Auf den Geschmack gekommen
Atlanta empfĂ€ngt Lara mit einer feuchten WĂ€rme, die sich durch ihren leichten Blazer frisst und ihre Haut klebrig zurĂŒcklĂ€sst. Die Klimaanlage im Hotelzimmer surrt wie ein gelangweilter Bienenstock. Sie hĂ€ngt ihren Anzug auf, streicht die Falten glatt â eine Geste, die sie zu Hause vor ihrem Verlobten praktiziert, als gehöre Ordnung zu den Eheversprechen, die noch ausstehen.
Der Verlobte. Sebastian. Er hat ihr eine Sprachnachricht geschickt, dreiĂig Sekunden voller Fragen. Morgen, denkt sie. Oder ĂŒbermorgen.
Die Firma hat die bessere HĂ€lfte des Steakhauses gebucht, Tische zu einer langen Tafel zusammengeschoben. Die Kellner tragen weiĂe Hemden mit aufgerollten Ărmeln, und das Licht ist so gedĂ€mpft, dass Laras blonde Haare wie gedĂ€mpftes Gold schimmern. Sie trĂ€gt ein schwarzes Kleid, das knapp ĂŒber dem Knie endet â beruflich genug, aber mit etwas mehr Leben.
Die Kollegen klingen nach einer Mischung aus Erschöpfung und aufgesetzter Fröhlichkeit. Drei Tage Konferenzen, PrĂ€sentationen, die immer lĂ€nger dauern als geplant. Lara nippt an ihrem Wein und beobachtet, wie die amerikanischen Kollegen ihre HĂ€nde beim Reden einsetzen, als wĂŒrden sie unsichtbare Wörter formen.
Darnell kommt spĂ€t, entschuldigt sich knapp, lĂ€chelt nur. Er ist groĂ, mit Schultern, die seinen Anzug ausfĂŒllen wie ein Mann, der einen zu kleinen Raum betritt. Seine Haut ist die Farbe von dunklem Mahagoni, und wenn er lacht â was er oft tut â, bilden sich kleine FĂ€ltchen um seine Augen, die aussehen, als hĂ€tte jemand sie mit einem feinen Bleistift gezeichnet.
âDie Deutsche,â sagt er, und es klingt wie ein Kompliment. âLara, richtig?â
Sie nickt, und sein HĂ€ndedruck dauert eine Sekunde zu lang. Seine Hand ist warm und trocken, und sie spĂŒrt die leichten Schwielen an seinen Fingern. Er setzt sich neben sie. Nicht zufĂ€llig, denkt sie.
Darnell spricht ĂŒber die Niederlassung in Atlanta, ĂŒber die Herausforderungen des Marktes, ĂŒber Dinge, die Lara bereits weiĂ, aber die in seinem Mund neu klingen. Er ist Mitte vierzig, schĂ€tzt sie, mit dem selbstsicheren Charme eines Mannes, der keine Beweise mehr fĂŒr seine Kompetenz braucht. Seine Stimme ist tief, mit einem leichten SĂŒdstaatenakzent, der Wörter weicher macht, als sie sein sollten.
âIn Deutschland machen Sie das anders,â sagt er, und es ist keine Frage.
âWir machen alles anders,â antwortet sie, und er lacht, ein warmes, ehrliches GerĂ€usch, das sie in der Magengrube spĂŒrt.
Der Wein flieĂt, die GesprĂ€che werden lauter. Darnell lehnt sich zurĂŒck, sein Arm streift ihren, und es fĂŒhlt sich an wie ein versehentlicher Stromschlag. Er entschuldigt sich nicht. Sie sagt nichts.
Seine Fragen werden persönlicher. Neugierig. Er fragt nach ihrer Karriere, nach ihren PlĂ€nen, und sie merkt, dass sie mehr erzĂ€hlt, als sie beabsichtigt hat â ĂŒber ihre Ambitionen, ihre Zweifel, die Dinge, die sie Sebastian nie gesagt hat, weil Sebastian sie nie gefragt hat.
âSie haben einen Verlobten,â sagt Darnell, und es klingt nicht wie eine Frage, sondern wie eine Feststellung, die er bedauert.
âJa.â Das Wort fĂ€llt aus ihrem Mund wie ein Stein.
Die Frage hĂ€ngt zwischen ihnen. Lara trinkt einen Schluck Wein, zu groĂ, und spĂŒrt, wie er in ihrer Kehle brennt.
âIhr Amerikaner mit eurem Streben nach GlĂŒckâŠ,â sagt sie schlieĂlich.
Darnell nickt, als verstĂŒnde er etwas, das sie selbst nicht versteht. Seine Hand liegt jetzt auf dem Tisch, nah an ihrer, die Finger gespreizt, als lade er sie ein.
Sie bewegt ihre Hand nicht weg.
Das Dinner entwickelt sich zu einem Ritual aus kleinen BerĂŒhrungen, die gröĂer werden, als sie sein sollten. Seine Schulter gegen ihre, wenn er lacht. Seine Hand auf ihrem Unterarm, wenn er einen Punkt betont. Jede BerĂŒhrung lĂ€nger als die letzte, jede Pause zwischen ihnen kĂŒrzer.
Lara spĂŒrt es in ihrem Körper, ein Kribbeln, das von ihrem Nacken hinunterlĂ€uft, zwischen ihre SchulterblĂ€tter, tiefer. Es ist die Art von Aufmerksamkeit, die sie vergessen hat â konzentriert, ungeteilt, hungrig. Sebastian sieht sie an, aber Darnell betrachtet sie, als studiere er ein GemĂ€lde, das er kaufen möchte.
