Im Schwimmbad
Die Hitze klebt an deiner Haut wie eine zweite Schicht, und seine Lippen auf deinem Hals sind warm, feucht, und seine Hände unter deinem gelben Bikini-Oberteil zitternd und unerfahren. Sechs Wochen seit ihr zusammen seid, sechs Wochen Küsse und Berührungen, die immer verlangender werden, aber nie weit genug gehen, und jetzt, hinter diesen Büschen am Schwimmbadrand, fühlst du, wie seine Finger über deine Brust streichen, vorsichtig, schüchtern, und dein Herz hämmert gegen deine Rippen wie ein gefangener Vogel gegen Käfigstäbe.
Du stöhnst in seinen Mund, ein kehliges, unwillkürliches Geräusch, und deine Hände verkrallen sich in seinen Haaren, ziehen ihn näher, und da ist dieser Moment, dieser perfekte Moment, in dem alles außerhalb dieser Büsche nicht existiert, nicht das Chlorwasser, nicht die schreienden Kinder, nicht die Welt, die wartet, und dann—
“Was macht ihr beiden da?”
Die Stimme trifft dich wie ein Eimer Eiswasser. Du springst zurück, reißt dich von deinem Freund los, und da steht er: der Bademeister. Fünfzig vielleicht, obligatorische rote Badehose, mit einem leichten Bauchansatz, der gegen sein sweaty T-Shirt drückt, und grauen Schläfen. Seine Augen sind klein und dunkel, und sie wandern über deinen Körper wie schmutzige Finger, bleiben an deinem nassen Bikini hängen, an den Stellen, wo dein Freund gerade noch war.
“Ist ein öffentlicher Raum,” sagt er, und seine Stimme klingt nach Zigaretten und etwas Schwerem, Dunklerem. “Ihr könnt nicht einfach hier rummachen wie die Karnickel.”
Dein Freund stammelt etwas, seine Wangen feuerrot, und du verschränkst die Arme, versuchst, dich zu bedecken, und schämst dich für dieses Bedürfnis, für dieses Instinktive, Zurückweichende in dir. Der Bademeister packt deinen Freund an der Schulter, drückt ihn Richtung Ausgang.
“Raus. Sofort.”
Dein Freund protestiert, und der Bademeister stößt ihn zurück, ein kurzer, überraschend harter Schub, und dann ist er weg, durch die Glastür, und du stehst da, nass, zitternd, und der Bademeister hat dein Handgelenk, und seine Finger sind zu fest, und sein Lächeln ist dünn, wissend, als hätte er etwas gesehen, das du selbst nicht kennst.
Er führt dich durch den leeren Flur, vorbei an den geschlossenen Umkleiden, und mit jedem Schritt wird die Luft dicker, schwerer von etwas, das noch nicht passiert ist, aber kommen wird. Sein Büro ist klein, stickig, riecht nach Chlor und altem Kaffee. Ein Schreibtisch, zwei Stühle, ein vergilbter Kalender an der Wand. Er schließt die Tür, dreht den Schlüssel im Schloss, und das Klicken hallt durch den Raum wie ein Urteil.
“Setz dich.”
Der Stuhl ist jetzt schon unbequem, Plastik, das an nasser Haut reibt. Er steht über dir, zu nah, sein Atem ein feuchter Nebel aus Bier und Zigaretten und etwas Süßem, Fauligem—wie überreife Früchte, die in der Sonne gären. Du atmest es ein, würgst fast daran.
„Weißt du, was passiert, wenn ich eine Anzeige schreibe?“ Seine Stimme ist Öl, langsam, glatt, triefend. „Öffentliches Ärgernis. Sittenverstoß. Steht in deiner Akte. Für immer.“ Er lässt das Wort hängen, schwer wie ein Stein in deinem Magen. Neunzehn. Eine Akte. Eltern. Die Uni. Alles, was noch kommen sollte, jetzt schon vergiftet von einem Moment hinter Büschen, von nassen Fingern und einem Stöhnen, das du nicht zurückhalten konntest.
