Weihnachten
So richtig Weihnachten, wie ich es gewohnt bin, ist hier erst am 25. Dezember. Am 24. Dezember haben wir nichts besonderes gemacht. Meine Gastmutter hat angefangen das Weihnachtsessen, also den Braten und Truthahn vorzubereiten. Der Truthahn wird hier mit einer Semmelbrösel-Füllung gefüllt, die man dann dazu isst. DAs Rezept ist leider ein Familiengeheimnis. Nachmittags haben wir ein Gläschen Glühwein getrunken mit Stollen, den Omi uns geschickt hatte. Um 8 Uhr Abends sind wir dann in die Kirche gegangen. Anlässlich Weihnachten gab es einen Gottesdienst um 8 Uhr, um Mitternacht, am Morgen des 25. Dezembers und Mittags am 25. Dezember. Als wir vom Gottesdienst zurück gekommen sind haben wir noch ein bisschen geredet, einen Weihnachtsfilm geguckt und sind ins Bett gegangen. Sobald wir in unsere Zimmer gegangen sind, war es uns nicht mehr erlaubt sie zu verlassen bis 7 Uhr morgens, weil wir Santa stören könnten und dann verschwinden alle unsere Geschenke.
Am 25. Dezember:
Um 8 Uhr war es auf einmal mega laut im Flur und alle wurden geweckt. An meiner Tür und der von meinen Gastschwestern hingen mega große Socken, mit Geschenken drinnen (Zweite Reihe, Erstes Bild). Auf meiner Socke steht Nollaig drauf, das ist Irisch für Weihnachten. Dort waren schon einige Kleinigkeiten und Süßigkeiten drin. Als wir dann aber direkt danach ins Wohnzimmer gegangen sind haben wir jeder einen Sack mit noch mehr (unverpackten) Geschenken gefunden. Ich habe einen „Kevin the Carrot“ bekommen, mehrere Bücher und noch viel mehr tolle Sachen. Nachdem meine Gastschwestern und ich unsere Säcke ausgepackt hatten wurde, wie jedes Jahr bei meiner Gastfamilie, „The Christmas carol“ von „The muppets“ angemacht. Mein Gastvater hat uns allen dann unser Frühstück gegeben und meine Gastschwester hat noch ein Nickerchen gemacht.
Danach kam langsam die Familie, also die Mutter meiner Gastmutter und die Schwester meiner Gastmutter mit ihren Kindern. Meine Gastmutter und -tante haben das restliche Weihnachtsessen zubereitet, während wir anderen im Wohnzimmer saßen und gequatscht haben. Als das essen fertig war haben wir alle gegen 16 Uhr gegessen. Erst dann wurden die mitgebrachten Geschenke und die eingepackten unterm Weihnachtsbaum ausgepackt. Das war ein riesiges durcheinander, aber es wurde viel gelacht und alle waren glücklich.
Später gab es noch Nachtisch, wer wollte und zwar typischen Pudding, der aber eher warmes Obstbrot oder so ist und Trifle, was Früchte und Kuchenboden in Weingelee ist. Zu dem Zeitpunkt wusste ich das aber nicht und es hat einfach seltsam und abgelaufen geschmeckt. Als ich dann aber wusste was es war hat es eigentlich ganz gut geschmeckt. Außer der Pudding, davon bin ich absolut kein Fan.
Der 25. Dezember war für meine Gastmutter auch der Startzeitpunkt für unendlich viele, schnulzige Weihnachtsfilme, bei denen man sowie so schon weiß wie sie ausgehen. Meine Gastmutter ist der Überzeugung, dass es gut tut mal einfach nichts zu denken und deswegen liebt sie diese Filme so. Die Filme zusammen mit meiner Gastfamilie zugucken macht es aber ganz erträglich. :)











