Da steht es. In einer glitzernd weiß verzauberten Winterlandschaft. Fröstelnd steht es da. Die Hände tief in den Taschen des langen Mantels vergraben. Blaugefrorene Lippen und Schneeflocken im schwarzen Haar: Das Wintermädchen.
Frierend erträgt es die Kälte der Winternacht. Mit hochgezogenen Schultern zittert es am ganzen Körper. Die Zähne klappern laut in der Stille.
Da! Was war das für ein Geräusch? Das Knirschen seiner schweren Stiefel auf dem Schnee, das der alles durchdringende Wind immer weiter von ihr fortträgt.
Er kommt, um sie zu holen. Sie ist sich unsicher, ob er sie aus ihrem See der endlosen Tränen herausziehen möchte- oder ob er ihr dabei zusehen will, wie sie darin ertrinkt. Doch seine Schritte entfernen sich wieder.
Zurück bleibt das Wintermädchen- von aller Wärme verlassen. Allein in der Kälte der Winternacht- die es mit eisigen Klauen umfasste.