Seine Hand gleitet ĂŒber ihren RĂŒcken, eine flĂŒchtige, professionelle Geste, die nichts Professionelles an sich hat. Seine Finger zeichnen eine Linie entlang ihrer WirbelsĂ€ule, so leicht, dass sie sich fragt, ob sie es sich einbildet.
Sie bildet es sich nicht ein. Seine Hand ist noch da, schwer und warm durch den dĂŒnnen Stoff ihres Kleides.
âWir sollten vielleicht weiterziehen,â sagt jemand, und die Gruppe beginnt sich zu bewegen, StĂŒhle werden zurĂŒckgeschoben, Jacken angezogen. Darnell steht auf, bietet Lara seine Hand an â eine höfliche Geste, die ihr das GefĂŒhl gibt, als stĂŒnde sie auf einem schwankenden Boot.
Seine Hand schlieĂt sich um ihre, und fĂŒr einen Moment ist alles still. Seine Haut gegen ihre, warm und fest, und sie denkt an Sebastian, an seinen flĂŒchtigen Kuss am Flughafen, an die Art, wie er ihre Hand loslĂ€sst, bevor sie es bemerkt.
Darnell lĂ€sst nicht los. Nicht sofort. Seine Daumen streicht ĂŒber ihren HandrĂŒcken, eine langsame, absichtliche Bewegung, und dann, als die letzten ihre Jacken anziehen, flĂŒstert er ihr ins Ohr: âEs gibt eine Bar in der NĂ€he. Ein guter Platz.â
Sein Atem ist warm an ihrem Ohr, und etwas in ihr â etwas, das sie fĂŒr begraben hielt unter Verlobungsringen und KarriereplĂ€nen â reckt sich wie eine Pflanze nach Sonne.
âIch komme mit,â sagt sie, und ihre Stimme klingt fremd in ihren eigenen Ohren.
Er lÀchelt, und in diesem LÀcheln liegt etwas Triumphierendes, etwas Raubtierhaftes, das sie gleichzeitig erschreckt und elektrisiert.
Als sie das Restaurant verlassen, legt er seine Hand auf ihren unteren RĂŒcken. Seine Finger sind breit, warm, sicher, und sie lehnt sich, kaum merklich, in seine BerĂŒhrung.
Die Bar hat keinen Namen, sie existiert einfach. Ein niedriges BacksteingebĂ€ude an einer Ecke, die Google Maps ignorieren wĂŒrde. Die Musik dringt durch die WĂ€nde, bevor sie die TĂŒr öffnen â ein Bass, der in Laras Brustkorb vibriert wie ein zweites Herz. Drinnen ist es dunkel bis auf rote und blaue Lichter, die ĂŒber die TanzflĂ€che streichen wie suchende HĂ€nde.
Die Luft riecht nach Whiskey, SchweiĂ und etwas SĂŒĂem, das sie nicht benennen kann. Die meisten GĂ€ste sind schwarz, gut gekleidet, lĂ€ssig in ihrer Eleganz. Lara spĂŒrt Blicke auf sich ruhen â die blonde Deutsche, fehl am Platz und genau dort, wo sie sein soll.
Darnell fĂŒhrt sie durch die Menge, seine Hand noch immer auf ihrem RĂŒcken, aber jetzt fester, besitzergreifender. Er bestellt Drinks ohne zu fragen â etwas Dunkles fĂŒr sie, etwas mit Rum fĂŒr sich. Die GlĂ€ser sind kalt gegen ihre warmen Finger.
âGefĂ€lltâs dir?â fragt er, und sein Mund ist nah an ihrem Ohr, weil er nah sein muss in dem LĂ€rm.
âJa,â sagt sie, und es ist die Wahrheit, obwohl sie nicht genau weiĂ, warum. Vielleicht weil hier niemand sie kennt.
Die Kollegen verteilen sich. Einige bleiben am Tresen, andere tanzen bereits, ungelenk und ĂŒbermutig. Lara trinkt, spĂŒrt, wie der Alkohol ihre Adern wĂ€rmer macht, ihre Haut empfindlicher. Darnell steht neben ihr, sein Körper eine warme Wand, und wenn sich jemand durch die Menge drĂ€ngt, drĂŒckt er sich gegen sie, und sie spĂŒrt seinen Oberschenkel gegen ihren, fest und absichtlich.
Die Musik wechselt zu etwas Langsameren, einem Song, den sie nicht kennt, mit einer Stimme, die klingt, als wĂŒrde sie aus einer tiefen, dunklen Höhle kommen. Darnell nimmt ihre Hand.
âTanz mit mir.â Es ist keine Frage.
Sie folgt ihm auf die TanzflÀche, wo das Licht sie fast verschluckt.
Er stellt sich vor sie, nah, zu nah fĂŒr Höflichkeit, und legt seine HĂ€nde auf ihre HĂŒften. Seine HĂ€nde sind groĂ, seine Finger spreizen sich ĂŒber ihren HĂŒftknochen, und sie spĂŒrt jeden Fingerabdruck durch den dĂŒnnen Stoff ihres Kleides.
Sie legt ihre HĂ€nde auf seine Brust. Unter seinem Hemd ist er hart, muskulös, warm. Sie kann seinen Herzschlag fĂŒhlen, oder vielleicht ist es ihr eigener, beschleunigt und verwirrt.
Sie bewegen sich nicht viel. Es ist weniger Tanzen als Stehen, Atmen, BerĂŒhren. Seine HĂ€nde rutschen tiefer, umfassen ihren Po, ziehen sie nĂ€her, und jetzt spĂŒrt sie ihn â hart gegen ihren Unterleib, durch die Lagen Stoff zwischen ihnen. Er ist groĂ. GröĂer, als sie erwartet hat, und ihr Körper reagiert, bevor ihr Verstand eingreifen kann. Eine WĂ€rme breitet sich aus, zwischen ihren Beinen, in ihrem Bauch, ein Pochen, das sie vergessen hatte.
