Tag 3507 / Terrassenbecken: 16 Grad
Am Morgen sieht man mir vollends an wie sehr die Woche mich geschlaucht hat. Am Abend englische AA-Meetings in Rom rausgesucht.
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Tag 3507 / Terrassenbecken: 16 Grad
Am Morgen sieht man mir vollends an wie sehr die Woche mich geschlaucht hat. Am Abend englische AA-Meetings in Rom rausgesucht.
Tag 3452 / In Wagen 33 sitzen zwei Personen, von denen nur einer eine BahnCard 50 hat.
Der Schaffner hat jetzt über eine halbe Stunde den Personen erklärt, dass eine ermäßigt gebuchte Fahrkarte ohne Ermässigungsnachweis ungültig ist. Eine Person reist also ohne gültigen Fahrschein. Am Ende der langen Belehrung wird ein Auge zugedrückt. Das verhöhnt alle Fahrgäste, die korrekte Fahrscheine haben und den vollen Preis zahlen. Ich habe keine BahnCard und gebe keine Ermäßigung an. Die beiden Personen können doch nicht davon ausgehen, dass sie denselben Preis zahlen, wenn nur einer eine BahnCard hat. Der Schaffner lässt zwei Personen etwas durchgehen und hat den Wagen 33 mit anständigen Fahrgästen als Zeugen. Das senkt das Vertrauen in die Deutsche Bahn erheblich. Nächstes Mal nehme ich ein Mietauto.
Tag 3442 / Heute ist der Siebte und es sind 113 Monate
Tag 3423 / Manche bleiben den ganzen Sommer.
Tag 3423 / Manche bleiben den ganzen Sommer.
Morgens "Je ne regrette rien" im Ohr. Auch an Vati gedacht. Ich wollte um Viertel vor das Zimmer verlassen und bin um 52 raus. Für mich ist das grandios.
Ja, manche bleiben noch. Manche bleiben länger. Manche bleiben den ganzen Sommer. Manche haben hier ein Haus, manche eine Wohnung. Manche kommen immer hierher. Manche wollen vielleicht hier weg und wissen nicht wie. Manche werden hier nie herkommen. Ich hatte neun Tage, acht Nächte. Es war wunderschön. Insgesamt dadurch, dass ich hier baden konnte, hat Nizza eigentlich Barcelona überholt. Aber es geht gar nicht darum, wer an erster Stelle steht. Ich hatte schon befürchtet, dass ich keinen Urlaub mehr machen kann, wo ich so tief berührt werde. Aber hier war wirklich alles ziemlich, ziemlich toll und ich weine jetzt schon. Um 15:30 Uhr nochmal am Strand. Aber ich hab doch meinen Wannsee, meine Katzella. Ich hab Angst vor der neuen Sache. In 16 Tagen sitze ich schon wieder im Flugzeug. Ich kann wieder in meine Meetings, in meine Schwimmbäder. Ich kann wieder Fahrradfahren. Das wird total der Kulturschock. Ich bin wirklich dankbar, dass ich hier war, was ich hier erleben durfte. Ich muss jetzt endlich Adé sagen, Au revoir.
Es war leichter, sich zu verabschieden, als die Sonne noch nicht wieder zurück hinter den Wolken vorgekommen war.
Tag 3422 / Tagesbeginn
Ich komme raus: die Luft, die Wärme - ich muss lächeln.
Der Orangensaft: köstlich, der Fruchtsalat: köstlich, das pain au chocolat: köstlich, das Baguette ohne Margarine und ohne Butter: köstlich, der Kaffee: köstlich! Das glitzernde Meer, die startenden Flugzeuge, die Rettungsschwimmer in ihrem Turm, die im Wasser, die mit ihren Sonnenschirmen, gestreifte Sonnenschirme, gemusterte Sonnenschirme, einfarbige Sonnenschirme, Familien, Menschen alleine, Paare, Freunde. Die meisten schwimmen vorne, manche schwimmen weiter in der Mitte, und ganz wenige schwimmen ganz weit raus. Menschen auf einem SUP-Board. Die Jogger, Radfahrer, die Elektrorollerfahrer. Dahinten sind richtige Surfer. Das Meer glitzert. So schön, die Wellenbewegungen, ganz sanft. Die Geräusche von Flip Flops. Das Panorama der Stadt. Ein bisschen anstrengend, die Autos auf der Promenade. Sonne, der Himmel in verschiedenen Hellblautönen bis zu Weiß. Das Meer, noch nicht Azurblau, sondern Hellblau, an manchen Stellen vielleicht Blau, aber dieses Türkis-Azur, das kommt erst zum Nachmittag.
Tag 3421 / Ich hatte echt Glück: Keiner hat geraucht
Keiner hat Alkohol getrunken. Bis auf die Familie aus Skandinavien hat kaum einer geredet. Das war ne gute Stelle zum Wassereinstieg. Ich habe Fische gesehen, das erste Mal hier. Glückliche Momente, kaum Panik.
Tag 3420 / Une carafe d'eau avec vue sur la plage