Nordosten & Westen #uswahl #uswahl2016 (hier: Südring)

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Nordosten & Westen #uswahl #uswahl2016 (hier: Südring)
This is not a ... #miracle #election2016 #uswahl2016 #trump #usa #president #potus #davidbowie #song #lyrics #urbanpoetry #berlin #wien #köln #hamburg #frankfurt #washington #zürich (hier: United States)
Niemals vergessen – ein Kommentar unter anderem zum Ausgang der US-Wahl 2016 | Never forget – A comment on, among other things, the results of the presidential election in the USA 2016
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Make America change again
Make America change again Amerika hat gewählt. Der Rest der Welt ist empört. Ich kenne Trump nicht. Ich kenne nur das Bild, das die Medien von ihm zeichnen, das Bild, das er vielleicht von sich gezeichnet sehen will. Vor den Wahlen wurde oft gesagt, dass Trump gegen Clinton wie Pest gegen Cholera sei. Viele haben nicht Trump gewählt, sondern Clinton NICHT gewählt und es sagt sehr viel über den Zustand eines Landes und der Stimmung in der Bevölkerung aus, wenn Trump als die bessere Wahl erscheint. Wir, als Außenstehende, sehen nur einen rassistischen, sexistischen, verrückten und mehr als egozentrischen alten, weißen Mann, der fernab aller rationaler Argumente und Fakten lauthals schreit, was die Leute hören wollen. Was wir weniger sehen, sind die Lebensverhältnisse vieler Amerikaner, die ihren Glauben an die regierende Obrigkeit längst verloren haben. Trump bedeutet Änderung. Für die westliche Welt wird es wahrscheinlich keine gute Änderung sein, aber genauso wenig wie wir über die Lebensverhältnisse vieler Amerikaner wissen, wissen sie über unsere. Was schert es einen Bergarbeiter aus West Verginia, mit einer Schrotflinte im Anschlag, was der Rest der Welt von Donald Trump hält? Er sieht wie ein erfolgreicher Geschäftsmann im Fernsehen sagt, dass er Amerika wieder „great“ machen will und er sieht die Alternative, Hillary Clinton, und kann 2+2 zusammenzählen: Wenn er sie wählt, bleibt alles wie es ist. In der Wahlnacht habe ich im ZDF ein Interview gesehen. Eine Reporterin stand vor einem geschlossenen Wahllokal und befragte eine Amerikanerin, die vollkommen fassungslos, den Tränen nahe mit ihrem Ausweis vor der Brust wedelnd sich darüber beklagte, dass sie nicht wählte durfte, weil sie nicht in dem Bezirk registriert war, wo sie wählen wollte. Sie flennte ins Mikrophon, dass sie einen Unterschied ausmachen wolle, dass sie ihrer 9-jährigen Tochter eine Zukunft bieten möchte, in einem Land, das lebenswert ist. Ich war sehr irritiert und verwundert über die Inbrunst, Verzweiflung und Angst dieser Frau. Es ist nur eine Stimme, dachte ich. Was macht schon eine Stimme aus? Ich weiß auch nicht, ob sie für Clinton oder für Trump stimmen wollte, aber allein schon ihr emotionaler Zustand machte deutlich, wie schrecklich ihr das Gegenteil ihres Wahlwunsches erschien. Dann wurden zwei Trump-Wähler, eine Frau und ein Mann, interviewt. Beide in pompöser USA-Montur, überall mit US-Fahnen behangen und die Nationalfarben ins Gesicht geschmiert verkündete die Frau, dass sie Trump gewählt hätte, um es denen da oben zu zeigen. Als der Reporter den Mann fragte, wieso er Trump gewählt hat, verkündete er: „Hillary Clinton ist eine korrupte und käufliche Politikerin. Trump ist ein ehrlicher, arbeitender Mann.