Ort: Del Sol Valley - Blaisdell Anwesen
Charakter: Blaze
Geschichtsstrang: Jobsuche Teil 2
In Blaze' Gesicht regt sich etwas. Er zuckt als er zu sich kommt. Es sind nur ein paar Minuten vergangen... oh mann... wo bin ich... ach jaHaaaaahaau sch eisse verdammt! Blaze rollt sich auf die Seite. Oh nein nein nein nein... das ist auch nicht gut. Was zum ff...? Er kriegt langsam Panik und seine Atmung wird schneller. Doch das macht es nur schlimmer. Jeder Atemzug fühlt sich an als würde ihm jemand ein Messer in die Brust rammen. Er atmet flacher was ihm das Gefühl gibt gleich zu ersticken.
Der Schmerz treibt ihm die Tränen in die Augen. Verdammt! Verdammt! Er bleibt liegen und bewegt nur die Finger. Das geht noch. Vielleicht hat er Glück und es ist nichts gebrochen. Aber dieser Schmerz in der Brust. Er will nur noch fluchen. Okay. Ganz ruhig. Erstmal... aufsitzen... das ist vielleicht besser als auf dem Bauch.
Blaze setzt sich auf und krümmt sich sofort. Faaaaaaaa... tut das weh. Und jetzt auch noch im Arm? Nein die Schulter. Blaze presst den rechten Arm an den Oberkörper. Er kann ihn weder heben noch sonst was. Maximal die Finger und das Handgelenk gehen. Der Schmerz stört seine Gedankengänge. Muss... Hilfe... holen...
Mit dem gesunden Arm versucht er auf die Beine zu kommen, doch das aufrichten zieht so brutal in der Brust, dass er nach jedem Zentimeter ausharren muss. Er würde schreien, doch er kann kaum Luft holen. Nur ganz langsam und ruckartig kommt er voran.
Mit zusammengebissenen Zähnen und aller Macht stemmt er sich weiter hoch. Ein Schritt nach dem anderen. Gekrümmt, den Arm an den Oberkörper gepresst. Mit jedem Schritt durchzuckt ihn ein heller Schmerz. Ihm ist schwindlig. Er hat nicht nachgesehen ob irgendwas blutet. Dann schafft er es gar nicht mehr hier weg.
Er kommt dem Eingang näher und stolpert die Stufen zur Tür hinauf. Mit einem Ruck drückt er die Klinke nach unten, dann stemmt er sich mit der gesunden Schulter dagegen. Ihm fehlt die Kraft zu bremsen, weswegen er in die Küche fällt, direkt vor Nadjas Füsse. Als er auf dem Boden aufschlägt will er schreien, aber die Luft bleibt ihm weg. Er schnappt danach. Ihm wird schwindlig. Nadja schlägt die Hände vor den Mund. Ihr entfährt ein erschrockener Schrei. Sie ist für den Moment erstarrt. Audrey die an der Theke sitzt verzieht angewidert das Gesicht. Was ist jetzt wieder los..? Kurz darauf wird die Tür zum Arbeitszimmer aufgemacht und Irving steht im Raum. Sein Gesichtsausdruck zeigt weder Schock noch Ekel. Er ist entnervt.
ruft Nadja. Jetzt kniet sie neben Blaze und versucht herauszufinden was dem verzweifelten Bündel vor ihr fehlt. Sie entdeckt die Schulter die nicht da ist wo sie sein sollte. Als sie sie berührt schüttelt Blaze wimmernd den Kopf. Sein Schock lässt nach und der Schmerz pocht immer heftiger.
"Ich rufe einen Krankenwagen."
Nadja wählt sofort den Notruf, als sie dabei aufstehen will, hält Blaze sie zurück.
Sie bleibt während sie telefoniert.
will der Vater wissen. Nadja schüttelt den Kopf.
"Er kam grade von draussen rein."
petzt Audrey. Irving dämmert etwas. Das ist doch nicht zu fassen. Er massiert sich den Nasenrücken mit zwei Fingern.