Seine Lippen berĂŒhren ihren Hals, nicht kĂŒssend, nur dort, wo ihr Puls hĂ€mmert. Seine HĂ€nde bewegen sich langsam ĂŒber ihren Po, nach oben, ĂŒber ihren RĂŒcken, und jedes Mal, wenn seine Finger ĂŒber ihre WirbelsĂ€ule gleiten, zuckt sie zusammen, als wĂŒrde er einen Schalter umlegen.
âDu fĂŒhlst dich gut an,â murmelt er gegen ihre Haut, und seine Stimme ist rau, als hĂ€tte die Musik sie aufgeraut.
Sie sagt nichts. Kann nichts sagen. Ihre HĂ€nde wandern ĂŒber seine Brust, seinen Nacken, in sein kurz geschnittenes Haar. Die Musik wechselt wieder, wird schneller, lauter, aber sie bewegen sich nicht. Stehen da, atmen aneinander, seine HĂ€rte gegen sie, ihre NĂ€sse gegen ihn, durch all die Stoffe hindurch, die zu viel und nicht genug sind.
Jemand ruft ihren Namen. Einer der Kollegen, der sagt, dass es spĂ€t wird, dass sie morgen frĂŒh aufstehen mĂŒssen. Die Gruppe sammelt sich am Ausgang, Gesichter gerötet von Alkohol und Anstrengung. Lara löst sich von Darnell, und die KĂ€lte der getrennten Haut trifft sie wie ein Schlag.
DrauĂen ist die Luft kĂŒhl, und der Kontrast lĂ€sst sie zittern. Darnell steht neben ihr, seine Hand wieder auf ihrem RĂŒcken, als hĂ€tte er sie nie losgelassen.
âIch bestelle einen Uber,â sagt er. âIch bringe dich zurĂŒck.â
Sie nickt. Die anderen verabschieden sich, steigen in eigene Taxis, winken. Lara bleibt bei Darnell, und niemand sagt etwas, aber sie spĂŒrt die Blicke, die Vermutungen, die Geschichten, die morgen in den Fluren kursieren werden.
Der Uber kommt, ein silberner SUV. Darnell öffnet die TĂŒr fĂŒr sie, eine Geste, die altmodisch und aufregend zugleich ist. Sie steigt ein, rutscht zur Mitte, und er folgt, sein Körper nimmt Raum ein, als gehöre er ihm.
Der Fahrer ist still. Die StraĂen von Atlanta gleiten vorbei, dunkel und fremd. Darnell legt seinen Arm um ihre Schultern, zieht sie nĂ€her, und seine Hand liegt schwer auf ihrem Arm, seine Finger zeichnen langsame Kreise auf ihre Haut.
Dann, ohne Vorwarnung, nimmt er ihre Hand. FĂŒhrt sie nach unten, ĂŒber seinen Oberschenkel, und dann dorthin, wo seine HĂ€rte gegen den Stoff seiner Hose drĂŒckt.
Lara erstarrt. Sie hat ihn durch die Kleidung gespĂŒrt, beim Tanzen, aber das ist anders. Das ist Haut gegen Haut, durch den dĂŒnnen Slip seiner Boxershorts und seiner Hose hindurch, und er ist â Gott, er ist massiv. Dick, hart, heiĂ, und ihre Hand kann ihn nicht umfassen, nicht annĂ€hernd.
âFĂŒhlst du das?â flĂŒstert er, und seine Stimme ist tief, kontrolliert, als wĂŒrde er ein GeschĂ€ft abschlieĂen und nicht ihre Hand auf seinen Schwanz fĂŒhren.
Sie nickt, kann nicht sprechen. Ihre Finger zittern gegen ihn, und er stöhnt leise, ein GerÀusch, das tief aus seiner Brust kommt und direkt zwischen ihre Beine wandert.
Zögernd, als bewege sie sich durch einen Traum, beginnt sie zu reiben. Langsam zuerst, unsicher, dann fester, als sein Stöhnen sie antreibt. Er ist so hart, dass es sich anfĂŒhlt, als wĂŒrde sie Holz streicheln, warmes, pulsierendes Holz, und unter ihren Fingern spĂŒrt sie, wie er noch hĂ€rter wird, wie sich seine Adern gegen ihre HandflĂ€che drĂŒcken.
Seine HĂŒften bewegen sich, kaum merklich, treiben sich in ihre Hand, und seine AtemzĂŒge werden flacher, schneller. Seine Hand liegt auf ihrer, fĂŒhrt sie, zeigt ihr den Rhythmus, und sie folgt, hypnotisiert von der Macht, die sie ĂŒber ihn hat und die er ĂŒber sie.
Dann blinkt es. Ihr Handy, in ihrer Handtasche, die zwischen ihnen auf dem Sitz liegt. Ein helles, aufdringliches Leuchten, das durch den Stoff dringt.
Sebastian. âGute Nacht, Schatz. Ich vermisse dich.â
Noch eine. âSchlaf gut. TrĂ€um sĂŒĂ.â
Noch eine. Ein Herz-Emoji, klein und lÀcherlich in der Dunkelheit des Autos, wo ihre Hand auf Darnells Schwanz liegt und er stöhnt und die Stadt an ihnen vorbeizieht wie ein fremder Film.
Lara sieht die Nachrichten, und fĂŒr einen Moment â einen winzigen, zerbrechlichen Moment â hĂ€lt sie inne. Ihre Finger verharren auf ihm, und sie spĂŒrt, wie er unter ihrer Hand pulsiert, ungeduldig, fordernd.
