Ich gebe zu dass ich bei Romance sehr kritisch bin. Und ich bin kein großer Fan davon wenn eine Frau ihre Träume und ihre Zukunft für einen Mann aufgibt. Dasselbe gilt auch wenn sehr viele Sexszenen (bzw. Sexstellen oder Sex Passagen) vorhanden sind. Und ich muss auch sagen, dass dies mein erster Roman von Simona Ahrnstedt ist. Aber ich hatte sehr viele Probleme mit diesen Roman. Zum einen gab es für mich persönlich, wie ich bereits angedeutet hatte, zu viele Sexstellen und zu wenig Story. Und die Story die dieser Roman hatte war mir persönlich zu lasch und zu unrealistisch.
Ich hätte mir gewünscht wenn sich die beiden Hauptprotagonisten mehr Zeit zum Kennenlernen genommen hätten, bevor sie sich gleich verlieben und dann in die Kiste springen. Schließlich hatten beide kurz vorher eine Trennung hinter sich und hatten beide ihre eigenen Probleme gehabt.
Es hat mich auch sehr gestört dass die beiden sehr früh zu Beginn schon damit begonnen haben nur noch an den anderen zu denken. Immer wenn sie sich sahen, haben sie daran gedacht wie heiß der andere war. Das fand ich etwas übertrieben und nicht realitätsgetreu. Thor ist ein hart arbeitender Bauer und alleinerziehender Vater und Stella eine selbstständige Frau, die sich erstmal wieder im Leben zurechtfinden muss. Da hat man auch andere Gedanken.
Wie ihr schon merkt, bin ich mehr ein Fan davon wenn man sich erst kennenlernt, man vielleicht schon Sympathie und Chemie zwischen den beiden Protagonisten spürt, und sich dann erst heiße Liebe und Leidenschaft entwickelt. Und das ist hier leider nicht so…
Außerdem hätte ich es besser gefunden wenn man sich mehr auf die Geschichte, statt auf die Sexstellen fokussiert hätte. Dann könnte man sich besser in die Charaktere hineindenken und diese besser verstehen.
Die Antagonisten hier in diesen Roman waren auch viel zu eindimensional und es wäre auch interessant gewesen wenn man die Suche nach dem Vater etwas mehr thematisiert hätte bzw. wenn man der Protagonistin Stelle auf der Suche nach ihrem Vater begleitet hätte.
Und das Ende war extremst unrealistisch. Als ob man so eine unfassbare Möglichkeit, für die Stella auch noch so hart gearbeitet hatte, einfach so sausen lässt! Mir hätte das mehr gefallen wenn sie erst nach der Ausbildung zu ihm zurückgekehrt wäre. Oder wenn sie erstmal eine Fernbeziehung geführt hätten! Schließlich lebt man ja im 21. Jahrhundert.
Aber wie schon gesagt, ich mag es nicht wenn die Frau alles für den Mann stehen und liegen lässt…
Mir ist schon klar, dass sie sich für das entschieden hat was sie glücklich gemacht hat, aber mir ist das alles zu unrealistisch und unwirklich gewesen.