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Who’s winning today?? Outside or inside? The elements or me? Global development or individual contribution? There or here? …#obviously the heat has gotten to me. Can’t wait for July! 😂🔥 #stilllovingit #turnitup #hellsummit #immelting #itsgettinghotinhere #hotyogatime #sanjosesummer (at Downtown San Jose) https://www.instagram.com/p/CQUa-byjjpj/?utm_medium=tumblr
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when you take your youngest daughter on a bike ride to her new college. And then remember you're almost 50, and she's almost 19. #pooped #wipedout #itainteasybeingthiscool #ugh #stilllovingit (at Ferris State University Grand Rapids MI)
Eine pittoreske Zugfahrt inklusive Menschenstudien, unvergessliches Couchsurfen und einige Eindrücke aus Cusco.
Die Busfahrt von Arequipa nach Puno war die bisher unangenehmste und zwar aus folgenden, allen ungefähr gleich schlimmen, Gründen: (1) Nach einem herrlichen Ceviche litt ich unter Magenproblemen, (2) die Toilette im Bus war defekt, (3) der dicke Nachbar erlaubte nur wenig Platz, (4) die Bremsen quietschten furchterregend, (5) der Busfahrer wäre besser Rennfahrer geworden und (6) war es im Bus mit 14° arschkalt. So kam ich etwas abgekämpft um 3 Uhr morgens in Puno an. Ich entschied noch etwas am Busbahnhof zu warten da mir um diese Zeit beim Hostel eh niemand aufmachen würde und es im Terminal zumindest einige Grad wärmer war als draussen. Schnell wurde ich von Kuli angesprochen, einem jungen, schmächtigen Venezoelaner der nur einen dünnen Pullover anhatte und richtiggehend zitterte. Es stellte sich heraus, dass er auf dem Weg zu seinem Bruder in Argentinien ist und in einigen Tagen dort sein muss um seinen Job anzufangen den dieser ihm verschafft hatte. Kuli erzählte mir auch gleich ziemlich geknickt, dass er nicht weiterfahren konnte da Puno blockiert sei. Erst da merkte ich, dass es am Terminal ungewöhnlich still war, niemand schrie herum und die Schalter der Firmen waren nicht besetzt. Ich hatte Mitleid mit Kuli, machte mir aber um meine eigene Weiterreise nur bedingt Sorgen, da diese erst am nächsten Tag anstand und ausserdem per Zug sein würde. Für Kuli kramte ich einen Faserpelz aus dem Rucksack, kaufte ihm einen heissen Kaffee und zusammen warteten wir im beinahe menschenleeren Terminal. Schon bald sprach uns ein Hippie-Argentinier mit Rastas und Gitarre an, auch er fror und zitterte. Auch ihm gab ich bis auf weiteres einen Pullover - allerdings einen der sowieso gewaschen werden musste. Nicht wegen allfälligen Vorurteilen, sondern einfach weil er wirklich stank. Der Gaucho hatte vor einiger Zeit die schönste Frau der Welt (aus Deutschland) kennengelernt und wollte unbedingt sein Englisch aufbessern, damit er das nächste Mal besser mit ihr flirten konnte. Ich bezweifelte, dass er mehr als ein Ferienflirt für sie war; gemäss seinen Aussagen lebte er auf der Strasse, von seinem Gitarrenspiel und gerne ausserhalb der "normalen Gesellschaft" wie er es bezeichnete. Nun, ich hatte Zeit und brachte ihm einige Brocken Englisch bei. Sowieso fand ich es interessant mit den beiden über ihre Leben zu sprechen; immer wieder eindrücklich wie wenig Personen hier besitzen und trotzdem positiv in die Zukunft sehen können. Kuli zeigte mir stolz seinen Computer, den er sich nach 1 Monat Arbeit in Chile kaufen konnte und der Hippie war ebenfalls begeistert und spielte bald Solitaire auf ebendiesem. Nach Sonnenaufgang gingen wir fröstelnd durch die leeren Strassen von Puno zu meinem Hostel. Während Kuli ebenfalls eincheckte, gab der Hippie mir meinen Pullover zurück und verabschiedete sich um einen guten Platz zum Gitarrespielen und Geldverdienen zu finden. Kuli legte sich schlafen während ich ausgiebig frühstückte (es gab Pancakes und Früchte!) und danach ein bisschen schrieb. Unglaublich wie absolut zuverlässig mich Essen glücklich macht. Später lief ich durch die Strassen in welchen sich mittlerweile Punos Einwoher zum Protest versammelt hatten. Es schien ziemlich friedlich zu sein, bis die Demonstranten anfingen Inhaber von noch geöffneten Geschäften und Hostels zu bedrängen und so zur Schliessung zu "bewegen". Ich sah alte Frauen die Geschäftsschilder zertrümmerten und packte meine Kamera bald ein. Einzig die Strassenhändler und Strassenküchen wurden in Ruhe gelassen.