Dann geht das Display aus, und die Dunkelheit kehrt zurĂŒck, und mit ihr Darnells Hand, die ihre zurĂŒckfĂŒhrt, fester jetzt, bestimmter, und ihr Körper entscheidet fĂŒr sie, wĂ€hrend ihr Verstand noch zögert.
Sie reibt ihn weiter, hĂ€rter, schneller, und sein Stöhnen wird lauter, bis der Fahrer hustet und Darnell ihre Hand wegzieht, aber nicht, ohne sie zu drĂŒcken, als wĂŒrde er sie festhalten wollen.
âFast da,â murmelt er, und sein Atem ist heiĂ gegen ihr Ohr.
Das Hotel kommt in Sicht, hell und imposant gegen den Nachthimmel. Laraâs Hand zittert, nass von ihrem eigenen SchweiĂ oder seinem, sie weiĂ es nicht. Ihr Kleid klebt an ihrem RĂŒcken, und zwischen ihren Beinen ist es warm und nass, und sie kann nicht atmen, nicht richtig, nicht mit Darnells Schwanz noch hart unter ihrer Hand und Sebastians Nachrichten in ihrer Tasche und dem Hotel, das nĂ€her kommt, Sekunde fĂŒr Sekunde.
Der Uber hÀlt. Darnell steigt aus, reicht ihr die Hand. Seine Augen im schwachen Licht der Hotelbeleuchtung sind dunkel, hungrig, sicher.
âIch bring dich noch zu deiner ZimmertĂŒrâ, sagt er, und es ist keine Frage.
Lara nimmt seine Hand. Steigt aus. Die Nachtluft trifft ihre heiĂe Haut, und sie zittert, aber nicht vor KĂ€lte.
âJa,â sagt sie. âGehen wir.â
Die Hotellobby ist leer bis auf einen Nachtschichtler am Rezeption, der ĂŒber seinem Laptop nickt. Der Aufzug surrend, als hĂ€tte er Geheimnisse zu bewahren. Lara drĂŒckt den Knopf fĂŒr den zwölften Stock, und ihre Hand zittert so stark, dass sie danebentippt.
Darnell steht neben ihr, ruhig, sein Atem regelmĂ€Ăig, als wĂ€re dies ein gewöhnlicher Abend. Seine Hand liegt auf dem kleinen ihres RĂŒckens, und die WĂ€rme durchdringt ihren Blazer, als wĂŒrde der Stoff nicht existieren.
Der Aufzug steigt. Lara sieht ihr Spiegelbild â blonde Haare zerzaust vom Tanzen, Wangen gerötet, Lippen geschwollen, als hĂ€tte sie bereits gekĂŒsst, was sie gleich tun wird. Neben ihr Darnell, groĂ, dunkel, kompakt, sein Anzug sitzt perfekt auf Schultern, die aussehen, als könnten sie Gewicht tragen, das sie nicht kennt.
Die TĂŒr zu ihrem Zimmer öffnet sich mit einem surrenden SchlĂŒsselchip. Drinnen ist es dunkel, bis sie das Licht anmacht â eine warme, gedĂ€mpfte Beleuchtung, die das groĂe Bett in der Mitte des Raumes wie eine BĂŒhne erscheinen lĂ€sst.
Die TĂŒr fĂ€llt ins Schloss. Ein leises, endgĂŒltiges Klicken.
Dann schlingt er seine Hand in ihr Haar, packt ihren Kopf und reiĂt ihn brutal nach hinten. Sein Mund rast auf ihren zu, hart, fordernd, als gĂ€be es kein Vorspiel. Seine Zunge bricht tief in sie ein, und sie schmeckt Rum â und etwas Dunkles, Unnachgiebiges, etwas, das nur ihm gehört. Ihr Körper reagiert, bevor sie denken kann; ihre HĂ€nde klammern sich wie Krallen an sein Sakko, als fĂŒrchte sie, in diesem Moment zu zerspringen.
Er stĂŒrzt sich auf sie, als hĂ€tte er sie verhungert beobachtet. Seine HĂ€nde gleiten forsch ĂŒber ihren Körper, sicher, geĂŒbt, finden den ReiĂverschluss ihres Kleides und ziehen ihn ruckartig herunter, schneller, als ihr Atem folgen kann.
Das Kleid gleitet zu Boden und legt sich wie ein schwarzer Schattenteppich um ihre FĂŒĂe. Sie steht nur noch in BH und Slip da, die kĂŒhle Klimaanlage zieht an ihrer Haut, doch viel mehr sticht sein Blick â schwer, verlangend, bewertend â in sie hinein.
âSchön,â murmelt er. Das Wort klingt in seinem Mund mit dem Gewicht eines Besitzanspruchs.
Er lĂ€sst sie einen Moment stehen, tritt einen Schritt zurĂŒck und beginnt, sich auszuziehen. Erst sein Sakko, dann die Krawatte, lose gleitend wie ein Raubtier, das seinen Schleier abstreift. Sein Hemd folgt, und zum Vorschein kommt sein Körper: muskulös, breit, die Brust glatt bis auf einen dunklen Streifen, der von seinem Brustbein hinab zu seinem Gurt fĂŒhrt.
Lara beobachtet sich selbst, als wĂ€re sie nur sein Objekt. Halbnackt, zitternd, wĂ€hrend dieser Fremde sich vor ihr entblöĂt. Tief in ihr regt sich etwas Verbotenes, etwas, das nach Licht schmeckt, das sie vergessen hatte.
Er greift nach seinem GĂŒrtel, öffnet ihn mit entschlossener Geste, und seine Hose rutscht lautlos auf den Boden. Darunter: schwarze Boxershorts, die sein hartes Glied drĂ€ngen, straff und unnachgiebig. Sein Schwanz bohrt sich gegen den Stoff, dick, dunkel, massiv. Laras Mund wird trocken, ihr Herz hĂ€mmert bis in den Hals, und zwischen ihren Schenkeln rollt eine heiĂe, feuchte Woge, die nach mehr verlangt.