„Oder…“ Er beugt sich noch tiefer, seine Lippen fast an deinem Ohr, sein Flüstern wie eine Klinge, die über deine Haut fährt. „Wir regeln das unter uns. Menschlich.“ Das Wort hängt in der stickigen Luft.
Du verstehst. Kein Raum für Zweifel, keine Höflichkeit, die hier noch etwas retten könnte. Seine Augen sind hungrig, schwarz, und du bist Fleisch, nichts weiter—ein Stück, das an einem Haken baumelt und zappelt.
„Was willst du?“ Deine Stimme bricht, ein Krächzen, das im Summen der Klimaanlage erstickt.
Sein Lächeln schneidet wie ein Messer. „Du weißt, was ich will.“
Deine Hände krallen sich in deine Oberschenkel, Nägel graben sich in Fleisch, als könntest du dich so festhalten, als könntest du verhindern, was kommt. Aber dein Körper gehorcht nicht mehr dir. Dein Kinn sackt nach unten, einmal, kurz.
Seine Hände krallen sich in deine Hüften, reißen dich vom Stuhl, als wärst du nichts weiter als eine Puppe aus Fleisch. Dein Körper gehorcht ihm sofort, und du krachst gegen ihn – seine Brust ist eine Mauer aus Muskeln und Haaren unter dem dünnen Stoff, und etwas in dir tut sich auf: Ekel, ja, aber auch etwas Dunkleres, etwas, das sich in deinem Bauch windet wie eine Schlange. Er wirbelt dich herum, presst dich gegen die Tischkante, bis dein Oberkörper nach vorne klappt, deine Hände über das Laminat schrammen und glühende, feuchte Spuren hinterlassen.
Sein Atem ist heiß an deinem Ohr, als er dein gelbes knappes Bikini-Höschen zur Seite zerrt – nicht sanft, nicht vorsichtig, sondern mit einem brutalen Ruck, der den nassen Stoff in deine Haut schneidet. Seine Finger finden dich, gleiten in dich hinein, und du bist nass, verdammt nass, widerlich nass, und er lacht, ein gutturales, tierisches Geräusch, das dir das Blut in den Adern gefrieren lässt.
”Schau dich an”, knurrt er, seine Stimme ein raues Flüstern, das dich durchbohrt. ”Du bist schon so bereit. Wusstest du, dass du eine dreckige kleine Hure bist? ”
Dein Gesicht brennt, als hätte er dich geschlagen. Du beißt die Zähne zusammen, dankbar für die Wand, die dich vor seinem Blick verbirgt – vor der Scham, der Verwirrung, diesem Gefühl in dir, das sich windet wie ein lebendiges Wesen, heiß und gierig und falsch. Dann spürst du ihn – hart, unerbittlich, die Spitze seines Schwanzes drückt gegen dich, und mit einem einzigen, brutalen Stoß dringt er in dich ein.
Ein erstickter Schrei entweicht deiner Kehle, ein Laut, der in der Tischplatte vibriert. Schmerz schießt durch dich hindurch, scharf wie ein Messer, doch dann – dann kommt etwas anderes. Etwas Unbenennbares, etwas, das sich in dir ausbreitet wie flüssiges Feuer, deine Adern füllt, deine Knochen zum Glühen bringt. Du stöhnst, ein langes, zitterndes Geräusch, das du nicht zurückhalten kannst, das dich verrät.
Er packt dich fester, seine Finger graben sich in dein Fleisch, hinterlassen Spuren, die morgen noch brennen werden. Und dann beginnt er. Langsam erst, als würde er dich angewöhnen wollen, dann immer schneller, immer härter, jeder Stoß ein Schlag, eine Demütigung, eine Erinnerung daran, dass du ihm gehörst. Doch dein Körper verrät dich. Etwas in dir öffnet sich, etwas Dunkles, Gieriges, etwas, das du nicht kennst und nicht kennen willst – und doch ist es da, unaufhaltsam, und es will ihn. Es will mehr.