Trotz diesem kleinen Intermezzo war es ziemlich angenehm in Puno, die Sonne schien, es gab kein Verkehr und somit auch kein lästiges Gehupe. Und bald war es Zeit für mein nächstes Ceviche. Habe ich schon erwähnt, dass ich gerne esse? Es war wie immer herrlich.
Zurück im Hostel entspannte ich mit anderen gestrandeten Touristen und dem Personal vor dem Fernseher. Wir sahen uns eine schlechte Komödie nach der anderen an und es war erstaunlich lustig. Später bezog ich mein Zimmer, wo Kuli im Bett versuchte zu schlafen und ziemlich schlecht aussah. Er fühlte sich nicht gut und ich fragte ihn, ob ich ihm in der Apotheke etwas besorgen konnte. Zuerst wollte er nicht, denn er war natürlich knapp bei Kasse, schliesslich sagte er aber ich solle ihm je 1 Pille (!) gegen Höhenkrankheit und Fieber besorgen. Ich ging los und kaufte ihm einige Pillen, denn je 1 ist ja sinnlos, sowie Wasser und Empanadas, alles in allem kostete es mich 10 Franken. Zuerst wollte er dies alles nicht als Geschenk annehmen, aber als ich darauf bestand war er sehr glücklich und enorm dankbar. Ich fühlte mich keineswegs heldenhaft, denn was sind schon 10 Franken für mich. Und erneut fand ich es ziemlich unglaublich wie glücklich man sich schätzen kann in der Schweiz geboren zu sein und niemals Hunger, Armut und in diesem Fall auch Kälte kennengelernt zu haben.
Früh verabschiedete ich mich von Kuli und wünschte ihm von Herzen nur das Beste; nachdem er die Medikamente genommen hatte wurde er sehr müde und ging zurück ins Bett. Er musste am nächsten Tag sehr früh raus um am Busbahnhof sein Glück zu versuchen. Ich wollte ihm den Faserpelz schenken, aber dafür war er dann doch zu stolz. In Argentinien werde es wärmer sein sagte er mir. Nun gut, zwingen konnte ich ihn ja nicht. Ich selbst ging etwas später schlafen, nachdem ich noch einige Zeit durch Punos Gassen geschlendert war. Natürlich gab es auch während dieser Nacht die eine obligte mühsame Person im Massenschlag. In diesem Fall war es ein alter betrunkener Asiate welcher sich einen Deut drum scherte, dass alle anderen Personen um 1 Uhr morgens evtl. kein Licht mehr im Zimmer wollten. Man könnte meinen, dass ich mich langsam an diese Situationen gewöhne, aber so ist es nicht, ich nerve mich jedesmal darüber und MUSS diese Personen auch immer zurechtweisen. Am nächsten Tag frühstückte ich ausgiebig und machte mich in Jogginghosen und ungeduscht auf zum Bahnhof für die Zugreise nach Cusco. Aufgrund des Ticketpreises ahnte ich bereits, dass ich der einzige Rucksacktourist im ganzen Zug sein würde. Wer unbedingt will kann nachsehen was es mich gekostet hat, sagen wir einfach für diesen Preis kann ich in Peru ca. zwei Wochen essen und schlafen. Ich war dennoch überrascht wie exklusiv der Zug und "nobel" seine Reisenden waren und strengte mich an, mich nicht underdressed zu fühlen.