Er streift die Boxershorts ab und steht nun nur in ihnen da â ein Kontrast wie Feuer und Schnee: sie, blass, schlank, verletzlich wie Milch; er, tiefbraun, gewaltig, zwanzig Jahre Ă€lter, doppelt so breit. Er wirkt, als stamme er aus einem anderen Universum â und genau hierher gehört er fĂŒr Lara genau in diesen Moment.
Er kommt zu ihr, presst sie gegen den TĂŒrrahmen, seine HĂ€nde klammern sich an ihre HĂŒften, so fest, dass kleine rote Linien zurĂŒckbleiben. Sein Mund sucht ihren Hals, seine ZĂ€hne ziehen langsame, scharf schmeckende Bahnen ĂŒber ihre Haut, und sie stöhnt, ĂŒberrascht von der Fremdheit dieses Lautes.
âDu willst das,â flĂŒstert er, seine Stimme rau wie zerfetztes Leder.
âIch will es,â keucht sie, und in diesem EingestĂ€ndnis zerbricht etwas Lang Gehaltenes in ihr â eine Sperre fĂ€llt.
Er schiebt sie zum Bett, presst sie hinunter. Sein Gewicht auf ihr ist warm, unerbittlich, beruhigend. Eine Hand taucht zwischen ihre Oberschenkel, tastet nach dem dĂŒnnen Stoff ihres Slips, findet ihn durchnĂ€sst und saugend. Sein Brustkorb hebt sich, ein tiefes Vibrieren, als er erkennt, wie feucht sie ist.
âSo nass fĂŒr mich,â murmelt er, und seine Finger schieben den Stoff knirschend zur Seite. Dann treffen sie tatsĂ€chlich auf sie â auf ihre Hitze. Ein Blitz fĂ€hrt durch ihren Unterleib, als wĂ€re ein Strom geflossen.
Seine Finger sind breit, hart, blitzschnell. Sie bewegt sich gegen seine Hand, reibt sich, stöhnt auf, verliert sich im Rausch. Dann gleiten zwei seiner Finger in sie hinein, breit und fordernd, und sie spannt sich reflexhaft â zu stark, zu schnell, zu viel.
âEntspann dich,â befiehlt er mit sanfter HĂ€rte. âIch weiĂ, was du brauchst.â Und wĂ€hrend er langsam weiter macht, pocht ihr Herz in glĂŒcklicher Verwirrung, wĂ€hrend jede seiner Bewegungen sie weiter in diese Ekstase zieht.
Er ist unendlich geduldig. UnertrĂ€glich geduldig. Seine Finger gleiten wie geschmolzenes Metall an ihrer Scham, spreizen sie, kneten sie, bis ihr Fleisch nachgibt wie brĂŒchiger Stein. Ein grollender Bach aus WĂ€rme ergieĂt sich zwischen ihren Schenkeln, und sie stöhnt, krallt mit den NĂ€geln in die kĂŒhle Bettdecke, als sein Zeigefinger jenen berĂŒchtigten Punkt trifft, der sie in einen Rausch stĂŒrzt.
Dann zieht er die Hand zurĂŒck, richtet sich auf, lĂ€sst seine Boxershorts zu Boden gleiten â und sein Schwanz schnellt hervor: prall, dunkel, stahlhart. Eine pulsierende Ader hĂ€mmert dort, als schlage dort ein eigenes Herz. Lara starrt, unfĂ€hig zu blinzeln, unfĂ€hig zu atmen. Nie hat sie etwas so Monumentales, so roh ĂbermĂ€chtiges gesehen. In ihrem Kopf brĂŒllt Vernunft und Panik â und zugleich reiĂt etwas Altes, Tiefes in ihr alle DĂ€mme.
Er positioniert sich zwischen ihren weit gespreizten Beinen und reibt die imposante Eichel an ihrem Eingang. Schon der erste flammende Kontakt lĂ€sst sie zusammenzucken, heiĂ, feucht von ihrem eigenen Verlangen. Instinktiv zieht sie die HĂŒften hoch, sein Rhythmus stockt.
âTief einatmen,â flĂŒstert er mit samtiger Stimme, eine Geste ZĂ€rtlichkeit, wenn er ihre Wange streichelt. âBig stretch, baby.â
Er dringt ein. QuĂ€lend, unvorstellbar langsam. Die Spitze schneidet tief, und ein durchdringender Schrei löst sich aus ihrem Inneren, als wĂŒrde sie zerrissen, als sei ein uralter Riss geöffnet, der nie mehr heilt.
âTief atmen,â murmelt er, und sie gehorcht â atmet flach, zitternd, wĂ€hrend er sich Millimeter fĂŒr Millimeter weiter hineinschiebt. Ihr Körper stemmt sich gegen ihn, spannt sich an und weicht wieder nach, ein Sturm aus Schmerz und einer seltsamen wogenden Hitze, die sie erbeben lĂ€sst.
Er ist halb drin, und schon flutet seine PrĂ€senz sie komplett, von innen. Ein grollendes Stöhnen entfĂ€hrt ihr, sie krallt sich in seine heiĂen Schultern. Sein Oberkörper ist ein brodelndes Kraftwerk aus Muskeln und SchweiĂ, die sich anspannen und wieder lösen, sobald er sich zurĂŒckzieht und dann mit brennender Gier nach vorne stöĂt.
âGott,â keucht sie â kein Gebet, nur eine Kapitulation vor der Urgewalt, die sie verschlingt.
