Ist es wahr?
Ist es wahr, dass über uns gerichtet wurde? Du das Opfer, er der Richter, ich der Täter, unschuldig, unsichtbar vereint, ewig verbunden, alles was war nun fort, im Limbus verschwunden? Ich weiß es nicht. Ist es wahr, dass ich vor einer gelben Mauer stehe? Viele Wege dran vorbei, doch dieser verschlossen für mich, durch ihn, durch dich, als Befehl, als Versprechen, wird diese Mauer nochmals durch uns beide brechen? Ich weiß es nicht. Ist es wahr, dass ich den Boden sehen kann? Der Fall abrupt beendet, Zeit verschwendet, und diese unfüllbare Leere, die den Schmerz verschlingt, wird sie bleiben, wird sie gehen, wenn deine Stimme erklingt? Ich weiß es nicht. Ist es wahr, dass ich dies schreibe? Ich werd nicht gehen, meine Bleibe, sie ist hier, bei dir und ich steh genau hier, neben dir, unsichtbar, sprich mit mir! Ich weiß es nicht. Ist es wahr, dass du mich liebst? Dass du mich siehst, fliehst, am liebsten bliebst? Niemand darf urteilen, ewig fallen, Mauern erbauen, Denn nur du schenkst deine Liebe und Vertrauen. Ich weiß es.















