ein kleiner Einblick in die Fahrt nach Mexiko
das Geschah auf dem letzten Streckenabschnitt! Ca. 15km vor dem Flughafen in Cabo. Ich werde die anderen Videos bei Gelegeinheit zu einem Film schneiden. Es gibt noch mehr Material ;)
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ein kleiner Einblick in die Fahrt nach Mexiko
das Geschah auf dem letzten Streckenabschnitt! Ca. 15km vor dem Flughafen in Cabo. Ich werde die anderen Videos bei Gelegeinheit zu einem Film schneiden. Es gibt noch mehr Material ;)
The Ride to Cabo part2
es gibt noch einige Bilder mehr und ich hab auch noch einiges an Video Material das ich bei Gelegenheit aufarbeiten möchte, aber hier nochmal ein paar Einblicke in die Zeit.
Zum einen war da das shooting bei dem Sam und Gil nackt radeln wollten und dabei ein Photo machen wollten.. bei dem Versuch kam natürlich die Polizei vorbei! ... wir denken alle schon: ach du sche***e! jetzt sehen die beiden Mexiko von der ungemütlichen Seite und zwar innerhalb einer Polizeistation aber: das Polizeiauto wurde zunächst langsamer und hat garantiert gemerkt was los ist und sich dann dagegen entschieden mit ein paar verschwitzte verrückte Amis nackt in sein Polizeiauto zu laden... okay. Kann man irgendwie auch verstehen (dabei ist das obige Foto entstanden).
Eine zweite Anekdote, oder besser ein unvergessliches Gefühl: man muss sich vorstellen den ganzen Tag unterwegs zu sein, man schon 150km geradelt ist und endlich hinten in den Truck darf um seine wohlverdiente Schlafschicht (ca. 3,5h) anutreten. Man fällt also unmittelbar in das feuchte verschwitzte Bett in seinen Rennradsachen und ist innerhalb von Sekunden weg. Das nächste was man mitbekommt ist der Andy der an den Füßen rüttelt und sagt: “Heiko, du bist in 10 Minuten wieder dran”. Zu diesem Zeitpunkt ist es 02:00 Uhr in der Nacht, man ist noch voll weggetreten, aber Adrenalin pumpt schon durch den Körper... aufwachen! (bei dem Versuch rückwärts herauszuklettern bin ich natürlich aus dem Truck gefallen, da mein Körper sich völlig gegen jede kontrollierte Bewegung gewehrt hat und auch keine Unterstützung in Sachen Koordination in der Trance geliefert hat, aber dann..) Fahrrad richten! trinken! essen! essen mitnehmen! (KALORIEN! nur keinen Hungerast bekommen) Lichter konrollieren! beten dass es diesmal ein flacher Streckenabschnitt ist, und sich inreden dass es einem nur so kalt ist weil man gerade aufgewacht ist, es auf dem Rad eh wieder warm wird sobald der Kreislauf auf touren kommt und die Haut nicht mehr klamm vom schweißgebadeten Bett ist... und dann... sieht man schon ein einzelnes Licht in der Ferne. Gil ist jeden Moment da. Also Radschuhe fest anziehen und an den Straßenrand. Meine Schicht geht los. Und schon nach den ersten Zügen in den Pedalen wird klar: Beste Entscheidung!! Was für eine unglaubliche Zeit!!!
am Flughafen: wir haben es geschafft. 90min vor Abflug. Unglaublich!
und hier noch ein paar Zitate: “Mexiko changed you, brother!” “don’t say sorry, don’t say thank you.” “never say ‘oh oh’. It’s a sign of weakness.“
The Ride to Cabo part1
vor diesen Eintrag hab ich mich jetzt schon 2,5 Wochen gedrückt, weil es so unglaublich viel zu erzählen gibt und ich das Alles teilen wollte und immer noch will, aber jetzt ist es soweit. Kein zurück. Was war passiert?
Die Einladung
Am Donnerstag den 17. April hat mich die Haley angesprochen ob ich denn Lust hätte mit ein paar Freunden von San Francisco nach Mexico mit dem Fahrrad zu fahren. Spontan. Nächstes Wochenende. Was sich so schon nach einer eher ungewöhnlichen Einladung anhört sollte sich als 4 Tage Vollgas Veranstaltung herausstellen, bei der 5 Leute versuchen innerhalb von 96 Stunden 2500km abzuradeln um die Strecke von San Francisco nach Cabo San Lucas in Mexiko zurückzulegen (Pannen, Grenzübergang, Umwege, sonstige Pannen, Unfälle und Unvorhersehbarkeiten sind in den 96 eingeschlossen).
Nachdem der 5. Mann der Truppe absagen musste sind sie über zwei Ecken auf meinen Namen gekommen. Und so ein Angebot kann man ja nicht ablehnen. Klar bin ich dabei!
Das Setup
Nachdem Kammok mich ohne weitere Umstände Freitag, Montag und Dienstag freigestellt hat, hab ich gleich die Flüge gebucht und das Osterwochende war gesichert! In San Francisco haben habe ich gleich Andy getroffen und wir haben den Rest der Rasselbande eingesammelt und das Team war komplett: Andy, Sam, Gil, Jorge und ich. Nächster Halt: Golden Gate Bridge! Hier beginnt die Fahrt. (Kar-) Freitag, 13:51 Uhr, UTC-8.
Das Auto: ein modifizierter Toyota Tacoma, der normalerweise die Wohnung von Andy darstellt war für die kommenden 4 Tage die Unterkunft für alle fünf.
Die Räder: jeder hat sein eigenes Rennrad am Start. Mit der Außnahme von mir. Die Idee war, dass ich Andys Rad fahren durfte, damit ich kein Rand von Austin einfliegen brauche. Ganz nebenbei ist Andys Renner eh eine Nummer besser.
Das Essen: Wir hatten Unmengen zu Essen dabei. Und schon beim einkaufen mit Andy (kurz bevor wir den Rest der Truppe eingeladen haben) wurde mir klar wie "geplant" das Ganze war. Wir haben einfach alles eingepackt was lecker und mit Kalorien überladen war. Keine Rücksicht auf “gesundes”. Wir hatten 100 Snickers dabei, 2kg Nutella, Erdnussbutter, Steak, Hünchen, Beef Jerky, Nuss Mix .... und und und (glücklicherweiß auch ein paar Bananen)
Die Idee
zu jedem Zeitpunkt ist eine Person auf dem Rad und versucht den 29er Schnitt runterzureissen. Das Begleitfahrzeug wartet dabei nicht hinten, sondern fährt vorraus um genug Zeit herauszufahren um den nächsten Radfahrer vorzubreiten. Fahrrad herrichten, genug Kalorien einpacken, Trinkflaschen füllen, Reifendruck kontrollieren, 50km Wegpunkt setzen und in der Nacht: Fahrradlicht, Reflektorweste und Notfalllampe einpacken. Bei den 50km spielt es keine Rolle wieviel Steigung der Abschnitt besitzt, wieviel Wind aus welcher Richtung herrscht, wie der Straßenbelag ist oder in welchem Zustand der Radfahrer ist. Unterm Strich wird sich das über die 4 Tage ausgleichen. Und mann muss einfach zu jeder Zeit alles geben.