Apokalypsen verwinden
Ein Teilprojekt der Forschung zu Warburgs Staatstafeln, ein Kapitel des Buches, beschäftigt sich damit, wie Apokalypsen verwinden (mit und von Winden verwehen) und verwunden werden, wie sie wenden und verwendet werden. Warburgs Tafeln enden apokalyptisch, wie sonst, wenn man im Horizont einer Welt denkt, die überwunden werden kann und überwunden werden soll?
Es gibt verständlicherweise Vorbehalte gegen das apokalyptische Denken und dagegen, die Apokalypse zu denken. Teils trivial will man lieber das Positive als das Negative seines Milieus, seiner Systeme und Umwelten sehen, nicht so trivial will man erhalten und ausbauen, was man damit erreicht (reached with great enrichment) hat.
Die vergleichende Meteorologie schlägt dennoch vor, Warburg schlägt wie Benjamin oder de Castro vor, die Apokalypse zu denken und das apokalyptische Denken zu trainieren. Vorbilder findet er u.a. bei Dürer, der die Apokalypse auch schon in meteorologischem Milieu verortet: auf Wolken, mit phobischen Weltenrichtern und magisch-mantischen Schreibern, also mit dem Sohn Gottes im Gewand des Apollo-Phoibos, in der Sitzhaltung eine (Welten-)Richters sowie mit dem Johannes, dem Schreiber von Offenbarungen.















