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Weil man Cabaret ja gar nicht oft genug anschauen kann (hier ist eine schon recht alte Zusammenfassung, warum, in der wir propheziehen, daß gerade wieder jemand ein radikal neues Konzept entwickelt. Hat jetzt doch etwas länger gedauert) mussten wir natürlich als unbestrittenen Höhepunkt der Theaterwoche die vielgepriesene und großzügig mit Olivierawards überschüttete, verspielt-versponnene Inszenierung im mit Animiermädchen satt und akustischer 30er-/Technoband komplett zum Kit-Cat-Klub umdefinierten Playhouse anschauen. Selbst die Eintrittspreise tragen zum Gefühl bei, man begebe sich angesichts der herrschenden Weltuntergangsstimmung noch letztmals auf eine besondes dekadete Klubparty. Leave your troubles outside. Auf der schlicht wirkenden, aber doch recht komplexen zentralen Drehbühne, die sich auch zu einem schönen Podest für den Emcee in Gestalt des seine It’s a Sin-Schnuffeligkeit komplett abgelegt habenden, grandiosen Callum Scott Howells (oder auch die Ananas) verwandeln kann, um die das Publikum, wie es sich gehört, an Tischchen sitzt und Champagner schlürft, regiert dieser aufs schauerlichste einmal mehr über das Drama um den leidlich vernünftigen Clfford, die unvernünftige, ewig erfolglose Möchtegern-femme-fatale Sally Bowles, den optimistischen Herrn Schulz und Fräulein Schneider, die als einzige übrig bleiben wird, weil das immer so ist. Was würden Sie denn machen? Es ist vergnüglicher, als es schon war, fabelhaftes Gesamtkunstwerk und mit einem besonders schönen Gorilla.