16. November 2015 Dagmar Ensch-Engel: Strom-und Gassperren verbieten, Preistreiberei beenden Die Linksfraktion sieht im neuen Rekordwert von 352.000 Stromsperren und 46 500 Gas-Sperren im letzten Jahr ein Alarmsignal. Die energiepolitische Sprecherin Dagmar Ensch-Engel erklärt: „Jeder hat ein Recht auf würdiges Wohnen, ohne Wenn und Aber. Und dazu gehört eine Versorgung mit Strom und Wärme. Es muss daher gesetzlich verboten werden, dass Unternehmer Kunden den Strom- oder Gashahn einfach abdrehen. Gleichzeitig muss die Preistreiberei bei den Strompreisen beendet werden. Dafür sind etwa eine Absenkung der Stromsteuer, eine Abschaffung des Grundpreises sowie entgeltfreie Grundkontingente nötig.“ Es sei untragbar, dass die Energiepreise seit Jahren steigen, während die Realeinkommen vieler Haushalte zurückgehen und der Stromkostenanteil im Hartz IV-Regelsatz stagniert. „So werden Energiekosten für Menschen mit schmalerem Geldbeutel unbezahlbar. Das darf nicht sein. Darum müssen die Stromkosten aus dem Hartz-Regelsatz herausgerechnet und die Kosten für Strom-und Gaspreise von Hartz-IV-Beziehern künftig in voller Höhe übernommen werden. Außerdem brauchen wir eine unabhängige Strompreis-Aufsicht."