Kino am Naschmarkt – mit dabei: 6 Kurzfilme von VIS
© Kino am Naschmarkt
Es gibt kaum etwas Besseres als sich an einem Freitagabend mit Freunden zu treffen, sich mit einer Decke auf einem Parkplatz breit zu machen, Bier zu trinken und sich mit Kopfhörern einen Film anzuschauen, welcher an eine Hausmauer projiziert wird.
Nachdem wir 50 Minuten in der Schlange standen, waren wir erstmal froh noch einige der letzten Kopfhörer ergattert zu haben. Der Ansturm an Leuten, welche gratis Filme zu sehen bekommen wollten, war unerwartet groß, was auch der Grund dafür war, dass schlussendlich zu wenig Kopfhörer angeboten werden konnten. So hatten zahlreiche Besucher das gewollte oder auch nicht gewollte Vergnügen sich nette Stummfilme anzuschauen.
Erst als ich in der Warteschlange stand, warf ich einen genaueren Blick auf das Programm des Filmabends. Sehr überrascht und zugleich erfreut war ich, als ich sah, dass, vor dem Beginn des in schwarz-weiß gedrehten Hauptfilmes „Oh Boy“, eine Stunde lang Kurzfilme von Vienna Independent Shorts gezeigt werden. Somit stieg mein Enthusiasmus mir mit Freunden einen netten Filmabend im Freien zu machen umso mehr.
Die gezeigten Kurzfilme waren:
The Living Room (Roderick Hietbrink)
Tentative d’épuisement d’un lieu parisien (Yann Chapotel)
Mur (Andra Tévy)
Muto (Blu)
Superunit (Teresa Czepiec)
Then I’ll Go & Earn Some Money (Christoph Schwarz)
Mit meiner VIS-Stofftasche ausgestattet, fühlte ich mich während des Kurzfilm-Schauens schon fast wieder in die VIS-Festivalzeit zurückversetzt.
Als schließlich, während einer kurzen Pause, meine Blicke durch die Menschenmenge schwirrten, sah ich hinter mir ein bekanntes Gesicht. Daniel Ebner, der Künstlerische Leiter des VIS saß mit einigen Freunden neben uns. Mein Grinsen im Gesicht war somit komplett. Nun kamen auch meine Freunde nicht mehr davon sich mein endloses Schwärmen über das Kurzfilmfestival und die gestrigen Zufälle anzuhören.