Der Schreibtisch ächzt unter eurem Gewicht, ein rhythmisches Stöhnen, das sich mit dem dumpfen Summen der Wasserpumpe im Gebäude vermischt. Und du – du passt dich an. Deine Hüften bewegen sich ihm entgegen, als wärst du eine Marionette an seinen Fäden. Du hasst diesen Teil von dir, der sich windet, der bettelt, der fleht. Doch es ist zu spät. Er ist in dir, um dich, überall, und mit jedem Stoß wird dieses Ding in dir lauter, hungriger, unersättlich.
Plötzlich reißt er dich hoch, wirbelt dich herum und schleudert dich gegen die Wand. Sein Gesicht ist nur Zentimeter von deinem entfernt, seine Augen schwarz vor etwas, das wie Hass aussieht – oder wie Gier, oder wie beides, verdreht zu einem Ausdruck, der dich erzittern lässt. Er küsst dich, nicht sanft, nicht zärtlich, sondern mit einer Brutalität, die dir den Atem raubt, seine Zunge dringt in deinen Mund ein, und du lässt es zu.
Er hebt dich hoch, als wärst du federleicht, und deine Beine schlingen sich um seine Hüften, klammern sich an ihn, als wärst du ein Ertrinkender. Seine Hände halten dich fest, während er wieder in dich eindringt, von unten, tief, zu tief und du spürst ihn überall – in dir, auf dir, durch dich. Deine Nägel krallen sich in seinen Rücken, durch das dünne Shirt hindurch, und du stöhnst gegen seinen Hals, ein Laut, der aus dir herausbricht wie ein Schrei. Er flüstert dir etwas ins Ohr, Worte, die dich verbrennen, die dich zerbrechen, und du weißt – du wirst nie wieder dieselbe sein.
“Du bist mein Fickstück. Nichts als ein Fickstück. Sag es.”
“Nein,” flüsterst du zurück, und deine Stimme bricht.
“Sag es.”
Eine Pause. Lange. Dein Herz schlägt in deinem Hals, in deinen Schläfen, überall. Er bewegt seine Hüften, und seine Arme drücken dich noch tiefer auf ihn, erforscht ungeahnte Tiefen. Und dann, kaum hörbar:
“Ich bin dein Fickstück.”
Die Welle reißt dich mit—kein sanftes Überrollen, sondern ein brutaler, gieriger Sog, der dich von innen aufbricht. Sein Schwanz zuckt in dir, ein hartes, unerbittliches Pulsieren, und dann schießt er, heiß wie geschmolzenes Blei, füllt dich bis zum Bersten, und dein Körper antwortet mit einem eigenen Krampf, ein verzweifelter, zitternder Schrei, der sich aus deiner Kehle reißt. Schmerz und Lust verschmelzen zu etwas, das dich zerfetzt, dich neu zusammensetzt, dich besitzt. Du schreist, ein Laut, der nicht nach dir klingt, ein Tierlaut, der in der stickigen Luft des Raumes vibriert, während dein Rücken sich von der Wand löst, deine Nägel sich in seine Schultern graben, als könntest du ihn festhalten, als könntest du verhindern, dass er dich jemals wieder loslässt.
Dann lässt er dich fallen.
Dein Körper sackt zusammen, die Beine geben nach wie morsches Holz, und du landest auf dem Boden, die Knie an die Brust gezogen, das Gesicht in den Händen vergraben. Dein Atem kommt in kurzen, flachen Stößen, und zwischen deinen Beinen rinnt es—sein Sperma, dick wie Honig, tropft auf das Linoleum, bildet kleine, glänzende Pfützen, die dich anstarren wie Augen. Du spürst es in dir, jedes Nachzucken, jedes Pochen deiner Muskeln, die sich weigern, ihn loszulassen. Scham brennt in dir, ein Feuer, das dich von innen auffrisst, aber da ist noch etwas anderes—etwas, das dich mit seiner rohen, unerbittlichen Macht erschreckt.
