Morndas, 18 Letzte Saat, 4. Ä 201
Ich bin früh am Morgen aufgebrochen und auch wenn ich mir zum Schutz einen Reisemantel aus Tierfellen besorgt hatte, war es unmöglich bei dem wütenden Schneesturm die Banditen im Schneespitzenlager zu erreichen. So änderte ich kurzfristig meine Pläne und stattete der Pfeifenden Mine einen Besuch ab. Ich hatte gehofft einiges an Erz zu finden und von dem Profit eines der Pferde aus den Winterfeste-Ställen zu kaufen. Aber das Jammern der Arbeiter war schon von draußen zu hören und Beweis, dass die Mine keinen Profit abwirft. Es gibt nur zwei winzige Eisenadern.
Die Frage ist was ich nun mache... Meine Vorräte erschöpfen sich langsam und Geld habe ich ebenfalls keines. Ich kann nur hoffen, dass sich der Schneesturm legt und ich mich doch noch auf den Weg nach Schneespitze machen kann. Anderenfalls müsste ich mir etwas anderes einfallen lassen.
Der Schneesturm scheint anzuhalten. Ich sitze bereits seit mehreren Stunden in diesem stickigen Zimmer des Gasthofs ohne etwas tun zu können. Ich denke, ich werde mich auf den Weg zu Birnas Laden machen und damit zumindest einen Teil meiner Probleme zu lösen.
Es war einfacher als ich dachte, weder Birna noch Ranmir haben mich gesehen, bis es zu spät für die beiden war. Gerade als ich dabei war, die Vitrine im Verkaufsraum aufzubrechen, stand auf einmal eine der Wachen von Winterfeste hinter mir. Aber sie drehte sich einfach um und verließ den Laden. Sie schien mich nicht bemerkt zu haben. Offensichtlich bin ich auch an der Oberfläche in der Lage mit meiner Umgebung zu verschmelzen.
Auch die anderen Bewohner von Winterfeste sind vollkommen ahnungslos. Den Tod der beiden Menschen bemerkten sie erst Stunden später. Es scheint, sie glauben an einen Überfall von Wölfen. Wölfe mit Dwemer-Dolchen, die dann einen Elfenstreitkolben gestohlen haben... köstlich. Die Vorräte des Ladens ermöglichen mir vorerst ein angenehmes Leben an der Oberfläche. Nur wem verkaufe ich jetzt den restlichen Krempel, den ich hier gestohlen habe? Gerüchten zu Folge, könnte ich mich an die Diebesgilde in Rifton wenden. Dabei würde ich mich zwar weit von meinem ursprünglichen Plan entfernen, aber es erscheint mir sinnvoll Kontakte dahingehend zu knüpfen.
Einige Stunden nach dem der Mord entdeckt worden war, hörte es auf zu schneien und ich gab im Gasthaus bescheid, dass ich mich auf den Weg zum Schneespitzenlager machen würde. Ich wollte mich schließlich nicht verdächtig machen, indem ich einfach plötzlich verschwand. Auf dem Weg erwarb ich an den Ställen wie geplant ein Pferd. Einen Apfelschimmel. Der Verkäufer bestand darauf, dass das Tier Aetherius heiße. Mir soll es recht sein.
Mit dem Pferd konnte ich das Schneespitzenlager schnell erreichen, allerdings kann ich immer noch nicht glauben, dass wegen 2 Banditen tatsächlich ein Kopfgeld durch den Jarl erlassen wurde. Der Totenbeschwörer, der bei meiner Rückkehr aus unerfindlichen Gründen neben meinem Pferd stand, hat mir mehr zugesetzt als beide Banditen zusammen. Er wurde aber bereits von Bryn'Nitra in Schach gehalten. Einigen geschickten Schlägen mit meinem Elfenstreitkolben hatte er nichts entgegenzusetzen.
Zurück in Winterfeste habe ich das Kopfgeld abgeholt. Es war nicht viel. Nun, was lässt sich bei zwei Banditen auch erwarten. Lausige 100 Septime.
Es ist zwar spät, aber für den Moment hält mich nichts mehr in Winterfeste. Notfalls kampiere ich in der Wildnis. Für meine Augen ist es ohnehin angenehmer während der Nacht zu reisen.
Ich kam gegen Mitternacht in Rifton an. Das Klima hat sich hier merklich verändert. Die Stadt an sich ist auch eher mein Fall. Die Wache versuchte mir Geld für eine angebliche Besuchssteuer abzunehmen und gleich hinter dem Stadttor war es mir möglich nützliche Informationen gegen Bares durch einen gewissen Maul zu erhalten. Offensichtlich heißt der Kontaktmann der Diebesgilde an den ich mich wenden kann Brynjolf.
Das erledige ich morgen als erstes.
lloT kyorl dos!









