Diversität an einer Wiener Mittelschule (Anton-Krieger-Gasse, Wien 23.)
Schule: WMS/RG Anton-Krieger-Gasse 25, 1230 Wien
öffentlich, 8jährig [Unterstufe/Übergangsstufe/Oberstufe]; Kooperationsschule der Universität Wien; ca. 1150 SchülerInnen
http://antonkriegergasse.at/index.php [homepage der Schule]
][ Homepage: Leitbild & Schulprofil
Das Leitbild bzw. Schulprofil ist sehr ausgeprägt formuliert (pdf: 7 Seiten!) und beinhaltet in der ersten Gliederung 5 wesentliche Punkte. Das Leitbild/Schulprofil stellt "die aktuelle Schulsituation dar, wobei auch Zielvorstellungen mit einbezogen sind und die Möglichkeit für Weiterentwicklung gegeben ist."
1. Grundhaltung
"Wir bemühen uns im täglichen Umgang mit unseren SchülerInnen um Verständnis, Toleranz und gegenseitige Achtung."
Mit eben diesem Satz eröffnet die Schule ihre Grundhaltung und führt diese in weiteren Punkten noch detaillierter aus:
Toleranz fungiert als "Basis unserer Arbeit", Heterogenität wird als Chance gesehen:
"Wir wenden uns gegen jede Form von Diskriminierung. Insbesondere treten wir gegen geschlechtsspezifische und ethnische Benachteiligung sowie gegen die Benachteiligung von Menschen mit körperlicher, geistiger oder Sinnesbeeinträchtigung auf."
Wie man also sehr gut beobachten kann, gibt sich die Schule nicht mit den Sammelbegriffen "Toleranz" und "gegenseitige Achtung" zufrieden sondern geht explizit auf bestimmte Probleme ein. Der Begriff "Bildung" soll zudem mehrere Facetten abdecken: Soziales Lernen als essentielle Methodik soll die SchülerInnen im kognitiven, kreativen und emotionalen Bereich weiterentwickeln und sie zudem an übergeordnete Ziele heranführen, z.B. Eigenverantwortung und gesellschaftspolitische Mündigkeit. Die auf Kooperation basierende Arbeit an der Schule ist ständig der Reflexion und Weiterentwicklung im Sinne einer produktiven Arbeitsatmosphäre unterworfen.
2. Arbeit mit SchülerInnen
Im Sinne der "Inklusion" als pädagogische Grundhaltung werden in der Anton-Krieger-Gasse auch SchülerInnen mit körperlichen/geistigen oder Sinnes-Beeinträchtigungen unterstützt und gefördert. (z.B. Klassen für SchülerInnen mit Hörbeeinträchtigung) Ältere SchülerInnen haben die Möglichkeit im Rahmen von Peer- bzw. Tutorenprojekten mit jüngeren SchülerInnen zu arbeiten. Dabei werden vor allem offene und kooperative Lernformen groß geschrieben. Das Bildungsprogramm ist zudem den Prinzipien der SchülerInnenzentrierung, der Handlungsorientierung sowie dem projektorientierten Lernen verpflichtet.
3. Bildungsangebot & Betreuungsformen
Die Wiener Mittelschule (WMS) zeichnet sich vor allem durch die versch. Differenzierungsmaßnahmen aus, die im Schulalltag gelebt und praktiziert werden. Die individuellen Bedürfnisse der SchülerInnen finden sich hierbei als Dreh- und Angelpunkt der vielfältigen Methoden: offene Lernangebote, Trainings- und Erweiterungskurse, Kleingruppenphasen, Team-Teaching, etc. Dabei sollen in speziellen Stunden auch Lernkompetenzen sowie Sozialkompetenzen (vgl. Konfliklösung) gefördert werden.
Nach der Unterstufe haben die SchülerInnen die Möglichkeit, eine Übergangsstufe zu absolvieren. Hierbei sollen sie auf weiterführende Mittlere- und Höhere Schulen vorbereitet werden bzw. können in der eigenen Fachmittelschule (FMS) bereits versch. Berufsbilder kennen lernen.
Die Oberstufe gliedert sich weiter in fünf versch. Ausbildungszweige welche unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Auch hier gibt es bestimmte Förderkonzepte um den SchülerInnen in diversen Bereichen Hilfestellungen zu leisten.
4. Organisation & Schulleitung
5. Schulentwicklung & Qualitätssicherung
"Systemische Schulentwicklung ist uns eine Verpflichtung, der wir uns mit Engagement stellen."
Evaluation und Reflexion der eigenen Arbeit scheinen den Lehrpersonen an der Anton-Krieger-Gasse laut Leitbild ein großes Anliegen zu sein. Mit versch. Arbeitsgruppen wird versucht die interne Kommunikation zu verbessern und Schulentwicklungsmodelle dergestalt aufzubereiten, sodass sie im Rahmen des Schulkonzepts umgesetzt werden können.
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Das Modell der Wiener Mittelschule, so wie es an der Anton-Krieger-Gasse in der Unterstufe praktiziert wird zeichnet sich vor allem durch das Prinzip der Inklusionspädagogik aus. Anders als die viele andere Schulen distanziert sich diese zudem explizit von "jeder Form der Diskriminierung" und verpflichtet sich der ständigen Weiterentwicklung um die Schulatmosphäre noch angenehmer und freundlichen zu gestalten.


