Lust. Nicht die Art, die man genießt, sondern die Art, die einen zerstört. Die Art, die dich an den Rand eines Abgrunds drängt und dich zwingt, hinabzublicken, in diese Dunkelheit, die dich plötzlich kennt, die dich will, die dich besitzen wird, egal, wie sehr du dich dagegen wehrst.
„Steh auf.“ Seine Stimme ist kalt, befehlend, als hätte er dir nicht gerade das Innerste nach außen gekehrt. „Du kannst gehen.“
Du rappelst dich hoch, die Beine zittrig wie die eines neugeborenen Rehs, und richtest deinen Bikini, der sich in deine Haut gräbt wie ein Vorwurf. Er wirft dir ein Papiertuch zu, und du wischst dich ab, spürst, wie es zwischen deinen Fingern klebt, wie es dich an das erinnert, was gerade passiert ist—was du zugelassen hast. Deine Augen bleiben auf den Boden gerichtet, auf die kleinen, weißen Pfützen, die sein Sperma hinterlassen hat. Sein Sperma. In dir.
“Du erzählst niemandem davon,” sagt er. Es ist keine Frage.
Du schüttelst den Kopf.
“Und nächste Woche bist du wieder hier. Samstag. Verstanden?”
Du hebst den Blick, und zum ersten Mal seit ihr in diesem Raum seid, siehst du ihn direkt an. Seine Augen sind leer, ausgebrannt, aber da ist etwas anderes, etwas, das dich erschaudern lässt—Triumph. Pure, unverhüllte Freude.
“Verstanden,” sagst du.
Er öffnet die Tür, lässt dich hinaus, und du gehst, ohne dich umzudrehen, deine Schritte schnell und leise auf dem Fliesenboden. Das Schwimmbad ist dunkel, leer, und draußen, hinter der Glastür, wartet dein Freund, auf einer Steinmauer sitzend, sein Gesicht eine Maske aus Angst und Hoffnung, und du wirst ihn nicht sehen, wirst nach Hause gehen, allein, mit dem Sperma eines fremden Mannes in dir, und morgen wirst du zu ihm gehen und ihm die halbe Wahrheit erzählen..
Und irgendwo, tief in dir, unter all der Scham und der Verwirrung, glimmt etwas. Ein Funke. Dunkel, hungrig, unauslöschlich.
Bis nächste Woche.
***
Eine Woche später stehst du wieder am Eingang des Freibads, dein Freund an deiner Seite, seine Hand in deiner, und seine Finger zucken leicht, nervös, als würde er gegen etwas ankämpfen, das stärker ist als er. Du trägst einen dunkelblauen Bikini heute, fast schwarz, und du hast ihn enger gebunden als letzte Woche, weißt genau, was das mit deinem Arsch macht, mit den Kurven deiner Hüften, und irgendwo tief in dir, unter all der Normalität, die du vorspielst, glimmt etwas Dunkles, Hungriges, das mit jedem Schritt lauter wird.
Du siehst ihn, bevor er dich sieht. Der Bademeister. Steht am Beckenrand, eine Trillerpfeife zwischen den Zähnen, die er nicht braucht, und sein Blick wandert über die Menge, methodisch, wie ein Raubtier, das sein Revier absucht. Dann sieht er dich. Seine Augen verengen sich für einen Moment, etwas Blitzschnelles, kaum Wahrnehmbares, und dann ist es weg, ersetzt durch professionelle Gleichgültigkeit, aber du hast es gesehen—diesen Funken, dieses Erkennen, das zwischen euch hängt wie ein unsichtbarer Faden.
Er kommt zu euch, zwanzig Minuten später, wirft seinen Schatten über eure Handtücher, und dein Freund zuckt zusammen, als hätte jemand ihn gestochen.
