Seit August 2023
Das schlechte Gewissen duscht jetzt mit
Neulich hat mich interessiert, wie viel Wasser man eigentlich beim Duschen verbraucht. Immerhin wurde ja im vergangenen Winter angeregt, man solle mit warmem Wasser sparsam sein, und angesichts in naher Zukunft vielleicht bevorstehender Wasserknappheit auch mit kaltem Wasser. Ich googelte etwas, was aber unbefriedigend war. Zwischen 20 und 120 Litern lagen grob zusammengefasst die Ergebnisse. Auch die Durchflussmenge pro Minute ergab wenig hilfreiche Bandbreiten. Also dachte ich, dann muss man das eben messen. Als nächstes suchte ich also nach einem Durchflussmengenmesser für Duschen. Überwiegend fand ich Duschwasserthermometer, aber irgendwann auch das gewünschte Gerät. Das kann sogar beides: Durchflussmenge und Temperatur anzeigen.
Auf der Webseite eines Baumarkts werde ich fündig und erfahre auch, dass man das Produkt in einer Berliner Filiale kaufen kann. Dass der ausgeschilderte Preis 7 Euro höher war als online und ich das Produkt tatsächlich zum Online-Preis bekomme, ist eine andere Geschichte.
Duschwassserdurchflussmengenmesser
Ich baue den Durchflussmengenmesser an. Erst mal ist alles furchtbar undicht. Nachdem ich die Dichtringe sinnvoller verteilt und außerdem einen Durchflussmengenbegrenzer entfernt habe, funktioniert es so, wie ich mir das vorstelle.
Beim nächsten Duschbad wundere ich mich dann ganz schön, wie viel Wasser durch die Leitung rauscht. Jedenfalls ist es aus meiner Sicht schon eine Challenge, weniger als 20 Liter zu verbrauchen. Dreht man das Wasser stärker auf, macht das Ding zudem ein gar nicht so schönes sirrendes Geräusch, dass einen davon abhält, das Wasser ungebremst auf einen hernieder prasseln zu lassen.
Zählender Duschwassserdurchflussmengenmesser
Ich bin gespannt, wie lange das Ding funktioniert. Was auch noch aussteht: Mal einen Eimer Wasser volllaufen lassen und schauen, ob das Teil überhaupt einigermaßen richtig anzeigt. Immerhin die Temperatur scheint zu passen. Interessant ist noch, dass das Teil (angeblich, wer weiß ...) ohne Batterie funktioniert, weil der für die Sensorik und Anzeige erforderliche Strom durch das Teil selbst erzeugt wird. Es muss also eine kleine Turbine oder so eingebaut sein. Jedenfalls wird die Anzeige heller, wenn man das Wasser stärker aufdreht und fängt sofort bei Null wieder an, wenn man das Wasser auch nur kurz abgedreht hat.
(Markus Winninghoff)









