∆ Camil Elisei Balász. Ein einsamer Wanderer, stetig auf dem Weg durch das gleiche Gebiet, um seiner Bestimmung als Șolomonar nachzukommen. Mentor von Andreea Ileana Mabirescu.
Camil konnte sich kaum an diesen Gang der Höhle erinnern. Er war ihn bisher nur einmal in seinem Leben gegangen. In die andere Richtung. Die Richtung, aus der er nun kam. Das Geröll knirschte unter seinen Schuhen und nahm ihn dann und wann das Gleichgewicht. Er konnte die Hand nicht vor den Augen sehen, weshalb er immer eine an der Wand behielt, um sich seinen Weg nach oben zu bahnen. Hoch an die Oberfläche. Es war ein aufregendes Gefühl. Wie lange hatte er die Welt dort draußen nicht mehr gesehen? Sein Zeitgefühl war ihm abhanden gekommen. Im Grunde wusste er nicht einmal mehr, wie alt er nun war. Er wusste nur, dass er damals noch ein Kind gewesen war, als der Meister ihn mitgenommen hatte und ein Kind war er nun schon lange nicht mehr.
Es wurde heller. Camil bemerkte es an den Schemen, die er um sich herum bemerkte. Seine Umgebung nahm Gestalt an. Raue, scharfe Felswände, die er bisher nur gespürt hatte und das Geröll unter seinen Füßen. Die Luft und die Gerüche veränderten sich. Manche weckten jahrealte Erinnerungen, andere wirkten auf ihn völlig fremd.
Die Helligkeit wurde unerträglich. Camil musste auf den letzten Metern seine Augen abschirmen und wagte es doch nicht, auch den letzten Schritt aus der Höhle zu treten. Vor ihm erstreckte sich eine Landschaft aus Gipfeln und Tälern, auch wenn sie in viel zu gleißendes Licht gehüllt war. Das erste Mal Sonne nach… Ja, wie vielen Jahren eigentlich?
Camil blieb im Schatten der Höhle stehen und reckte nur die Hand in die Sonne. Es war eine ungewohnte Wärme. Anders als die der Feuer in der unterirdischen Festung. Aber trotzdem noch auf eine eigenartige Art und Weise vertraut.
Camil zog die Hand wieder zurück in den Schatten und betrachtete sie, als würde er erwarten, dass sich etwas daran veränderte.
In seinem Rücken hörte er Schritte, weshalb er über die Schulter zurückblickte. In der gähnenden Schwärze hinter ihm funkelte ihn ein gelbes Paar Augen an. Mehr war von dem großen Tier nicht zu sehen, das von nun an sein einziger Begleiter sein würde.
∆ Immer auf der Suche nach spannenden/tiefgehenden Romanen mit ehrlichem Interesse an der Geschichte des anderen. Bitte keine stummen Follower - ich kann ohnehin nicht zurückfolgen. Bei ehrlichem Interesse an Gesprächen oder Romanen sind mir also PNs lieber.















