Die zwei Tage im Sarapiqui Regenwald waren intensiv und abenteuerlich. Neben der 6-Uhr-Vogelbeobachtung gab es schon auf dem Weg zur Gemeinschaftshütte immer wieder neue Entdeckungen, sobald man kurz anhielt und sich umschaute. Neben der Fauna bezauberte mich vor allem die Flora - überall kleine Moose, Orchideen und Bromelien sowie Monsteras, die hier in allen Varianten im und am Baum wachsen. Und dazwischen halbwilde Kakaobäume und Brotfrucht-Bäume.
Die Nächte im Zelt waren zwar nicht durch ein Durchschlafen gekennzeichnet, aber ich denke, nach der 2. Nacht hätte sich der Kopf an die gigantische Geräuschkulisse gewöhnt. Selbst mit Oropax war das Zierpen und Brüllen der Brüllaffen zu hören. Wunderbar - ohne Ironie.
Eine etwas dunkle Seite dieser Region sind die großen Plantagen von Ananas, Bananen und Zierpalmen. Diese stehen auf ehemaligen Urwald und müssen intensiv mit Dünger und Chemikalien versorgt werden, damit das perfekte Produkte auf dem Weltmarkt angeboten werden kann. Unser Guide berichtete, dass die Regierung seit einigen Jahren versucht, diesen Art von Anbau umzustellen, aber die Preise weiter sehr niedrig sind. Daher den Appell an die Konsumenten: Versucht Fairtrade und Bio-Ananas, -Bananen und Kaffee zu erwerben. Dieser Anbau gibt Hoffnung für die kommenden Generation, auch weiterhin davon leben zu können und gleichzeitig die Ökosysteme zu schonen.