Sub Berlin - Die Geschichte des Tresor Berlin
Der ursprüngliche Tresor war in vielerlei Hinsicht der Inbegriff des Berliner Clubs: Er befand sich in einem nicht renovierten Gewölbe unter einem ausgebombten Kaufhaus und öffnete seine Türen inmitten der allgemeinen Verwirrung und Ekstase, die über die Stadt fegte, als die Mauer fiel. Niedrige Decken, industrielles Dekor und eine allgemein unverbaute Atmosphäre schufen nicht nur für den Techno in Berlin eine beispiellose Plattform, sondern auch für die Szene, die in Detroit über den Atlantik Gestalt annimmt. Es wurde schnell zu einer zweiten Heimat für Künstler wie Juan Atkins, Jeff Mills und Blake Baxter sowie unzähligen deutschen DJs.
„Also wenn ich hier reinkomme, verlasse ich faktisch die Bundesrepublik Deutschland und ich hab‘ mein Spaß. Es ist einfach nur geil.“
‘SubBerlin’ (2008) erzählt unter der Regie von Tilmann Künzel die Geschichte des Berliner Techno-Clubs ‘Tresor’ von den Anfängen in der Zeit nach dem Mauerfall bis zu seinem Abriss im Jahr 2005, dabei enthält diese Interviews mit vielen Künstlern, die vor Ort spielten, von Atkins bis Sven Väth, wie auch jene Leute, die den Verein ins Leben gerufen haben, wie Gründer Dimitri Hegemann. Nach der Wende schien alles möglich: Niemand wusste, wem welcher Grund und Boden gehört in Ost-Berlin – schon gar nicht auf dem ehemaligen Mauerstreifen. Kulturaktivisten drangen ein in die Tresorräume des längst abgerissenen Kaufhauses Wertheim und schufen einen magischen Ort, an dem sich die Jugend aus Ost- und West-Berlin erstmals zum Feiern traf – bei einer neuen, bis dahin unbekannten Musik. ‘SubBerlin’ zeigt die Entwicklung des Techno zwischen Detroit, Berlin und dem dortigen großen Stern, wo er auf der ‘Love Parade’ endgültig zum Massenphänomen wurde. Der Film ermöglicht Zuschauern, die Techno nicht zu ihrer Lieblingsmusik zählen, interessante Einblicke in eine Szene, die meist nur als Teil einer Party- und Spaß-Generation belächelt wird. Auf dem Portobello-Film-Festival 2008 in London wurde ‘SubBerlin’ mit dem Preis für die beste Musikdokumentation ausgezeichnet.












