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- schwarze Sojamilch
fühle mich risikogeschwängert / haploide der einsamkeit / wie kirschblüten / im kitsch versunken / wie wolkenbruch / auf zarten wangen / ein kuss / der schon das morgen streift
früh am morgen blättern sonnenstrahlen durch müde gesichter.
voll von unmut im angesicht des tagwerks
oder abgekämpft vom wollüstigen exzess der nacht.
Wie alles vorbei-
Zieht.
Die Landschaft.
Die Natur.
Nahes und
Fernes
Leben.
Während wir fahren
Während wir warten.
Der Blick
Tief
Gesenkt,
Nicht in uns,
Nur
Auf den Bildschirm.
Substitut
Deines Lebens
Deiner Um-
Welt.
bin ein leeres blatt papier,
ein tintensaugender vampir,
träume davon ein feuerwehrmensch zu sein,
denn fast unbeachtet,
nur selten benutzt,
warte ich
in der letzten ecke
und zündel
in deinem kopf
-----------------
bis du mich brauchst
Darf ich noch Subjekt schreiben?
In Zeiten der Post-Moderne wage “ich” das ICH in meinen Texten kaum zu schreiben. Derridas Dekonstruktion, aber auch andere geistige Weggefährten, sprachen vom Tod des Subjektes, Dezentrierung des Subjekts oder einfach nur von pluralen Subjekten...
Einst lernte “ich”, dass ein Satz aus Subjekt, Objekt, Prädikat bestünde. Und nun; was soll “ich” schreiben, wenn das Subjekt nicht mehr ist?
“Ich” fühle mich verloren.
am ertrinken
brauche Wörter, Sätze, Satzzeichen
Frage:
Wer ist mein Bob der Satzbaumeister in der modernen Zeit?
- Schwarze Sojamilch
Verspeise die Wolken am Himmel,
stehle der Sonne ihre fluffigen Fächer,
die sie unerbittlich vor sich hertreibt.
Esse diese brennende Orange,
gerissen aus dem Bauch des Jupiter.
Verdunkel die Erde.
Spürst du den Wind aufbrausen,
an diesem herrlichen Sommertag?