Bei jedem erneuten Stoà öffnet ihr Fleisch sich weiter, bis der Schmerz nachgibt und Platz macht fĂŒr ein wildes Pochen, das durch sie reiĂt wie ein Tsunami. Er bewegt sich nun fester, schneller, und jeder Impuls drĂŒckt ihn tiefer, bis sein Ende hart gegen ihren Muttermund schlĂ€gt. Ein kurzer, gellender Schrei jagt durch den Raum.
Darnell stöhnt tief aus der Brust, ein Klang wie donnernder Fels, der in ihren Körper vordringt. Seine HĂ€nde greifen ihre HĂŒften, heben, korrigieren den Winkel â und er dringt noch tiefer, deutlich tiefer. Lara sieht Sterne, erhelltes WeiĂ hinter den Lidern, ihr Bauch zuckt, ihr Becken bĂ€umt sich gegen ihn, und dann reiĂt ein Woge nach der anderen aus ihr hervor: Orgasmen, hart wie BlitzeinschlĂ€ge.
Er lĂ€sst nicht locker. Immer hĂ€rter, sein Rhythmus unerbittlich. Sie kommt noch einmal, verliert jeden Halt, weiĂ nur noch sein Gewicht, seine pulsierende LĂ€nge, seine HĂ€nde, die sie halten, als sei sie eine seltene TrophĂ€e. Wie lange nimmt er sie schon? Laras VerstĂ€ndnis fĂŒr Zeit und Raum hat sich mittlerweile verabschiedet.
Ohne Unterlass dreht er sie um, drĂŒckt ihr Gesicht ins Kissen. Sein Schwanz gleitet geschmeidig aus ihr und bohrt sich ungestĂŒm von hinten erneut in sie. Ein erstickter Schrei wird durch den Stoff gedĂ€mpft, ihre Finger klammern sich an die Laken, wĂ€hrend hartes Klatschen von dunklem auf hellem Fleisch den Raum erfĂŒllt. Bis Laras Körper unter ihm sich schĂŒttelt vor Ekstase, was Darnell mit Zufriedenheit registriert. Und immer weiter macht. âWas fĂŒr ein braves MĂ€dchenâ, raunt er ihr, als er eine verschwitzte blonde StrĂ€hne von ihren Augen wegwischt.
Er nimmt sie quer durchs Zimmer: gegen die Wand, ĂŒber den Stuhl, zurĂŒck aufs Bett. Jeder StoĂ schmettert sie noch tiefer ins Unbekannte, jeder Orgasmus donnert sie weiter weg von allem, was sie kannte. Irgendwann zwischen dem vierten und fĂŒnften Aufprall, wenn sie auf ihm sitzt und er sie reiten lĂ€sst, sein Schaft wie ein Feuerkolben in ihrem Innern, da zerschmilzt ihre Welt â Sebastian, der Ring, die ZukunftsplĂ€ne â alles verdampft wie Schrift an nassem Stein.
ZurĂŒck bleibt nur Darnell. Sein Leib in ihr. Sein unerbittliches Verlangen. Seine HĂ€nde auf ihrer Haut, brandheiĂe Nachbeben hinterlassend. Seine Stimme, die flĂŒstert, wie schön sie ist, wie eng, wie feucht, wie unersĂ€ttlich. Und sie will ihn. Mehr als je zuvor.
FĂŒr Darnell ist es ein vertrauter Tanz: eine weitere blonde Deutsche, die glaubt, Lust zu kennen, bis sie den tiefen Schlag eines schwarzen Schwanzes spĂŒrt, der sie bis in die letzte Faser ausfĂŒllt. Sie wird sein Snowbunny â ein Wort, das er nie ausspricht, doch in seinem Kopf wie ein Siegel steht. Die brave, blonde VerlobungsringtrĂ€gerin, jetzt zitternd, hemmungslos bettelnd um mehr. HĂ€rter, tiefer. Und er gibt ihr alles â weil er kann.
Lara registriert es nur mehr am Rande, als Darnell sich in ihr ergieĂt. Er kommt in ihr, tief, hart, sein Schwanz pulsiert, und sie kommt mit ihm erneut, ihr Körper verkrampft sich um ihn, und er hĂ€lt sie, streichelt ihr Haar, murmelt Beruhigendes, das sie nicht versteht, aber spĂŒrt, und fĂŒr einen Moment â einen winzigen, zerbrechlichen Moment â ist sie sein, ganz sein, und nichts anderes existiert.
Als sie einschlafen, seine breite Brust gegen ihren RĂŒcken, sein Arm schwer ĂŒber ihrer HĂŒfte, sein Schwanz noch halb hart in ihr, denkt Lara an nichts. Nichts als die WĂ€rme, die FĂŒlle, die Erschöpfung in jedem Muskel, und irgendwo, tief in ihr, das Wissen, dass etwas sich verĂ€ndert hat, das nie wieder so sein wird, wie es war.
Am nĂ€chsten Morgen weckt sie der Schmerz. Nicht scharf, nicht akut, sondern tief, verwurzelt in Muskeln, die sie nicht kannte, bis gestern Nacht. Ihre HĂŒften, ihre Oberschenkel, zwischen ihren Beinen â alles schmerzt, ein dumpfes, sĂ€ttigendes Pochen, als hĂ€tte jemand sie von innen umgepflĂŒgt.
Das Licht dringt durch die nicht ganz geschlossenen VorhĂ€nge, zieht goldene Linien ĂŒber die zerknitterten Laken. Lara bewegt sich, und ihr Körper protestiert mit jedem Zentimeter. Sie ist nackt, die Decke bis zur HĂŒfte heruntergerutscht, und die Morgenluft auf ihrer Haut lĂ€sst sie erschauern.