“ Trumpf weiß, wie Medien funktionieren. Er weiß, was er sagen muss, um im Gespräch zu bleiben. Er war im letzten Jahr weltweit präsent. Beinah täglich. Michael Moore sagte, dass wenn die Amerikaner von zu Hause aus wählen dürften, von der X-Box oder von der Playstation aus, Hillary Clinton gewonnen hätte. Aber die meisten haben nicht die Motivation, wählen zu gehen: „People have to leave the house and get in line to vote. And if they live in poor, Black or Hispanic neighborhoods, they not only have a longer line to wait in, everything is being done to literally stop them from casting a ballot. So in most elections it’s hard to get even 50% to turn out to vote. And therein lies the problem for November – who is going to have the most motivated, most inspired voters show up to vote? You know the answer to this question. Who’s the candidate with the most rabid supporters? Whose crazed fans are going to be up at 5 AM on Election Day, kicking ass all day long, all the way until the last polling place has closed, making sure every Tom, Dick and Harry (and Bob and Joe and Billy Bob and Billy Joe and Billy Bob Joe) has cast his ballot? That’s right. That’s the high level of danger we’re in. And don’t fool yourself — no amount of compelling Hillary TV ads, or outfacting him in the debates or Libertarians siphoning votes away from Trump is going to stop his mojo.“ Übertragen wir das Szenario auf Deutschland. Ach, wir müssen es gar nicht übertragen – es ist schon längst hier. Wir wettern gegen die Wutbürger und machen uns kollektiv über AFD-Wähler lustig. Böhmermann und Welke bespaßen die Massen und alle denken: Ja, so blöd kann doch keiner sein. Die Deppen von der AFD werden sich schon von alleine auflösen. Und am Ende sind es die Deppen, die Deppen wählen, weil ihre Wählerschaft motiviert ist, weil sie aus Überzeugung wählt und nicht nur, weil man irgendwann mal in der Schule gelernt hat, dass es wichtig ist zu wählen. Im Grunde ist es in Deutschland nicht viel anders als in den USA. Vielen erscheint die Wahl zwischen Merkel und Petry wie eine Wahl zwischen Pest und Cholera und viele wählen Petry, weil sie Merkel nicht wählen wollen. Ja, in Deutschland gibt es mehr als nur zwei Wahlmöglichkeiten. Theoretisch. Praktisch sieht es aber für den einfachen Bierbrauer in Gravesmühlen und Jamel anders aus: Alternative für Deutschland oder Status quo. Und es muss gar nicht irgendein dummer Bauer sein. Immer mehr „gebildete“ Menschen verrohen politisch. Sie interessieren sich nicht mehr dafür, was „die da oben“ machen. Viele Stimmen werden jetzt laut, dass sich etwas ändern muss, dass die Leute aufstehen sollen, um den Weltuntergang zu verhindern. Viele werden posten, viele werden twittern, sich empören und schreien. Aber nur am Laptop und Smartphone. Volker Pispers hat mal gesagt, dass unserer Gesellschaft nichts anderes als Amerika in einer Vorstufe ist. In 20 Jahren herrschen bei uns amerikanische Verhältnisse. Mit Trump als Präsident vielleicht sogar schneller. Ich kenne Trump nicht. Ich kenne nur das Bild, das die Medien von ihm zeichnen, das Bild, das er vielleicht von sich gezeichnet sehen will. Ich weiß nicht, was er in den nächsten vier Jahren vorhat. Aber eines ist sicher: Es wird sich vieles ändern.
Schönen #WriterWednesday euch allen - trotz des resultats bei der #USWahl2016. 😉 Der Titel vom #Buch "Die Welt des Horrors" von #stephenking fasst die Situation ja eigentlich ganz gut zusammen. *lol* 😈 Ich wünsche euch dennoch einen wunderbaren, kreativen #Mittwoch. 😊 #lesen #book #bookish #bookstagram #booksofinstagram #instabooks #ilovebooks #readersofig #reader #ww #electionday #lol #bücher #books #bookloversunite
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