30.01.2021
Eine Powerbank für das Auto
Ich habe ja seit letztem Jahr mein erstes ganz eigenes Auto und bin dementsprechend mit dem ganzen Drumherum überfordert. Da ich das Auto zumindest im Pandemie-Winter noch seltener brauche als erwartet, passiert es mir jetzt, dass die Batterie leer ist und das Auto nicht anspringt. Das scheint mir kein unlösbares Problem zu sein, ist aber natürlich lästig. Da alle Nachbarn entweder nicht zu Hause sind oder kein Starterkabel haben, fahren wir mit dem großen Auto zur nächsten Autowerkstatt, um ein Starterkabel zu kaufen.
Im Laden werden erstmal meine Personaldaten aufgenommen, weil sie sonst gar nicht geöffnet haben dürften. Der Werkstattsmensch holt ein Starterkabel aus dem Regal und erklärt mir, das würde 20 Euro kosten, es gäbe aber auch praktischere Startersets, die einfach mit einem Akku funktionieren, also quasi eine Powerbank fürs Auto. Man lädt den Akku auf, verbindet ihn dann mit zwei Klemmen an der Autobatterie, macht ihn an, startet das Auto und gut. Man braucht kein zweites Auto dafür und da das Gerät auch sehr handlich ist, kann man es eigentlich auch dauerhaft im Auto lassen, wenn man nur ans Aufladen denkt. Der Spaß kostet mit 60 Euro zwar deutlich mehr, ich finde alle Argumente aber superpraktisch und auch wenn so eine Autobatterie ja nicht dauernd leerläuft, bin ich im Grunde meines Herzens ein Mensch, der gerne vorbereitet ist.
Wir nehmen also das Starterset mit Akku und fahren zum kleinen Auto, weil die Powerbank tatsächlich zu 72 Prozent aufgeladen ist. Die rote Klemme kommt an den Plus-Pol, die schwarze an den Minus-Pol, Gerät an, ich starte den Motor, Auto springt an. Mein Mann zieht die Klemmen ab und ich fahre eine Runde um den Block. Dann gehe ich erst mal mit dem Hund raus.
Als ich später mit dem Auto einkaufen fahren will, springt das Auto natürlich nicht an, die eine Runde um den Block hat nicht gereicht, um die Batterie langfristig wieder zu laden. Das habe ich mir aber schon gedacht, mache das gleiche wie eben, nur alleine, Auto springt an und ich fahre los. Jetzt fühle ich mich schon fast wie eine richtige Automechanikerin, wie viel mehr muss man schon wissen müssen? Die nächsten Fahrten klappen alle problemlos.
Später gibt eine Nachbarin noch mal Bescheid, dass ihr Freund ihr von unseren Problemen berichtete und sie wirklich kein Starterkabel hätten. Schon erledigt, schreibe ich zurück, wir haben jetzt eins, also, falls sie mal eins brauchen, können sie einfach zu uns kommen.
(Anne Schüßler)