“Schön, euch wiederzusehen,” sagt der Bademeister, und seine Stimme ist warm, freundlich, die Stimme eines Mannes, der vergeben und vergessen kann. “Alles verziehen. Viel Spaß heute.”
Dein Freund nickt. Seine Kiefermuskeln spielen unter der Haut, und du spürst, wie seine Hand sich in deiner verkrampft, als würde er Angst haben, dich zu verlieren, obwohl ihr nur Zentimeter voneinander trennen. Du lächelst. Dieses schiefe, wissende Lächeln, das du seit letzter Woche übst, wenn niemand hinschaut.
“Danke,” sagst du, und deine Stimme klingt normal, zu normal, als wäre nichts jemals passiert.
Der Nachmittag dehnt sich. Die Sonne steht tiefer, wirft lange Schatten über das Becken, und die Luft wird dicker, schwerer von der Hitze des Tages, die sich nicht verflüchtigen will. Du siehst, wie dein Freund auf seine Uhr schaut, wieder und wieder, ein nervöses Ticken seiner Finger gegen das Handgelenk.
Um fünf kommt er zu dir. Steht da, die Hände in den Taschen seiner Badeshorts vergraben, sein Gesicht eine Maske aus gespielter Gleichgültigkeit.
“Ich muss früher gehen,” sagt er. “Fußball. Champions League.”
Du nickst, einmal, kurz, ihr verabschiedet euch und die Glastür fällt hinter ihm ins Schloss, und das Geräusch hallt durch die leere Halle wie ein Startsignal.
Fünf Minuten vergehen. Die Luft setzt sich, die Anwesenheit deines Freundes verblasst, wie ein Geruch, der langsam aus einem Raum weicht, und dann ist er da. Setzt sich neben dich auf den Betonrand, nah genug, dass eure Oberschenkel sich fast berühren.
“Allein?” fragt er, und die Frage ist überflüssig, und ihr beide wisst es.
Du nickst, ohne ihn anzusehen.
“Komm mit.”
Du richtest dich stumm auf und folgst ihm über den nassen Beton; deine Schritte sind gedämpft, doch das leise Klatschen hallt im Takt seines pochenden Herzens wider. Diesmal führt er dich nicht ins Büro, sondern in den abgedunkelten Geräteraum hinter den Filteranlagen – ein fensterloses Verlies ohne Zeugen, dessen Tür er unverschlossen lässt.
Der Raum empfängt dich mit stickiger Luft, einem stechenden Geruch nach Chlor und altem Gummi. Zwischen Regalen voller Schwimmbretter steht ein abgegriffener Schreibtisch, auf dessen Kante er sich niederlässt und die Beine weit spreizt. Du verharrst reglos davor, spürst, wie deine Brust sich unter dem dunkelblauen Bikini-Oberteil hebt und senkt, flach und hastig.
Ohne viele Worte erinnert er dich an das euer Abkommen: Wenn du ‚nein‘ sagst, wirst du den Preis kennen. Du nickst, aber hinter dieser Geste lodert etwas Neues in dir – ein dunkles Verlangen, das dich schon die ganze Woche begleitet, jede Nacht in deine Träume schleicht und dich in jeder Sekunde, in der du an ihn denkst, mit seiner Intensität erschreckt. Du hast begriffen, dass es hier nicht um Demütigung geht, sondern um eine Kraft in dir, die nur wachsen kann.
Ohne Zögern kniest du dich hin. Jeder Zentimeter deiner Bewegung wirkt feierlich und bewusst, als ehrtest du ein uraltes Ritual. Deine Hände finden den Bund seiner Badehose, ziehen sie hinab und geben seinem harten, pulsierenden Glied freie Sicht. Du hörst sein keuchendes Atmen – flach, erwartungsvoll – und sagst in Gedanken einen simplen Satz: Du willst das. Kein Furcht zitert in deiner Stimme, nur glasklare Entschiedenheit.
