Allen meinen lieben Lesern und Followern wünsche ich ein schönes und erholsames Fest bzw. Feiertage! Es war ein wirklich wahnsinniges Jahr, positiv wie negativ. Für mich wird abgesehen von der Pandemie, aber auch immer im Gedächtnis bleiben, welche immense Freude ihr mir mit Incarcerus gemacht habt. Es war eine willkommene und sehr wohltuende Ablenkung, die ich hoffentlich auch ein wenig zurückreichen konnte. All die lieben Rückmeldungen und Kritiken und auch euer großes Interesse zeigen mir, dass sich die vielen Stunden vor dem Bildschirm oder dem Notizbuch lohnen, auch für ein Fan-Werk wie die Timeturner Saga.
In diesem Sinne wünsche ich euch und euren Lieben ein wunderschönes Weihnachtsfest. Kommt gut und wohlbehalten ins neue Jahr 2021, in dem wir uns hoffentlich wieder lesen.
Und als kleines Geschenk vom Weihnachtsmann, gibt es nun einen offiziellen Auszug aus dem Prolog des kommenden sechsten Teils:
„Außer, mich in den Wahnsinn, meinst du?“
Hermione hob eine Braue. „Für gewöhnlich behält er das eher mir vor.“
„Tja, er hat eben ein steinaltes Butterbier aus dem Vorratsschrank geholt, es vor mir auf dem Tisch abgestellt und sich dann schweigend dazu gesetzt, um mich im Auge zu behalten. Er hat nichts gesagt, aber die Art, wie er mich die ganze Zeit ansah, lässt mich fast glauben, dass er auf eine Art Ausbruch wartet … Dabei habe ich lediglich unsere Liste für unseren Rucksack neu aufgesetzt. Es war einer der wenigen wirklich ruhigen und nüchternen Momente, die ich in den letzten Tagen hatte. Ich habe mich trotzdem gefühlt, als säße Dudley vor mir und hämmere gleich an die Glaswand des Terrariums, weil es ihm nicht unheimlich genug ist.“
„Natürlich. Ihm ist nur nicht geheuer, dass noch keiner von uns beiden irgendwelche Töpfe in die Luft gejagt oder Spiegel zertrümmert hat.“
Grimmig lächelte Hermione. „Weißt du, das ist gar keine schlechte Idee. Vielleicht sollten wir ihm den Gefallen machen.“
Kurz und freudlos erwiderte er ihr Lächeln. „Ja, wenn er noch ein einziges vergorenes Butterbier vor mir aufstellt, bin ich soweit.“
Seine Hand fuhr zu seiner Jeans und zog ein kleines Medaillon aus seiner Hosentasche hervor. Er legte es vor Hermione auf den Tisch. „Das habe ich von Mary.“
Sachte hob sie die zwei filigranen, goldenen Schalen auf, die aneinander hafteten und mit ein wenig Druck zu öffnen waren. In ihrem Inneren befanden sich gleich zwei winzige Bildnisse. Das eine, eine junge Version von Mary, gemalt kurz nach Annes Krönung am Zenit der boleynschen Ära, vielleicht gar am Tag ihrer eigenen Hochzeit; das andere ein Abbild der jungen Elizabeth, im Alter von zwölf oder dreizehn. Beide Bildnisse bewegten sich. Wehmütig lächelte Mary, während sie dichter an den Rahmen herantrat.
Hermione schloss das verzierte Medaillon wieder.
„Das ist …“ Sie stockte, ehe sie tief durchatmete und sanft lächelte. „Das ist sehr umsichtig von ihr gewesen, Harry.“ Und mehr denn ich habe.
„Ja. Sie war eigentlich stockwütend auf mich, aber sie hat trotzdem dafür gesorgt, dass es fertig wird, ehe ich gehe. Sie muss es noch am selben Tag in Auftrag gegeben haben, an dem ich ihr alles gestanden habe.“
„Natürlich hat sie das.“ Sanft legte Hermione das Medaillon zurück in seine Linke. „Sie hat dich geliebt. Du warst elf Jahre ihr Ehemann. Und darin recht gut, möchte ich meinen.“
„Ja, bis auf diesen unrühmlichen Abschluss.“[...]
- Prolog, Timeturner Saga Band 6