"Kümmerst du dich darum Nadja? Ich bin in einer Telefonkonferenz mit Amerika. Ich komme sofort."
Irving geht zurück ins Arbeitszimmer. Audrey nimmt ihre Zeitschrift und geht damit nach Oben. Sie will damit nichts zu tun haben. Ist ja schliesslich nicht
Blaze versucht sich nicht zu bewegen obwohl er am liebsten lauthals fluchen würde, weil es so verdammt weh tut. Ich brauch irgendwas gegen die Schmerzen.
Bitte. Irgendwas. Bitte Nadja.
Er kann es nicht aussprechen. Der Schmerz in der Brust. Sie legt auf und sieht ihn mitfühlend an. Sie muss nicht fragen was weh tut. Die Schulter ist ausgekugelt. Das muss so schnell wie möglich wieder eingerenkt werden.
Der Krankenwagen steht vor der Tür. Zwei Sanitäter kommen. Für Blaze ist das ganze nur noch ein Schattentheater aus Schmerzen. Er hört die Leute reden, aber er weiss nicht genau was.
Im Krankenhaus wacht er auf. Er ist nicht ohnmächtig geworden, nur irgendwann nachdem er hier angekommen war und alles über sich ergehen lassen hat, eingeschlafen. Das Schmerzmittel tat seine Wirkung und auch jetzt nach dem Nickerchen scheint es noch zu tun was es soll. Die Schulter wurde eingerenkt. Und nachdem er geröntgt worden war, hat man ihn auf ein Krankenzimmer gebracht. Sein Vater ist hier, weiss er. Er spricht gerade mit den Ärzten. Das kann ja heiter werden. Blaze geht es viel besser. Sein Verdrängungsmechanismus in seinem Hirn hat bereits dafür gesorgt, dass er die Schmerzen auf dem Küchenboden vergessen hat. Er weiss nur noch, dass sie da waren.
Der Arzt kommt mit Irving herein. Blaze hat alle seine Sachen an und liegt nur auf dem gemachten Bett. Sie hatten ihn schlafen lassen wollen, da er das offensichtlich gebraucht hat. Er sieht zum Doktor, der lächelt. "
Es ist nichts gebrochen. Die Schulter wurde wieder eingerenkt. Das wird noch eine Weile weh tun, ist aber soweit in Ordnung. Ausserdem ist eine Rippe angeknackst. Das wird etwas länger weh tun aber ich gebe ihnen etwas mit. Wenn Sie soweit sind, dürfen Sie gehen. Vergessen sie nicht am Empfang vorbei zu kommen."
Der Arzt reicht Irving die Hand und verabschiedet sich freundlich.
Irving tritt an Blaze' Bett.
sagt er und und macht dabei eine Handbewegung die Blaze zeigt er soll sich aufsetzen. Blaze würde gern tief einatmen aber das zwicken in der Brust hindert ihn daran. Er setzt sich vorsichtig auf und kommt auf die Beine. Er nimmt den Pully unter den linken Arm und folgt seinem Vater.
Am Empfang wird ihm ein Schmerzmittel mitgegeben für den Notfall. Danach verlassen sie das Gebäude und steigen in den geparkten Audi.
Irving sagt die fahrt über nichts. Blaze nimmt sein Telefon hervor das nun mit der Spiderapp gesegnet ist.
Chip hat ihm geschrieben. Er tippt eine Nachricht zurück.
Is was dazwischen gekommen, sorry. Ich meld mich.
Eigentlich erwartet er, dass sein Vater ihn zusammen staucht. Aber Irving bleibt weiterhin stumm.
Als sie zu Hause ankommen und das Haus betreten, kommt Nadja auf ihn zu. Sie fragt ihn wie es ihm geht und ob er Hunger hat. Blaze sieht seinem Vater nach wie er weiterhin wortlos in seinem Arbeitszimmer verschwindet. Audrey sitzt wieder auf ihrem Lieblingssitz in der Küche und grinst.
"Das ist dann wohl Karma."
sagt sie. Blaze sagt nichts. Er schüttelt zu Nadja den Kopf und geht in sein Zimmer.