Die Vereinbarung steht: An diesem Samstag, am nächsten, die folgenden Samstage – den ganzen Sommer hindurch wirst du ihm dienen. Während du dich vollends hingibst, erkennst du in deinem Spiegelbild nichts von Schwäche, sondern nur die hungrige Gewissheit einer Entdeckung, die lange geschlummert hat und nun bricht über dich herein.
Und dann sind deine Lippen um ihn, warm, nass, und du spürst, wie du ihn aufnimmst, langsam, vorsichtig, deine Zunge gleitet an seinem Schaft entlang, und etwas in dir öffnet sich, etwas Heißes, Dichtes, das von deinem Mund durch deinen ganzen Körper strömt, und du stöhnst, ein gedämpftes, vibrationsartiges Geräusch, das durch seinen Schwanz in seinen Körper dringt. Deine Hände umfassen seinen Arsch, ziehen ihn näher, und du spürst, wie du würgst, leicht, ein kurzes, kehliges Geräusch, und dann passt du dich an, findest einen Rhythmus, und er legt seine Hände auf deinen Kopf, und du spürst, wie seine Finger sich in deinen Haaren verfangen, ziehen, kontrollieren, und es ist gut, so gut, diese Unterwerfung, diese komplette, totale Hingabe, die dich von innen verbrennt wie Feuer.
Du bläst ihn, wie du es versprochen hast. Hart, tief, deine Lippen pressen sich um seinen Schaft, und du atmest durch die Nase, kurze, flache Atemzüge, und deine Zunge arbeitet an seiner Eichel, kreist, leckt, saugt, und du hörst, wie er stöhnt, ein keuchendes, verzweifeltes Geräusch, und seine Finger verkrampfen sich in deinen Haaren, und du weißt, was kommt, und du willst es, willst es mehr als alles, was du je gewollt hast.
“Ich komme,” keucht er, und seine Finger ziehen dich fester gegen ihn, und du ziehst nicht weg—du presst dich fester gegen ihn, nimmst ihn tiefer, und dann spürst du es, heiß, pulsierend, sein Sperma schießt in deinen Rachen, dick, salzig, und du schluckst, einmal, zweimal, dreimal, dein Hals arbeitet, und du nimmst alles auf, jedes Pochen, jede Welle, und es füllt dich, von innen, und etwas in dir explodiert, ein Orgasmen, der dich von innen zerreißt, und du stöhnst gegen seinen Schwanz, ein langes, zitterndes Geräusch, das durch deinen ganzen Körper hallt.
Langsam ziehst du dich zurück, und sein Schwanz gleitet aus deinem Mund, glänzend von Speichel, und ein dünner Streifen seines Spermas läuft dir aus dem Mundwinkel, weiß gegen deine gebräunte Haut, und du wischst ihn weg mit dem Handrücken, eine Geste, die so beiläufig ist, so natürlich, als hättest du dein Leben lang Männer ausgeblasen und ihr Sperma geschluckt.
Du stehst auf, richtest deinen Bikini, und dein Gesicht ist ruhig, fast gelassen, und in deinen Augen ist dieser seltsame, dunkle Glanz, den du nicht deuten kannst und nicht deuten willst.
“Braves Mädchen. Bis nächste Woche,” sagt er, und seine Stimme klingt rau, verbraucht.
Du nickst, einmal, und dann bist du weg, durch die Tür, zurück ins Schwimmbad, und die Sonne steht tief, und das Wasser glitzert, und irgendwo im Becken spielen Kinder, und alles ist normal, alles ist wie immer, und niemand weiß, was gerade passiert ist, in diesem kleinen, stickigen Raum neben den Filteranlagen.
Du verlässt das Schwimmbad, gehst nach Hause, und mit jedem Schritt spürst du ihn—sein Sperma in deinem Magen, warm, schwer, und diese seltsame, widersprüchliche Befriedigung, die dich begleitet wie ein Schatten, dunkel, hungrig, unauslöschlich.
Du lächelst, ein schiefes, wissendes Lächeln, das nur du verstehst.
Bis nächste Woche.












