ich verrenne mich wieder und wieder. und komme wieder. um wieder alles sein lassen zu wollen.
sinnlosigkeit über sinnlosigkeit.
40 jahre immer wiederkehrende routine? 40 jahre immerwährender hass gegen die menschheit?
dann liefert mich bitte gleich in ein irrenhaus ein. oder noch besser: gebt mir die kugel.
mir ist übel, ich möchte mein ich auskotzen. mein ich sieht keinen ausweg mehr. mein ich siecht vor sich hin, und wird es immer tun. was schlecht ist, kann nicht gut werden. was schlecht ist, verdirbt.
ich bin wie verschimmeltes. man kann es nur wegschmeißen.
ich muss abstumpfen. ich darf nichts mehr fühlen. auch keinen hass mehr, und keinen ärger, meine hauptemotionen. wenn ich abstumpfe kann man mir nichts mehr antun. ich kann mir nichts mehr antun.
und dann muss man nur noch das denken abschalten.
undankbares menschenkind, ich.
ich möchte wirklich das hier alles löschen. häng zu sehr dran. ist mein einziger wahrer kontakt zur außenwelt. der einzige ort, an dem ich ( glaube ich ) ich sein kann. ich kann’s nicht. ich müsste. ich müsste alles wegwerfen, ein totaler neubeginn, nullstart. unmöglich.
todmüde, todmüde, todmüde.
ein schnitt, und alles wäre vorbei.
wenn da mein gewissen nicht wäre. dieses dumme gewissen.
selflovejuly? selfhatejuly, aber prächtig.
und keine zehn pferde kriegen mich zu ‘professionellen’. ich weigere mich. ich kann nicht krank sein. ich bin viel zu gesund. und mein hirn wird weiterhin so sein, ob mit oder ohne hilfe.
ich wünsche mir tolle dinge. aber sie sind nicht speziell genug. deswegen kann sie mir keiner erfüllen. und aus eigenem antrieb? wie denn, wenn die passion nicht vorhanden ist?
man gebe mir einen teller mit erfüllten wünschen, ich esse ihn brav auf. dann werde ich vielleicht doch einmal groß und stark.
ich bin schuld. ich bin schuld. ich bin schuld. ich bin schuld. ich kann mir nicht helfen. keiner kann das.
ich möchte so viele tolle dinge tun. kündigen, alle zelte abbrechen, in der versenkung verschwinden, niemals wieder auftauchen, sterben.
um mich ist es zu schade? ha. ha. das ist ein guter witz. wirklich. selten so gelacht, zu oft darüber geweint.
das positive an mir? hmn. unauffindbar. keine ahnung was ihr alle habt. nur weil ich dinge interessant finde, bin ich dadurch noch kein guter mensch. ich versuche anderen mut zu machen und scheitere bei mir. was ist daran gut und erstrebenswert? mir tut es nur leid um die armen seelen, die denken, ich sei ein guter mensch. ein mensch, den nichts antreibt... ich frage mich selbst, wieso ich es bis hierher geschafft habe. seit jahren frage ich mich das. und nie eine befriedigende antwort. nur die unbestimmte hoffnung, dass mir eines tages ein glück zuschwebt. das nie kommen wird.
weil ich nicht glaube. nicht fähig bin zu glauben.
die guten momente sind so selten. die schlechten nehmen überhand. in diesen tagen denke ich oft, dass ich die 30 nie erreichen werde. ich habe das unbestimmte gefühl, dass bald irgendwas zerreißt, egal wie sehr ich mich daran klammere, an den schönen momenten festklammere. die schönen momente sind nicht genug.
und die geistige einsamkeit wird immer größer.
balbina grübelt: du bist gut, hut ab, im schlecht sein. nein, das kann doch nicht dein ernst sein. egal, was ich tu’, es ist nie gut genug.
ich werde nie gut genug für irgendetwas sein.