„So lange wir nichts tun, kann auch nichts passieren.“
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„So lange wir nichts tun, kann auch nichts passieren.“
Mensch zu sein bedeutet allem Anschein nach, die Augen zu verschließen und das richtige Leben im Falschen zumindest zu versuchen.
Friedemann Karig: "Was ihr wollt", S.95
Ich versuchte sie zu halten
In den stürmischen Wogen des Lebens gibt es Momente, die uns besonders prägen – Augenblicke, in denen wir verzweifelt versuchen, etwas oder jemanden festzuhalten, von dem wir glauben, dass unser Leben ohne sie unvollständig wäre. „Ich versuchte sie zu halten“ ist mehr als nur eine Aussage. Es ist ein Ausdruck tiefster menschlicher Sehnsucht, Schmerz und Hoffnung. Es sind diese Momente, in denen wir alles geben, um einen geliebten Menschen zu bewahren – sei es eine Beziehung, die uns einmal glückliche Stunden beschert hat, oder eine Freundschaft, die uns in schwierigen Zeiten Halt gegeben hat. Wir klammern uns an die Erinnerungen, die uns einst mit Freude erfüllten, und hoffen, dass wir durch unseren unermüdlichen Einsatz das Unausweichliche aufhalten können. Doch oft ist es so, dass wir nicht nur gegen die Zeit und Umstände kämpfen, sondern auch gegen unsere eigenen Ängste und Unsicherheiten. Wir möchten die Kontrolle behalten, obwohl wir tief in uns wissen, dass einige Dinge einfach nicht in unserer Macht stehen.
Das Verlangen, etwas oder jemanden festzuhalten, kann so stark sein, dass es uns fast das Herz zerreißt. Die Bemühungen, sie zu halten, können uns sowohl in den schönsten als auch in den schmerzlichsten Erinnerungen festhalten. In den schönen Momenten ist es der Wunsch, diese Gefühle für immer zu bewahren, und in den schmerzlichen Momenten ist es der verzweifelte Versuch, die Vergangenheit zurückzuholen, die uns Trost gespendet hat. Trotz unserer Bemühungen und unserer unermüdlichen Anstrengungen bleibt oft nur die Erkenntnis, dass das Festhalten an der Vergangenheit uns nicht weiterbringt. Wir erkennen, dass wir die Realität akzeptieren müssen, so schmerzhaft sie auch sein mag.
Das Loslassen ist nicht nur ein Akt des Aufgebens, sondern ein Schritt in Richtung Selbstheilung und Akzeptanz. „Ich versuchte sie zu halten“ ist ein Zeugnis unseres menschlichen Drangs nach Beständigkeit und Sicherheit. Es ist eine ehrliche Reflexion über die Komplexität unserer Beziehungen und die Schwierigkeit, sich von etwas zu trennen, das uns einst so viel bedeutete. Es ist eine Erinnerung daran, dass das Streben nach etwas oder jemandem, der uns am Herzen liegt, eine bedeutende und oft schmerzhafte Reise ist – eine Reise, die uns letztlich zu einer tieferen Erkenntnis über uns selbst und unser Leben führt.
In diesen Momenten des Versuchs, festzuhalten, können wir lernen, dass wahre Stärke nicht nur im Festhalten liegt, sondern auch im Loslassen und dem Mut, weiterzugehen, auch wenn der Weg ungewiss ist. Es ist die Erkenntnis, dass das Leben nicht immer die Stabilität bietet, die wir uns wünschen, aber dass wir immer noch die Fähigkeit haben, uns neu zu orientieren und aus den Erfahrungen, die uns geprägt haben, zu wachsen.
Ich weiß, dass ich mich zurück ziehe wenn es mir nicht gut geht. Ich versuche oft, mich zu öffnen doch bei dem Versuch meine Gefühle nieder zu schreiben.... Kommt nichts sinnvolles bei rum. Ich bin eigentlich ziemlich wortgewandt doch sobald es um meine Emotionen geht.... sind mir alle Worte entfallen. Statt mich zu öffnen und zu erzählen was ich fühle werde ich also kalt, abweisend und distanziert - genau das Gegenteil von dem was ich wollte.
Warum bin ich so unfähig?
Jedes Mal der selbe Prozess:
Miserabel scheitern im Versuch Liebe zu finden,
Kontrolle über Gefühle verlieren,
von Selbstzweifel zerfressen lassen,
in einen Zustand der Ohnmacht fallen
um am Ende nicht zu wissen wozu,wofür, wohin mit einem selbst.
Die Psychologie ist schon deshalb zum Scheitern verurteilt, weil wir den absurden Versuch unternehmen, unser Gehirn mit unserem Gehirn verstehen zu wollen.
Flugangst 7A von Sebastian Fitzek
Wenn man nicht auf sein Herz hört wird man es immer bereuen
„Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es verdammt gut werden könnte.“