Aber zum Glück muss ich mich gegenüber niemandem rechtfertigen, schon gar nicht gegenüber etepete-Reisenden. Die Zugfahrt war dann genau so wie ich es mir erhofft hatte. Zuerst ging es durch die Stadt, wobei sich der Zugführer permanent laut bemerkbar machte, um die Leute, Strassen und Geschäfte wenigstens für kurze Zeit von den Geleisen zu vertreiben. Ich ging zum Ende des Zuges wo es einen kleinen offenen Bereich gab und sah dem Treiben auf der Strasse zu. Einige Einheimische beäugten mich argwöhnisch und nicht gerade freundlich, wahrscheinlich im Wissen, dass hier insgesamt mindestens der Wert von einigen Jahreslöhnen vorbeifuhr. Doch die meisten, insbesondere die Kinder hatten ihre Freude am Zug und winkten mir aufgeregt zu während sie dem Zug nachrannten.
Bereits jetzt hatte ich das Gefühl, dass sich der Preis gelohnt hat und ich nahm mir vor jede Sekunde der 10stündigen Fahrt zu geniessen. Sobald wir die Stadt hinter uns gelassen hatten, bestaunte ich wieder einmal die weite Landschaft und das Steppengras. Ich liebe dieses Steppengrass einfach, es leuchtet insbesondere im Morgenlicht goldgelb und zusammen mit dem blauen Himmel und dem teilweise roten Gestein gibt es eine tolle Farbkombo ab. Ganz zu schweigen davon, dass das Gras der Landschaft sanft und im Kleinen eine gewisse Struktur einhaucht.
Eine solche Zugreise ist natürlich auch eine tolle Gelegenheit, andere Reisende zu beobachten und zu be-/verurteilen. Folgende Personen sassen in meiner näheren Umgebung: Hinter mir zwei offensichtlich sehr reiche peruanische Homosexuelle mit teuren Markenkleidern und -Uhren, welche das Personal ziemlich herablassend behandelten. Links von mir ein deutsches Pärchen, nicht allzu alt, vielleicht knapp vor vierzig. Waren eigentlich nicht komplett unsympathisch, aber er fing sofort nach der Abfahrt an auf seinem Handy Spiele zu spielen und da war er bei mir eigentlich schon unten durch. Wie kann man eine solche Zugfahrt durch atemberaubende Landschaften bezahlen und dann doch nicht zumindest für eine Weile die Aussicht geniessen? Weiter gegenüber mir ein altes deutsches Pärchen. Die Dame hatte schon so lange nicht mehr gelacht, dass ihre Mundwinkel stets streng nach unten schauten und der Herr war auch nicht gerade ein Sonnenschein. Wie sich herausstellte, ging es den beiden eigentlich nur darum, möglichst viele Fotos und Videos zu machen. Sie hatten insgesamt 3 grosse Kameras dabei und filmten und fotografierten ungefragt alles was sich ihnen in den Weg stellte. Ich bin ziemlich sicher, dass sie keinen einzigen Moment der Zugfahrt bewusst wahrgenommen haben. Kommt dazu, dass die Fotos gar nicht gut waren. Die die ich jeweils im Vorbeifahren begutachtete, benötigten definitiv kein solches Equipment. Weiter gab es das sympathische Frauen-Pärchen von irgendwo aus Skandinavien, die zwar sofot Scrabble anfingen zu spielen (wirklich, Scrabble, ich dachte das wäre ausgestorben) und die ich dementsprechend skeptisch begutachtete. Aber wenigstens teilten sie meine Abneigung gegen das später stattfindene Unterhaltungsangebot, sprachen dem Alkohol zu und lachten viel. Da waren die reichen Inder, die an allem etwas auszusetzen hatten und dem überaus zuvorkommenden Zugpersonal eine schwierige Zeit machten. Dann gab es noch das alte Pärchen aus England, von welchem mich die Dame, trotz meinen Kopfhörer in den Ohren (!) in ein Gespräch verwickelte. Sie erzählte mir wie mühsam es für sie war, dass in Puno gestreikt wurde und sie es eine Frechheit finde, dass man so die Touristen für Regierungsfehler bestrafte. Sie hätte nun schon 76 Länder bereist - ja anscheinend hatte sie gezählt - und sie hätte so etwas noch nicht erlebt. Ich versuchte noch zu entgegnen, dass solche Blockaden hier die einzige Möglichkeit des politischen Protests der Bevölkerung seien. Doch ich stiess damit auf Unverständnis und so begnügte ich mich darauf extra schlechte Fotos der beiden zu schiessen und verabschiedete mich dann höflich Richtung Toilette. Dann war es Zeit für das Unterhaltungsprogramm: Lüsterne, alte Männer beobachten gierig wie eine junge Frau "traditionelle" Tänze aufführte und schossen viele Fotos, während ihre weiblichen Begleitungen dem jungen Musiker zuzwinkerten und dem Alkohol zusprachen.
