Ein Jahr rum
mal wieder eine Wasserstandsmeldung von der Baustelle, die eigentlich keine mehr ist: was lässt sich sagen auch einem Jahr...? Hier ein paar Gedanken:
das Gussek Haus ist hellhöhrig. Das muss man leider so feststellen. Sowohl was Geräusche im Innern angeht, z.B. zwischen den Etagen oder bei angrenzenden Zimmern, als auch was die Geräusche von außen nach innen angeht. Man kann sich relativ problemlos durch die Wand (oder Scheibe) unterhalten, z.B. wenn das Kind im Garten rumturnt.
das Gussek Haus ist energieeffizient. Der prognostizierte Gas-Abschlag fiel deutlich zu hoch aus und wir freuen uns über eine Korrektur des Abschlags fürs 2. Jahr.
das Gussek Haus ist gut geklinkert, aber wir zweifeln, ob die unterschiedliche Färbung der Fugen tatsächlich daher rührt, dass es während des Klinkerns z.T. heftig geregnet hat... mein Eindruck ist eher, dass der Mörtel nicht einheitlich angemischt wurde. Wir beobachten weiter, wie sich der Eindruck horizontaler Streifen weiter entwickelt - es dauert ja bekanntlich eine ganze Weile, bis Feuchtigkeit im Mörtel weg trocknet.... die Hoffnung stirbt zuletzt.
Ich ärgere mich beinah täglich darüber: den Rollrasen hätten wir uns sparen können und sollen. Die Hoffnung, auf diese Weise eine Unkrautfreie, ebenen, gesunde Wiese zu bekommen hat sich nicht bestätigt. Unser Rasen sieht eher schlechter aus, als die konventionell angelegten Nachbargärten. Uneben, Wald und Wiesen Kräuter, Pilze, ungleichmäßiger Wuchs - wir haben die ganze Palette abgekriegt.
Fehlplanung Zapfstelle. Iim Nachhinein hätten wir eine weitere Zapfstelle benötigt. Wir kommen zwar von der vorhandenen mit einem 30m Schlauch halbwegs an jede bepflanzte Stelle des Grundstücks - allerdings musste die Zapfstelle dafür vor das Garagentor platziert werden. Und in der Praxis stellt es sich als extrem nervig heraus, für jeden Schluck Wasser durchs Garagentor zu müssen. Beim nächsten Haus lieber eine mehr... Bis dahin muss die Regentonne herhalten.
Fehlplanung Rollladen: Wir haben Kunststoff Rollladen gewählt, um das Budget zu schonen. Ein Rolladen hatte sich jedoch verzogen und wurde getauscht - wir wählten dieses mal Alu-Rollären. Wie sich gezeigt hat, sind diese deutlich weniger laut und quietschen bei Weitem nicht so penetrant wie ihre Pendants aus Kunststoff. Diese zeigen übrigens erneut leichte Dellen - obwohl wir penibel darauf achten, diese bei Hitze nicht vollständig zu schließen, damit die Heiße Luft entweichen kann. Vermutlich noch mal ein Fall für den Kundendienst.
Fehlplanung Außenbeleuchtung: wir haben keine Außenleuchte im Bereich der Garageneinfahrt bei Gussek geordert. Diese sollte im Zuge der Stromversorgung der Garage bauseits nachgerüstet werden. Aber wie das so ist: das landet auf der langen Bank und wir stehen immer noch im Dunkeln. Wie einfach wäre es gewesen, den Anschluss gleich von Gussek verlegen zu lassen und nur die Lampe anzubringen... *seufz*
Schwierigkeit Elektroplanung: wir haben einiges richtig gemacht, aber einige Dinge sind dann am Ende doch suboptimal: wo Steckdosen unten geplant wurden, wünschte man sie sich oben. Wo sie an die Lichtschalter angrenzen, hätte man sie lieber unauffällig in Bodennähe... es bleibt ein schwieriges Unterfangen, alles mit perfekter Weitsicht zu planen. Schließlich sind Steckdosen auch nicht unbedingt schön und die Kosten läppern sich in Summe - „alles zu pflastern” ist dann auch nicht die Lösung. Allen angehenden Bauherren wünschen wir viel Glück bei der Wahl von Anzahl und Platzierung Ihrer Schalter und Dosen :)
Super – Tageslichtspot / Lichtkanal: zur Beleuchtung des fensterlosen Treppenhauses haben wir uns statt für Dachflächenfenster für einen Tageslichtspot entschieden. Das war eine super Idee und ist uneingeschränkt zu empfehlen.
Super – Erker: Lange haderten wir, ob wir einen Erker fürs Esszimmer im offenen Wohn-/Ess-/Kochbereich in die Planung aufnehmen sollen. Heute sind wir überzeugt, dass der gesamte Raum deutlich weniger Charme und praktischen Nutzen bieten würde, wäre der Erker nicht realisiert worden. Allerdings muss das Teil schon eine gewisse Größe haben, um über den Status eines adretten Stellplatzes für die Yuccapalme hinaus zu kommen. Wenn Erker, dann also lieber Klotzen als Kleckern!
Das Highlight: die Treppe ist das Schmuckstück im Haus. Aus Rücksicht aufs Budget haben wir zwar kein Eichenholz, sondern Stufen aus Buche - dennoch hat Gussek hier perfekte Arbeit abgeliefert und sie sieht toll aus. Es hat noch nie so viel Spaß gemacht Treppen zu steigen wie auf dieser Treppe :)
Setzrisse: Natürlich muss man damit rechnen, dass sich in den Ecken der Wände und an den Stößen zur Dachschräge vereinzelt Risse auftun - aber weh tut es trotzdem. Vor allem die ersten. Auch am Boden im Bereich der Türzagen und Fußleisten ist z.T. tüchtig was abgesackt. Hier und da ist auch eine Klammer im Rigips zu sehen, die sich durch das Vlies abzeichnet. Von den Schlieren und Schrammen an den Wänden (Hallo Sohn) will ich gar nicht groß reden. Wie sagte unser Maler ständig: „nach dem Bau ist vor der ersten Renovierung”. Recht hat er.










