Insgesamt ermittelt der Deutsche Jagdverband jährlich zwischen 200.000 und 250.000 Kollisionen mit Hirsch, Schwein oder Reh. Die Dunkelziffer liegt jedoch vermutlich 5 mal so hoch. Dabei können für seltene Arten, wie Wildkatze oder Fischotter, Wildunfälle sogar bestandsbedrohend sein. Um Konfliktstellen im Straßennetz zu entschärfen, arbeiten einige Bundesländer an der Erstellung von Wildwegeplänen. Zudem gibt es seit 2011 das Bundesprogramm Wiedervernetzung, dessen Ziel es ist, Lebensraumkorridore wieder miteinander zu verbinden. Bis heute gibt es jedoch keine bundesweite Erfassung von Wildunfällen, auf deren Grundlage Verkehrswege wildtierfreundlicher gestaltet und Unfallschwerpunkte vermieden werden könnten.