Das Gute war, es gab dazu gratis Pisco Sour und Knabberzeug. Ich nahm ein Glas und das Glas des nicht-alkohol trinkenden Deutschen neben mir gleich mit und als andere Kellner vorbeikamen, nahm ich jeweils bei jedem ein weiteres Glas. Ich hatte mir vorgenommen für den stolzen Ticketpreis alles zu konsumieren was es zu konsumieren gab. So war ich um 10 Uhr morgens bereits etwas lustig, genoss weiterhin die Landschaft und beobachtete meine Umgebung. Da ich beinahe der einzige spanischsprechende Zuggast war, mochte mich das Zugpersonal besonders und versorgte mich weiterhin grosszügig mit Knabberzeug und Getränken. Dann gab es ein wirklich gutes Mittagessen und dazu Wein (alles inkl.) und nachdem ich auch hier alles gegessen und Nachschlag bekommen hatte, schlief ich glücklich und mit leicht geöffnetem Gürtel im alten Zugsessel ein.
Nach dieser Siesta ging es nun weiter über einen 5000 Meter hohen Pass und langsam hinab Richtung Cusco. Nun fuhren wir durch kleine Dörfer in welchen die meisten Leute auf dem Feld am arbeiten waren.
Es gab dann natürlich noch mehr zu essen.
Es dämmerte bereits als wir lärmend mit dem Zug in Cusco einfuhren. Ich suchte sofort ein Café auf, denn ich brauchte Internet um meine Couchsurfergastgeberin zu kontaktieren. Ich war ziemlich (an-)gespannt, denn die Kommunikation mit ihr war schwierig und die Fotos auf ihrem Profil liessen mich über ihren Beruf nachgrübeln. War sie eine Domina oder doch eine ganz normale Sexarbeiterin wie man heute sagt?
Aber ich wollte ja nicht immer nur in meiner Komfortzone reisen und zumindest hatte sie 2/2 gute Referenzen. Nach 2 Kaffees und einem leckeren Kuchen - ja ich ass einfach noch mehr weil ich Zeit hatte und nervös war - gab sie mir endlich zu verstehen wohin ich kommen sollte. Ich bestieg ein Taxi und der Chauffeur fuhr mich, nicht ohne sich zu vergewissern, ob ich WIRKLICH in dieses Quartier wollte, in wenigen Minuten zum Ziel. Dort angekommen sah ich ein Beauty-Salon mit einer grossen Reklame und dem Konterfei meiner Gastgeberin. Schon ging auch die Türe ebendieses Salon auf und mir gegenüber stand Astrid, meine Transvestiten-Gastgeberin. Ich war kurz geschockt, denn irgendwie hatte ich auf ihren Bildern nicht erkannt, dass es ein Mann war (im Nachhinein kann man es erahnen). Aber schliesslich ist man ja ein Mann von Welt und nicht von gestern und lässt sich von so was nicht mehr als nötig aus der Ruhe bringen. So gab es das obligate Küsschen auf die Wange und ich betrat Astrid's Beauty-Salon. Es war ziemlich schmuddelig und nie im Leben hätte ich mich hier als Kunde auf das verlöcherte Ledersofa oder einen der Behandlungsstühle gesetzt. Aber als Couchsurfer will man ja in erster Linie gratis übernachten, Einheimische kennenlernen und kann keine grossen Ansprüche stellen. Trotzdem hoffte ich, dass ich ein eigenes Zimmer hatte und nicht das Bett teilen musste. Überall hingen Zeitungsberichte über Astrid aus jungen Jahren und letztendlich wäre es sicher spannend gewesen mehr aus ihrem Leben zu erfahren. Obwohl man in Peru offiziell Homosexuelle toleriert, so ist die Bevölkerung doch sehr konservativ und meist auch katholisch orientiert. Dementsprechend wird Astrid vor 20 Jahren (und auch noch heute!) eine harte Zeit gehabt haben, sich so zu geben wie sie sich eben gibt. Mich interessierte das aber alles nur bedingt bis gar nicht; ich war nur müde von der Reise, wollte