Nachdem ich ein paar Eindrücke von Lissabon sammeln konnte ging’s mit der Bahn nach Sintra zu meinem eigentlichen Urlaubsvorhaben.
Yoga, Klettern, entspannen und das Meer genießen.
Gesucht hatte ich ja einen Urlaub in dem ich Yoga und Klettern kombinieren kann. Viele Angebote gibt es für Alleinreisende da nicht unbedingt. Fündig wurde ich dann über die Seite “BookYogaRetreats.com”
Hier wird glaub ich so ziemlich alles angeboten, was Yoga- und Wellness-Urlaube betrifft, über die komplette Welt verteilt. Dementsprechend schwer kann einem dann auch die Entscheidung fallen. Es waren wirklich ein paar sehr schöne Angebote dabei, leider immer ohne klettern. Bis auf eines. “The Lodge”. Hier wurde ein Yogapaket in Kombination mit einem Kletterpaket angeboten. Der Nachteil, der Kletterkurs oder die Klettertage werden wieder nur ab zwei Personen angeboten. Nach Rückfrage bei der Lodge wurde aber dann der Preis für mich reduziert und mir die Möglichkeit geboten, mich vor Ort zu entscheiden ob ich mit einer Gruppe mitgehen möchte oder nicht.
Und das war die richtige Entscheidung. Ich wurde am Bahnhof in Sintra von einem Mitarbeiter der Lodge abgeholt. Es folgte eine kurze Rundfahrt mit allen Infos zu den wichtigsten Orten: hier ist ein kleiner Supermarkt, der hat immer offen außer Montags, der auf der Seite hat dafür montags auf, aber das Sortiment ist nicht so gut, hier kann man gut essen, hier fährt der Bus ab nach Sintra…
Und dann kam er. Mein erster Blick auf das Meer seit mehr als 10 Jahren. Ich hatte wirklich ganz vergessen, wie schön das Meer sein kann. Es war zwar ziemlich bewölkt, aber das Meer hatte trotzdem so ein tolle Farbe und die Wellen und der Geruch nach Salzwasser. Einfach nur schön!
Die Lodge selbst besteht aus einem Haupthaus in dem ein großes Wohnzimmer ist und der Frühstücksraum, den Nebengebäuden (umgebaute Pferdeställe als Zimmer), einem Pool (teils Salz- und Chlorwasser) und dem Yoga-Raum, sowie einem großen Garten. Und das Team ist sehr nett, sie versuchen wirklich alle Wünsche umzusetzen.
umgebaute Pferdeställe als Zimmer
schöner ruhiger Blick von der kleinen Terasse am Zimmer in den Garten
Täglich wird ein Surfkurs angeboten, wenn sich zwei Personen finden auch Kletter- oder Boulderkurse, Mountainbike-Kurse und jeden Tag gibt es zweimal Yoga (morgens um 08.30 Uhr und nachmittags um 17.00 Uhr).
Die Gegend ist ebenfalls sehr schön. Sintra ist nicht weit entfernt. Man kann entweder mit dem Bus dorthin fahren, ich würde aber die kleine Bahn empfehlen. Die Bahn besteht aus nur einem Waggon und ist mindestens 100 Jahre alt (gefühlt). Die Fahrt dauert etwas länger, weil die Höchstgeschwindigkeit glaube ich 15 km/h nicht überschreitet. Aber es ist was besonderes und man kann die Gegend etwas genauer begutachten.
Sintra: viele Touristen, da es von Lissabon auch ganz gut mit dem Zug zu erreichen ist. Es gibt ein Busticket mit dem man die einzelnen Schlösser abfahren kann. Mit diesem kann man auch zu- und aussteigen, so lange man in eine Richtung fährt. Natürlich gibt es auch die üblichen Hop-on-Hop-off-Busse oder man geht alles zu Fuß. Wobei man zur Maurenburg und zum Pena-Palast teilweise nur an der Straße entlang gehen kann, und ständig von einem Bus oder TukTuk überholt wird. Für einen Tag bietet Sintra fast zu viel zum anschauen. Ich hatte mich für die Maurenburg und die Quinta da Regaleira entschieden. Beides sehr weitläufig und es gibt viel zu entdecken. Gerade in dem Garten der Quinta da Regaleira gibt es zahlreiche Grotten, unterirdische Gänge und Wege zu entdecken. Für Kinder bestimmt ein Traum.
Leider hatte ich ja nur ganze drei Tage, somit konnte ich mir nicht so viel von der Gegend anschauen, da ja schon zwei Tage mit klettern gebucht waren. Klettern in Portugal ist ein Traum. Unser erster Kletterspot war in Cascais, also direkt am Meer. Der Fels war erst etwas gewöhnungsbedürftig, da die leichten Routen schon sehr abgespeckt waren. Ich war zudem mit einer reinen Anfängergruppe dabei, was erstmal Toprobe-klettern bedeutete. Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal an einem bereits eingehängen Seil unterwegs war. Nach ein paar Routen hat unser Kletterführer für mich dann das Niveau etwas gesteigert und ich hab meine erste 6c am Fels geklettert. Tolles Gefühl 🙂 Leider weiß ich den Namen vom zweiten Kletterspot nicht mehr. Es war Granit und überwiegend Reibungskletterei. Auch hier war ich wieder mit einer Anfängergruppe unterwegs. Was aber nicht so schlimm, da ich kein Freund von Reibungskletterei bin und so gleich auch üben konnte mich mehr auf meine Füße zu verlassen und den kleinen Tritten zu vertrauen.
Die Woche in Portugal ist, wie eigentlich immer in Urlauben, viel zu schnell vergangen und ich hab geplant definitiv noch einmal dorthin zu fahren und sehr wahrscheinlich auch noch einmal in der Lodge einzubuchen. Vielleicht hab ich dann mit dem Wetter etwas mehr Glück und wir steigern uns auf 16 Grad und Sonne 🙂
Portugal – Sintra und Umgebung Nachdem ich ein paar Eindrücke von Lissabon sammeln konnte ging's mit der Bahn nach Sintra zu meinem eigentlichen Urlaubsvorhaben.











