Worte als Nocebos
Sätze wie "Das tut jetzt weh" oder "Sie sind ein Risikopatient" können Patienten verunsichern, im schlimmsten Fall Symptome hervorrufen oder gar töten. Insbesondere ängstliche Menschen sind anfällig für die "Nocebo"-Wirkung ärztlicher Worten. (Im Gegensatz zur positiven Wirkung von Placebos).
Als Konsequenz wird von Ärzten mehr Fingerspitzengefühl in der Gesprächsführung verlangt. "Manchmal ist es besser, dass Ärzte gar nichts sagen, statt den fragilen Gemütszustand, in dem sich viele Patienten ohnehin befinden, weiter zu erschüttern," so das Fazit in der Süddeutschen Zeitung.
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Kommunikation machen immer zwei und der Kontext spielt auch eine Rolle. Also nicht nur Ärzte (ergänze: Chefinnen, Beamte, Lehrer,...) müssen in ihrer Sprach-Sensibilität geschult werden, sondern auch die empfangende Seite braucht mehr Kompetenz für etwas, was ich mal "waches Zuhören" nenne. Sender und Empfänger sind wir praktisch alle, ständig. Kompetenzentwicklung in diesem Gebiet passiert leider eher zufällig.