mich duschen und danach (alleine!) im Bett schlafen. Es stellte sich heraus, dass Astrid etwas schwer von Begriff ist, immerhin hatten wir bereits einiges an Mitteilungen ausgestauscht und trotzdem fragte sie mich immer wieder dasselbe. Sie erzählte mir, dass sie neben dem Beautysalon auch noch ein Haus besass und ich alleine im Beautysalon bleiben konnte, dieser hatte noch ein Hinterzimmer inklusive WC und einer Küche. Mich beruhigte das fürs Erste und obwohl alles wirklich SEHR dreckig war, genoss ich die Dusche und verabschiedete mich danach möglichsts schnell ins Bett, während Astrid im Nebenraum noch weiter Fernseh schaute. Hätte das Licht im Zimmer funktioniert, hätte ich mich wahrscheinlich gleich verabschiedet. Am nächsten Morgen sah ich nämlich gleich neben dem Bett auf Kopfhöhe einen ziemlich verbrauchten Plastikdildo! Sorry Papa, aber das konnte ich jetzt nicht verschweigen...
Noch nichtsahnend versuchte ich zu schlafen, was mir aber erst gelang als ich hörte, dass Astrid gegangen war. Es gab ein Fest in Cusco und dementsprechend gab es viele Betrunkene auf den Strassen die mich nicht schlafen liessen, da das dünne Fenster direkt auf ebendiese zeigte. Alles war sehr ringhörig und wenn jemand die Nachbarstüre öffnen wollte, klang es, als würde jemand in den Beautysalon eindringen wollen. Ich wurde unruhig und machte mir allerlei Schreckensgedanken, dachte daran, dass ich enden würde wie Bruce Willys in Pulp Fiction und entschloss mich deshalb, sowohl die Hintertüre als auch die Vordertüre mit meinen eigenen Schlössern zusätzlich zu sichern. Um ca. 4 Uhr morgens wurde ich durch laute Geräusche geweckt, als eine nun etwas betrunkene Astrid versuchte in ihren eigenen Salon einzubrechen. Ich verstand nicht warum sie auftauchte und sie erwiderte nur, dass sie morgens früh mit der Arbeit beginnen wollte und deswegen gleich hier übernachten wollte. Zwar machte sie es sich auf dem Sofa bequem, doch ich machte nun kein Auge mehr zu aus Angst sie/er würde plötzlich in mein Bett kriechen. Ich stellte Dinge vor die Zimmertüre welche mich wecken sollten, falls Astrid etwaigen Gelüsten nachkommen wollte und nahm auch mein Sackmesser ins Bett, falls man etwas gegen meinen Willen mit mir anstellen wollte. Ich war definitiv paranoid geworden als langsam der Morgen dämmerte. Ich erklärte Astrid, dass ich nun einen Freund treffe und danach mit ihm ein Trekking machen wollte, bedankte mich für das Bett und die Tipps und verschwand schnellstmöglich aus ihrem Salon.
Altbewährte Mittel, sprich Kaffee und Essen, liessen mich bald über diese Nacht schmunzeln und ich bezog mein Quartier in einem kleinen Hostel mit grossartiger Aussicht auf Cusco.
Hier waren alle mega freundlich und insbesondere die vielen Hunde hatten ihre grosse Freude an mir. Zwar waren noch nicht alle ganz stubenrein, aber die Gastgebern wischten immer alles schnell weg und nach der vergangenen Nacht konnten mich ein paar "Hundegegl" nicht mehr wirklich schocken. Trotz dem nicht ganz optimalen Start war mir Cusco selbst sofort sympathisch und frisch geduscht wanderte ich bald durch die Strassen. Es herrscht eine coole Mischung aus Inkavergangenheit und den Einflüssen der spanischen Besatzung. Die Grundmauern der meisten Gebäude bestehen noch aus den Steinen der Inkazeit und es gibt viele enge Gässchen welche ebenfalls mit jahrhundetealten Steinen gepflastert sind.
