Problembasiertes Lernen
Wie wir nun erfahren haben, gibt es viele Möglichkeiten, Medien im Unterricht einzusetzen. Und dadurch ist auch eine neue Ansicht auf das Lernen entstanden. Allgemein ist der Begriff „Problembasiertes Lernen“ entstanden, der es den Lernenden erleichtern oder sie dabei unterstützen soll, Wissen aufzunehmen. Es gibt einige einzelne Inhalte, die dazu beitragen können:
Lernen mit Hypermedia: Im Gegensatz zum herkömmlichen Buch können Hyperlinks eingebaut werden, um das Lernen interaktiver zu gestalten. Der Lernende hat hier die Auswahl, womit er sich tiefergehend beschäftigen möchte und wird durch passende Hyperlinks weitergeleitet.
Lernen mit Multimedia: Damit ist gemeint, dass es heute möglich ist, Medien wie Videoclips, Audioaufzeichnungen und Animationen in Dokumente einzubinden. Der Lernende kann problemlos nach seinen Wollen, Unterbrechungen oder Wiederholungen einlegen.
Lernen mit Simulationen: Wie der Name schon sagt, soll etwas simuliert werden, z.B. welchen Einfluss ein umweltbelastender Stoff auf das Ökosystem hat. Die Simulationen bieten eine wunderbare Grundlage, etwas zu veranschaulichen und der Lernende kann dabei eingreifen, lernt, welche Folgen sein Eingreifen hat und sich dadurch verbessern.
Es gibt weitere Inhalte, wie die Gestaltung spezifischer computerunterstützter oder computerbasierter Lernumgebungen, kollaboratives Lernen mittels computervermittelter Kommunikation, das Mobile Lernen und das Blended Learning.
Das Blended Learning, auf Deutsch integriertes Lernen, soll diese verschiedenen Möglichkeiten mit neuen Medien verschweissen. Die Idee ist es, traditionellen Unterricht mit eLearning zu verbinden.
Diese Methode ist auch ein Teil des Problembasierten Lernens. Dies wurde das erste Mal in den sechziger Jahren an der McMaster-University im Medizin-Studium angewendet. Auslöser dafür war, dass gerade im medizinischen Bereich ein Frontalunterricht schön und gut ist, man aber wenig Zeit und Möglichkeiten hat, das erworbene Wissen auf alltägliche Probleme und Anforderungen zu transferieren. Deshalb hat man Kleingruppen gebildet, in der jedes Individuum sich und seine Bedürfnisse einbringen konnte. Das Ziel ist es, ähnlich wie bei dem Lernen mit Hypermedien, ein selbstbestimmtes und entdeckendes Lernen zu erzielen. Ein Tutor steht dabei zur Seite, der diese Unterhaltungen leitet und betreut. Mit dem Einbezug der heutigen Medien, ist es möglich, dieses Lernen mit diversen eLearning Möglichkeiten zu unterlegen, es wird aber als wichtig beschrieben, in bestimmten Rhythmen doch ein persönliches Treffen der Teilnehmer einzuberufen, da dies eine wichtige Grundlage für den Austausch ist.
Das alles sind meiner Meinung nach wunderbare Möglichkeiten, jeden Einzelnen zu fördern. Es ist schön zu sehen, dass es Menschen gibt, die in neuen Medien nicht nur eine Gefahr sehen und diese zu pädagogisch wertvollen Inhalten verwerten.
Quelle: Jörg Zumbach: Lernen mit neuen Medien










