Diversität an einer kath. Privatschule (Linz)
Schule: Bischöfliches Gymnasium Petrinum (Linz-Urfahr, gegründet 1897)
Schulgeld: 80 Euro/Monat, 10x jährlich (wobei bei Geschwistern oder sozial Benachteiligten der Beitrag reduziert bzw. ganz erlassen werden kann).
http://www.petrinum.ac.at/ (homepage der Schule)
][ Homepage
Das Schulprofil der Schule basiert auf drei Säulen, "Das Petriner ABC" - Allgemeinbildung, Begegnung & christliche Werte
aus dem Leitbild:
"Das Bekenntnis zu einer christlichen Grundausrichtung und zu einem Bildungsbegriff, der sich am Wohl des Menschen orientiert, bildet das Fundament unserer Erziehung.
Wir sind ein Gymnasium, das eine solide Allgemeinbildung, Werte und Haltungen vermittelt und so zu einer verantwortungsvollen und geglückten Lebensgestaltung beiträgt.
Wir bekennen uns zu einem Menschenbild, das die Würde jedes Einzelnen als Ebenbild Gottes achtet. Wir stellen uns daher bewusst gegen die Verdinglichung und Verzweckung der Schöpfung und des Menschen."
[..]
Soziale Kompetenz ist nur in Gemeinschaft erlernbar und wird daher durch gemeinsame Aktivitäten gefördert.
[...]
Das Petrinum ist offen für Schülerinnen und Schüler aus allen sozialen Schichten. Mit der Möglichkeit eines ermäßigten Schulgeldes verwirklicht die Diözese neben der bildungspolitischen auch soziale Verantwortung."
Im Bereich "Allgemeinbildung" finden sich zudem unter anderem folgende Konzepte:
- "Erziehung zur Weltoffenheit",
- "Mut, den unangenehmen Weg zu gehen"
- "Förderung des musisch-kreativen und spielerisch-sportlichen Potentials"
- "Werthaltungen wie z.B. Solidarität und Toleranz zu wecken und zu fördern"
- "Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler gegenüber Herausforderungen und Problemen unserer Zeit"
Mittels Kurzkursen, Theater, Chor und Sport (unverbindliche Übungen) wird versucht, den individuellen Interessen Rechnung zu tragen.
][ Fragebogen
Mittels eines Fragebogens, wollte ich herausfinden, wie der anspruchsvolle Umgang mit Diversität in der Schule tatsächlich umgesetzt wird bzw. wie die Umsetzung von Lehrer_Innenseite her betrachtet wird.
Diversität gilt als generelles Unterrichtsprinzip, auf die Bereiche Sexualität, Gender und Disability wird Schulart bedingt vermehrt eingegangen; auch Ability als Ausdruck der Begabtenförderung wird als wichtiges Prinzip genannt.
Mittels Peergroups, der Einbindung älterer Schüler/innen, Begabungsförderung in speziellen Kursen, Angeboten im Bereich der Musik, der Sprachen, der Naturwissenschaften etc., sowie spezielle Schwerpunktsetzungen bei Konferenzen wird versucht, verschiedene Prinzipien in die Schulentwicklung zu übernehmen. Daneben gibt es Gesprächs- und Beratungsangebote für Schüler_innen.
Aufgesetzte Projekte seien im Umgang mit Diversität ein falscher Ansatz - vielmehr müsse der Umgang mit Diversität als Leitprinzip täglich im Schulprogramm eingesetzt werden. Durch den Besuch verschiedener religiöser Einrichtungen sollen die Schüler_innen auch auf konfessioneller Ebene sensibilisiert werden - daneben werden (im christlichen Sinne der Nächstenliebe) Hilfsprojekte in Nicaragua und Afrika unterstützt.
Im Umgang mit Kolleg_Innen sind gegenseitige Achtung und Respekt "brauchbare Ansätze" - es ist wichtig, die Debatte nicht ins belastende bzw. lächerliche zu ziehen. Die Frage nach der Grenze zwischen "dem für jeden geltenden Anspruch auf menschenwürdigen Umgang" sowie "des Gekünstelten und Mühsamen" ist oft eine sehr schwierige und divergiert sehr stark. "Was ist notwendig, was ist wünschenswert und was nützt allen Betroffenen?"
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Da ich die Schule selbst 8 Jahre lang besucht habe, fällt es mir naturgemäß nicht allzu schwer, das Schulprofil sowie die Beantwortung des Fragebogens aus Schüler_Innenperspektive zu betrachten. Die christliche Werthaltung in der Schule ist im täglichen Umgang sehr offenkundig und immens wichtig. Soweit ich die neueren Entwicklungen beurteilen kann, versteckt sich die Schule jedoch nicht vor den neuen Entwicklungen und versucht, der Diversität als kooperierender Partner beiseite zu stehen, um eine optimale Förderung im Bereich der jeweiligen Bedürfnisse sicherzustellen.














