9.5.2017
Die Kunst, im ICE zu streamen
Als ich dieses Jahr von der re:publica nach Hause fuhr, war die Zukunft endlich da. Ich hatte nicht nur freies WLAN in der zweiten Klasse - die Verbindung war sogar so gut, dass ich auch tief in Brandenburg den Livestream der re:publica schauen konnte.
Natürlich war dies zu gut, um wahr zu sein – und lange vor Wolfsburg geriet der Stream ins Stocken und versiegte dann ganz.
Meine Lösung: Ich öffnete einfach drei Tabs.
Ein re:publica-Video vom Vortag, eins mit dem Livestream und eins mit den neuesten Abenteuern von Stephen Colbert und John Oliver. Wann immer einer der Streams stoppte, wechselte ich zum nächsten Tab.
Denn schon bald war die Verbindung wieder da und der YouTube-Cache konnte sich von neuem füllen. Während meine Mitreisenden von einem Dauertelefonierer genervt wurden, musste ich meine physische Existenz kaum zur Kenntnis nehmen.
Hallo Zukunft.
Hallo Internet.
Hallo Bahn.
(Torsten Kleinz)















