Vielleicht ist Schweigen das Einzige, was ich noch kann?
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Vielleicht ist Schweigen das Einzige, was ich noch kann?
Ich verspreche, ich werde ein schöner Sonnenuntergang sein...
@plage-im-kopf HL
Still zu bleiben, obwohl es in dir schreit.
„Vielleicht warst du nur ein Kapitel. Aber eines, das ich nie vergesse.“
Namensfindung für OCs ist kacke. Hier ein paar Impulse, mit denen es vielleicht ein bisschen weniger kacke ist.
Generationstypische Namen: Es gibt nur wenige Menschen, die nach den 80er Jahren Monika oder Jürgen genannt wurden. Manche vermeintlich alten Namen erleben gerade eine Renaissance (Ida, Matilda, Theo, Jakob...), finden sich dann dafür aber seltener in den "mittleren" Generationen.
Religiöser Background: Menschen, die in (grundlegend) religiösen Familien großgeworden sind, werden auch eher darauf bezogene Namen tragen. Das sind dann z.B. vor allem bei Christen und Juden Namen, die man im alten Testament findet (Judith, Esther, Simon, Rahel, Noah, ...). Bei muslimischem Kontext ist es ein ähnliches Prinzip, viele Männer sind da nach dem Propheten Mohammed benannt in Varianten (Mohammed, Mehmet, Ahmed...). Da bin ich persönlich aber zu wenig belesen, um mehr zu sagen zu können.
"Standortbezogener" Background: Kommt die Figur tendenziell eher vom Land oder aus der Stadt? Es gibt Namen wie Bauer, Ackermann, Vogt, Müller, Volk, die man im städtischen Raum traditionell weniger findet. Da ist es dann vielleicht eher Schreiber, Schultheiß, Krämer, Rath. Das hat sich natürlich über die Jahrhunderte auch sehr vermischt, aber eine Tendenz ist oftmals noch erkennbar.
Finanzieller/sozialer Hintergrund: In der Regel sind Menschen Adeliger Abstammung auch heute noch halbwegs wohlhabend oder zumindest nicht völlig am Existenzminimum, weil sie sich über Jahrhunderte hinweg Bildung leisten und damit immer wieder eine gute Grundlage schaffen konnten. Ergo: es ist nicht unmöglich, dass der Obdachlose am Straßenrand, der gerade eine Pfandflasche aus dem Müll zieht, Franz-Ferdinand von Hohenstein zu Donnersberg heißt, aber die Chance, dass er Domplatz-Ralle heißt, weil ihn schon lange keiner mehr Ralph Waldenburger nennt, ist deutlich größer.
Geografischer Hintergrund: Aus welcher Region kommt der Charakter? Familien im Norden und aus Küstennähe (oder Flussnähe) heißen eher Fischer, Kutter, Fährmann, Fries, während Menschen aus Alpennähe tendenziell eher Huber, Schäfer, Horn, Berg etc. heißen. Auch können lokale Namen sowas wie Abstammungsnamen sein, was im Norden eher Henriksen oder Fredriksen ist, ist im Süden vielleicht eher Heinrich oder Fritz.
Diese "Regeln" gelten auch für andere Sprachen und Länder. Auch da gibt es Namen wie Miller, Smith, Visser (niederländischer Fischer)... Namen wie Groß/Klein/Lang gibt es auch in vielen Sprachen. Im Norden und Osten Europas sind Abstammungsnamen wie Eriksen, Amundsen, Gorgievska (Tochter von Georg, glaub ich), Petrova, Petrovski üblich.
Selbstgewählte Namen: Ordensleute haben oft scheinbar sehr altbackene Namen. Theobalda, Clarita, Kunigunde, Hildegard wären da Beispiele für Frauennamen, bei Männern sowas wie Matthäus, Jakobus, Albert... Auch da immer mit irgendeinem Bezug zur Schrift oder zu wichtigen Patronen. Muss allerdings nicht immer so sein! Je nach Orden behalten die Menschen auch ihren Namen.
Daran anschließend, trans Menschen wählen ihre Namen auch meistens selbst oder lassen das enge Umfeld Namen vorschlagen. Kann ein Name sein, der auf dem Deadname basiert, wenn man ein gutes Verhältnis dazu hat (Simon/Simone, Michael/Michaela, Paul/Paulina, you get the Vibe) oder aber auch etwas völlig davon abweichendes, wenn der Bezug zum "alten" Leben und die Erinnerung daran eher schmerzlich ist. Da gibt es natürlich aber kein richtig oder falsch. Ich persönlich habe einige trans Menschen kennengelernt, die sich eher ungewöhnliche, teils englische Namen ausgesucht haben.
Manchmal ist es auch einfach nicht so deep. Nicht jeder Charakter braucht eine komplexe Biografie, manchmal ist in einer Geschichte Frau Schmidt von der Post einfach nur Frau Schmidt von der Post und sie braucht keine Lore. Und wen gar nichts geht: In Deutschland heißen wirklich, wirklich viele Männer Thomas Schmidt.
Das kann man jetzt natürlich auf verschiedene nicht-europäische Kulturen ausweiten, aber auch da gelten teilweise ähnliche Prinzipien. Weitestgehend gilt das hier auch erstmal für gegenwartsorientierte Texte, aber Regeln wie das mit Land und Stadt gelten in früheren Epochen natürlich noch einmal verstärkt und sind theoretisch auch auf andere Welten und Realitäten übertragbar.
Viel Spaß beim Schreiben!
Nur einen Millimeter
Was weh tut ist nicht sie
die wichtiger ist
und schöner
und besser
in allem
Was weh tut bist du
der wichtiger ist
als ich
Beweg dich nur einen Millimeter
auf mich zu
Ruin
The wind carries echoes of all I've known,
the walls of home reduced to stone.
Yet from the ruins, I bear no cross,
for I am king, made lord by loss.
by Weltenasche.