Darnell steht am FuĂende des Bettes, angezogen. VollstĂ€ndig angezogen. Sein dunkelgrauer Anzug sitzt perfekt, die Krawatte gebunden mit der PrĂ€zision eines Mannes, der es tĂ€glich tut.
Er sieht aus, als wĂ€re er bereit fĂŒr ein Vorstandsmeeting. Sie liegt nackt, zerstört, mit getrocknetem Sperma zwischen ihren Beinen und Bissmarken an ihren HĂŒften.
âGuten Morgen,â sagt er, und seine Stimme ist warm, fast zĂ€rtlich, aber mit einer Unterströmung von etwas anderem. Besitz.
Lara versucht zu sprechen, und ihr Hals ist rau, als hÀtte sie die ganze Nacht geschrien. Vielleicht hat sie das.
âGuten Morgen,â krĂ€chzt sie zurĂŒck.
Er tritt nĂ€her, setzt sich auf die Bettkante, nicht nah genug, um sie zu berĂŒhren. Seine Hand streicht ĂŒber die Decke, ĂŒber ihre Beine darunter, und selbst durch den Stoff spĂŒrt sie die WĂ€rme seiner Finger.
âDie letzte Nacht war... beeindruckend.â Er lĂ€chelt, und in diesem LĂ€cheln liegt etwas Triumphierendes, etwas Raubtierhaftes, das sie erschreckt und elektrisiert, genau wie gestern. âDu bist unglaublich. Eng. Feucht.â Seine Finger zeichnen Kreise auf der Decke, genau dort, wo ihre HĂŒfte schmerzt. âUnd ich habe Lust auf dich. Auf deinen Mund.â
Lara blinzelt. Die Worte dringen langsam durch den Nebel der Erschöpfung.
Er nickt, steht auf, geht zum Sessel am Fenster â ein unbequem aussehendes MöbelstĂŒck mit hoher Lehne und armstĂŒtzenden FlĂŒgeln. Er setzt sich, breit, bequem, als gehöre der Sessel ihm. Seine Beine spreizen sich, und zwischen ihnen zeichnet sich bereits eine Beule ab, hart gegen den feinen Stoff seiner Anzughose.
âIch habe einen Conference Call in fĂŒnf Minuten,â sagt er, als erklĂ€re er das Wetter. âAber das gibt uns Zeit. Wenn du schnell bist.â
Er zĂŒckt sein Handy, tippt etwas, und dann legt er es auf die Armlehne, den Lautsprecher aktiviert, bereit. Seine HĂ€nde ruhen auf seinen Oberschenkeln, ruhig, geduldig, und seine Augen sind auf sie gerichtet â dunkel, hungrig, erwartungsvoll.
Lara liegt da, nackt, wund, und etwas in ihr, das gestern Nacht geboren wurde, zwischen Schreien und Stöhnen, bewegt sich. Ihr Verstand schreit noch immer vor Scham, vor Schuld, vor der Erkenntnis, was sie getan hat, was sie tun wird. Ihr Körper hat andere PlÀne.
Sie schiebt die Decke beiseite. Setzt sich auf, und jeder Muskel protestiert, jeder Atemzug brennt. Dann, langsam, ungelenk, wie ein verletztes Tier, lÀsst sie sich vom Bett gleiten, auf den Teppich, auf ihre HÀnde und Knie.
Der Teppich ist rau unter ihren HandflĂ€chen, unter ihren Knien, die noch zittrig sind von gestern Nacht. Sie bewegt sich vorwĂ€rts, Zentimeter fĂŒr Zentimeter, und jedes Kriechen sendet Wellen des Schmerzes durch ihre HĂŒften, aber darunter, tiefer, pulsiert etwas anderes. Eine WĂ€rme. Eine Feuchtigkeit, die bereits beginnt, zwischen ihren noch wunden, noch empfindlichen Lippen.
Darnell beobachtet sie. Sagt nichts. Seine HĂ€nde liegen ruhig auf seinen Oberschenkeln, aber seine Finger drummeln leicht, und die Beule in seiner Hose ist gewachsen, hart, deutlich.
Sie erreicht ihn. Kniet zwischen seinen gespreizten Beinen, und sein Geruch umhĂŒllt sie, warm, maskulin, und etwas in ihr zuckt zusammen, ein reflexartiges Verlangen, das tiefer geht als Vernunft.
Ihre HĂ€nde zittern, als sie seinen GĂŒrtel öffnen, den Knopf seiner Hose, den ReiĂverschluss. Darunter trĂ€gt er schwarze Boxershorts, und sein Schwanz drĂŒckt gegen den Stoff, dick, hart, und sie kann die Hitze spĂŒren, die von ihm ausgeht, selbst durch die Baumwolle.
Sie zieht seine Boxershorts nach unten, befreit ihn, und sein Schwanz springt heraus â hart, dunkel, massiv, mit der gleichen beeindruckenden GröĂe, die gestern Nacht in ihr war, die sie ausgefĂŒllt hat, bis nichts mehr ĂŒbrig war auĂer ihm.
Lara starrt. Kann nicht wegsehen. Ihr Mund wird trocken, dann nass, und ohne nachzudenken, ohne zu zögern, beugt sie sich vor und nimmt ihn in den Mund.
Er ist zu groĂ. Zu breit. Ihre Lippen strecken sich um ihn, und sie kann ihn nicht vollstĂ€ndig aufnehmen, nicht annĂ€hernd, aber sie versucht es, mit einer Hingabe, die sie selbst ĂŒberrascht. Ihre Zunge gleitet ĂŒber seine Eichel, schmeckt ihn â salzig, muskulös, mĂ€nnlich â und er stöhnt, ein tiefes, raues GerĂ€usch, das durch ihren SchĂ€del vibriert.
