhof
[1]: Nachdem der BBR Lindenhof zunächst nicht informiert wurde. https://www.morgenweb.de/mannheimer-morgen_artikel,-lindenhof-unser-stadtteil-ist-im-rathaus-offenbar-nicht-von-bedeutung-_arid,1191633.html
[2] https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpk/Abt5/Ref531/Seiten/RHWD-XXXIX.aspx Vor allem die etwas versteckte Präsentationsanlage 2 der „Dokumentation zur 2. Sitzung des Projektbegleitkreises am 20.10.2017“ gibt eine gute Vorhabenübersicht. Die Präsentation des RP im AUT veranschaulicht sehr gut die einzelnen Sanierungsabschnitte, Dammquerschnitte und Entscheidungsgrundlagen. https://files.acrobat.com/a/preview/ebbd4c9c-c0fc-49ad-858f-ce20c4c340f5
Weitere Informationen zum Pegel am Rhein, historische Pegelstände etc. finden sich unter http://www.hvz.baden-wuerttemberg.de/ wenn man auf der HVZ-Pegelkarte auf den Punkt „Mannheim“ klickt. Klicken Sie auf den Button „Hochwassergefahrenkarte im Bereich des Pegels“ erscheint im Karten- und Datendienst bereits die ausgewählten Kartenansichten für den Hochwasserschutz.
[5] Der Damm der Stör-Wasserstraße ist zwar nicht mit dem Rheindamm zu vergleichen, da keine Bebauung und eine große Baumfreie Zone hinter den Dämmen liegen, allerdings zeigt die Erhaltung der Eichen, dass technisch ein Erhalt einzelner Bäume möglich ist. https://www.svz.de/lokales/ludwigsluster-tageblatt/damm-gesichert-eichen-gerettet-id19462876.html. In einem vergleichbareren Gebiet wurden hier einzelne Bäume erhalten: https://www.ewz.ch/de/ueber-ewz/medien/medienmitteilungen/2017/Durchforstung-Mitteldamm-Letten.html
[7] „Nach den Plänen soll eine 1.240 Meter lange Schutzwand neben dem Gimritzer Damm gebaut werden. Dadurch, dass sie auf Bohrpfählen gegründet werden soll, sei sie sowohl tragend als auch dicht. Zum Damm hin werde die Wand ebenso abschließen, erläuterte Friedrich. Durch den Erhalt des alten Dammes bleiben auch der Rad- und Gehweg erhalten, ebenso die Bäume, die zur Straßenseite stehen.“ https://www.mz-web.de/halle-saale/hochwasserschutz-am-gimritzer-damm-baubeginn-fruehestens-2018-25738540
Eine detaillierte Projektbeschreibung und Vorhabenübersicht des Gimritzer Dammes findet sich hier: http://www.gimritzer-damm.de/index.php?page=_vorhaben2018