Sommerferien 1998 oder 1999
Die Situation an der Surfstation
In Sparkassen stehen „Surfstationen“ (ich nenne das mal so, weil ich den Namen nicht erinnere oder es vielleicht auch gar keinen Namen gab). Dort kann man seine EC-Karte einstecken und gegen die damals üblichen (vermutlich Minuten-)Gebühren im Internet surfen. Mit drei – genau wie ich in der Hoch- bis Spätphase der Pubertät steckenden – Freunden zelte ich auf Sylt. Als wir in der Sparkasse in Westerland Geld abheben wollen, werden wir auf besagte „Surfstation“ aufmerksam. Aufgrund unserer stark eingeschränkten finanziellen Mittel und dem bis dahin für uns beschränkten Nutzen des Internets, denken wir gar nicht daran, für Internetnutzung zu zahlen. Dennoch versuche ich, ob es nicht auch so funktioniert und siehe da, die Startseite einer nicht näher zu konkretisierenden Internetseite, die furchtbare Schockbilder von Unfallopfern und andere Grausamkeiten zeigt, öffnet sich auf dem Bildschirm. Nachdem das erwartbar erschreckende Startbild geladen wurde, passiert nichts mehr. Unter lautem Gekicher verlassen wir die Sparkasse und freuen uns, dass jeder Besucher beim Betreten der Filiale direkt auf den Startbildschirm guckt.
Sollte sich jemand davon belästigt gefühlt haben, tut es mir heute aufrichtig leid. Surfstationen habe ich danach nicht mehr bewusst wahrgenommen.
(bolz)


