Ihre HÀnde umfassen, was ihr Mund nicht kann. Sie reibt seinen Schaft, streichelt die dicken Adern, die pulsierten, als hÀtten sie ihr eigenes Herz, und ihr Mund bewegt sich auf ihm, auf und ab, langsam, dann schneller, als sein Stöhnen sie antreibt.
Darnells HĂ€nde kommen in ihr Haar, fĂŒhrend, drĂŒckend, einfach da, eine Verbindung, wĂ€hrend sein Schwanz ihren Mund fĂŒllt, ihre Kehle streift, und sie wĂŒrgt, hustet, nimmt ihn wieder auf, weil sie muss, weil ihr Körper es verlangt, mehr als Luft, mehr als Vernunft.
Seine HĂŒften bewegen sich, kaum merklich, treiben ihn tiefer in ihren Mund, und sie nimmt es hin, nimmt alles hin, und zwischen ihren Beinen pulsiert es, heiĂ, nass, und sie reibt sich gegen den Teppich, instinktiv, suchend, wĂ€hrend ihr Mund auf seinem Schwanz arbeitet.
Dann klingelt sein Telefon. Ein scharfes, professionelles LĂ€uten, das durch den Raum schneidet.
Darnell nimmt den Anruf an, ohne seinen Schwanz aus ihrem Mund zu ziehen. âDarnell Williams,â sagt er, und seine Stimme ist glatt, kontrolliert, professionell, wĂ€hrend Laraâs Lippen um seinen Schwanz geschlossen sind, wĂ€hrend ihre Zunge ĂŒber seine Eichel gleitet, wĂ€hrend ihre HĂ€nde seinen Schaft reiben.
âJa, ich bin da. Haben Sie die Zahlen fĂŒr das dritte Quartal?â
Jemand spricht am anderen Ende, eine Stimme, die Lara nicht versteht, nicht hören will. Sie konzentriert sich auf seinen Schwanz, auf die Art, wie er in ihrem Mund hÀrter wird, wie seine Adern unter ihren Fingern pulsierten, wie sein Atem flacher wird, obwohl seine Stimme ruhig bleibt.
âDas klingt gut. Wir sollten die Margen in der europĂ€ischen Division nochmal prĂŒfen.â
Seine HĂŒften bewegen sich jetzt, fester, und sein Schwanz stöĂt tiefer in ihren Mund, und sie wĂŒrgt, TrĂ€nen in den Augen, aber sie lĂ€sst ihn nicht los, kann nicht, will nicht, und ihre HĂ€nde reiben nun seine groĂen Hoden, und sie spĂŒrt, wie er sich anspannt, wie sich sein Schwanz verhĂ€rtet, bis er wie Ziegelstein in ihrem Mund liegt.
Er kommt. Hart, tief, ohne Vorwarnung. Sein Schwanz pulsiert in ihrem Mund, und heiĂes, salziges Sperma schieĂt in ihre Kehle, und sie schluckt, instinktiv, wĂŒrgend, schluckend, wĂ€hrend er stöhnt, ein gedĂ€mpftes, kontrolliertes GerĂ€usch, das sein GesprĂ€chspartner nicht hören kann.
Sein Schwanz pulsiert noch, gibt noch mehr, und Lara schluckt, nimmt alles, und etwas in ihr reckt sich und streckt sich und ist erfĂŒllt mit einer Zufriedenheit.
Darnell atmet tief durch, einmal, zweimal. Seine Hand streicht ĂŒber ihr Haar, eine zĂ€rtliche, fast dankbare Geste.
âEntschuldigung,â sagt er ins Telefon, seine Stimme wieder glatt, unberĂŒhrt. âSie meinten?â
Er nickt, hört zu, wĂ€hrend Laraâs Lippen noch um seinen Schwanz geschlossen sind, wĂ€hrend sein Sperma noch warm in ihrer Kehle liegt. Er nickt wieder, stolz, selbstzufrieden, und seine Augen treffen ihre. In ihnen liegt etwas, das sie versteht, ohne es in Worte fassen zu können.
Besitz. Triumph. Die stille, sichere Gewissheit eines Mannes, der genau bekommen hat, was er wollte.
Lara lĂ€sst seinen Schwanz langsam aus ihrem Mund gleiten, leckt die letzten Spuren weg, und sinkt zurĂŒck auf ihre Fersen, nackt, wund, mit wackeligen Knien und einem Mund, der brennt, und zwischen ihren Beinen ist es nass, heiĂ, und sie will mehr, will alles, will ihn wieder in sich, obwohl ihr Körper noch schreit von gestern Nacht.
Darnell beendet das GesprÀch. Legt das Telefon beiseite. Sieht sie an, kniend zwischen seinen Beinen, sein Schwanz noch halbhart, glÀnzend von ihrem Speichel.
âDanke,â sagt er einfach, und steht auf, zieht seine Boxershorts hoch, seinen ReiĂverschluss zu, seinen GĂŒrtel. Jede Bewegung effizient, geĂŒbt, als hĂ€tte er dies schon hundertmal getan.
Er geht zur TĂŒr, dreht sich noch einmal um. Seine Hand streicht ĂŒber ihre Wange, eine Geste, die fast zĂ€rtlich ist.
âBis spĂ€ter,â sagt er, und geht, und die TĂŒr fĂ€llt ins Schloss mit demselben leisen, endgĂŒltigen Klicken wie gestern Nacht.
Lara bleibt kniend auf dem Teppich, nackt, zerstört, und spĂŒrt sein Sperma in ihrem Magen, seinen Geschmack auf ihrer Zunge, und irgendwo, tief in ihr, das Wissen, dass sich ihr Leben mit dieser Nacht fĂŒr immer verĂ€ndert hat.