Spät aber doch: DIE GEWINNER DES VIS-FESTIVALS
VIS PREISVERLEIHUNG © Rafael Maria Remigius Ried
Fast wurden sie im Trubel des Aufräumens und der Nacharbeiten ganz vergessen, jedoch sind sie eindeutig erwähnenswert!! Da es verschiedene Sparten und einige Gewinner gab, möchte ich euch jetzt nicht einfach und trocken alle auflisten, sondern erzähle ich euch lieber noch ein bisschen zu zwei der gezeigten Filme. Für die komplette Liste der Gewinner wäre hier der Link: https://www.viennashorts.com/nc/news/artikel/date/2015/05/31/die-preistraegerinnen-2015/
Der Gewinner der Sparte „Bester Österreichischer Newcomer“ war der Kurzfilm „List do Polski“ unter der Regie von Jola Wieczorek und wurde ausgezeichnet mit VIENNA SHORT FILM AWARD 2015. Ein Film der mit Sicherheit den Preis verdient hat. Der Zuschauer wird gefesselt und direkt in die Handlung miteinbezogen. Man hört eigentlich während des ganzen Filmes eine Frau, Jola, erzählen und eher begleitend sieht man bewegte Bilder, die aussehen als kämen sie noch von einer sehr alten Videokamera. Jola spricht dich bereits schon ganz zu Beginn direkt an und im Laufe der Handlung kann man erahnen, dass sich ihre Worte an ihre Schwester richten, mit der sie schon seit einer längeren Zeit nicht mehr in Kontakt steht. Jola schwelgt in Erinnerungen und erzählt von ihrem jetzigen Leben. Auch die Kameraführung und die Hintergrundgeräusche passen perfekt zu der Geschichte. Wenn sich die Erzählung ändert, oder Jola sich an etwas anderes erinnert wird dies durch ein immer wackelnder werdendes Bild dargestellt bis irgendwann einfach beispielsweise in den Himmel gefilmt wird und man gespannt darauf wartet von welcher Szene man als nächstens überrascht wird. Die Geräuschkulisse hängt auch ganz von den Erzählungen ab. Wenn die Rede vom Herbst ist, hört man die raschelnden Blätter im Wald usw. Diese Geräusche sind jedoch nicht so intensiv, dass sie sofort auffallen, sondern genau so laut, dass man sie nicht direkt wahrnimmt, jedoch das Gefühl bekommt genau dort zu sein. Ein Film durch den du denkst, selbst dabei gewesen zu sein.
Ein etwas anderer Gewinner wäre der Kurzfilm „Mafi Kharaba“. Der Film von Nicola von Leffern und Jakob Carl Sauer wurde mit dem Jurypreis ausgezeichnet und wurde NIGHT OF THE LIGHT 2015. Dieser Film wurde extra für diesen Kurzfilmwettbewerb gedreht und entstand in Zusammenarbeit mit Wien Energie. Diese Information scheint zunächst vielleicht nicht ganz so erwähnenswert zu sein, jedoch ändert sich diese Meinung nachdem man den 4-minütigen Film gesehen hat. Es wird nämlich in einer ganz kurzen Dokumentation beschrieben, wie die „Stromsituation“ in Syrien aussieht. Nämlich ganz und gar nicht so wie bei uns. Und das Bewundernswerte daran ist, dass die Menschen trotz der Situation, dass sie gerade mal ein paar Stunden täglich Strom besitzen, glücklicher sind als bei uns. Na, neugierig geworden? Schaut es euch an. Sehr interessant und vier Minuten hat man doch immer übrig, nicht war?