Einzig etwas mühsam ist, dass man alle 3 Meter von Tourverkäufern, Massagemädchen und in meinem Fall auch Drogendealern (ich brauchte wirklich langsam einen Haarschnitt) angesprochen wird, aber das trübte meinen Eindruck keineswegs. Es hat auch Unmengen an kleinen Cafés, Restaurants und Bars mit wirklich gutem und günstigen Essen und Drinken. Und so verbrachte ich die letzten Tage auch oft einfach nur mit kulinarischen Genüssen. Unter anderem entdeckte ich einen hervorragenden Inder - der erste in Südamerika.
Ab und zu findet man auch etwas Strassenkunst und wie so oft gab es unzählige Strassenhunde, alle bis auf einen ziemlich freundlich. Ausserdem finden in Cusco im Juni ständig irgendwelche religiösen Zeremonien statt und man sieht viel farbenprächtiges.
Auch sehr cool fand ich die oft blau gefärbten Türen und Balkone der Häuser.
Ich besuchte unter anderem den Markt wo ich mir frische Kokosmilch gönnte und mich mit Früchten eindeckte. Eigentlich wollte ich dort auch billig essen, doch irgendwie haben mir der ziemlich penetrante Fleischgestank in der Nähe der Küchen, sowie die vielen Tierköpfe und die überall umherliegenden Eingeweidereste den Hunger etwas verdorben.
An einem anderem Tag ging ich die vielen nahegelegenen Inkaruinen besuchen. Ich war noch nie ein Riesenfan von Ruinen, freute mich aber über die körperliche Bewegung, denn es ging meist steil bergauf und man ist hier ja immerhin auf ca. 3500 Meter. Die Ruinen selbst waren spektakulär: Wenn man bedenkt, dass einige der verarbeiten Steine über 300 Tonnen wiegen und nur mit Manneskraft und Flaschenzügen verbaut wurden, dann ist das doch sehr eindrücklich. Aber eben, Ruinen sind tote Orte und mich interessiert das Lebendige schlicht mehr. Und wer jetzt denkt ich hätte einfach nicht genügend Infos gehabt, um die Orte wertzuschätzen, dem sei gesagt, dass ich natürlich alles darüber gelesen hatte! Das Bild unten zeigt eigentlich alles was man bei Ruinen in Peru erwarten kann: Grosse Steine, Terrassierungen und Touristen die Steine und Lamas fotografierten. Es verging nicht viel Zeit, bis ich mich wieder mehrheitlich den Pflanzen und Tieren widmete.
Hier eine alte Inkastrasse, dort einige Ruinen von oben und schlussendlich noch eine Ruine mit einem bissigen Wachhund - ich entschloss an diesem Tag, dass ich Macchu Picchu nicht besuchen werde. Ja, es ist eines der sieben Weltwunder, aber ich glaube mir würde es nicht viel bedeuten.
Nachdem ich einige Ruinen erwandert hatte, entschloss ich mich einfach noch aufs Geratewohl einige Stunden die Hänge oberhalb Cusco zu erklimmen und wurde dabei mit Einsamkeit und herrlich verschlafenen ursprünglichen Dörfern belohnt. Müde aber wie so oft happy nach solchen Ausflügen lief ich zurück in das weit hinter mir gelegene Cusco.
Abends war die Aussicht vom Hostel immer noch herrlich, auch wenn ich das Fotografieren in der Nacht einfach noch nicht richtig hinkriege.
Abschliessend noch einige weitere Eindrücke aus Cusco, inklusive 12-Stunden Happy Hour und Möglichkeiten nach Europa einzureisen...
Song a day #2 life is a rock (but the radio rolled me)...(link for Spotify playlist in bio... Still a bit short - like 2 songs now. But will be growing daily!) This song is kind of a pop tastic 70's version of we didn't start the fire... Or the major generals song from pirates of Penzance.. Also later used as the basis for McDonald's million dollar record contest in 1988 which you can find on YouTube... #songaday #pattersong #lifeisarockbuttheradiorolledme #reunion #mcdonalds #stilllovingit #spotify
Beautiful walk at the beach... #islandliving #stilllovingit