Wunderschön (2022)
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Wunderschön (2022)
Went to see it yesterday - big recommendation!
06. bis 09.2017, Etappen 36 bis 39:
von Castro Urdiales nach
- Laredo (24km/ igKM 580,5) -
- Noja (15km/ igKM 595,5) -
- Güemes (15,5km/ igKM 611) -
- Santander (15km/ igKM 626)
Diese Tage muss ich zusammenfassen - es gab eine so Unmenge von Erlebnissen und Eindrücken, dass ich nur eine Kurzversion davon liefern kann (und selbst die wird wahrscheinlich zu lang!)
Am Abend meiner 35. Etappe haben L. und ich ja vereinbart, den nächsten Tag zusammen zu laufen. Oder wie A. sagte: „So you are now walking buddies.“ Sooo verbindlich wollte ich das erst Mal gar nicht verstanden haben - aber mal schau‘n!
Während der Etappe nach Laredo nun stellt sich heraus, dass L. und ich wirklich zu „Buddies“ taugen. Wir haben ein ähnliches Tempo, können ohne Genervtheit Rücksicht aufeinander nehmen, verlieren bei dem Regen nicht die gute Laune (es regnet an diesem Tag wirklich und richtig!), haben keine Konfliktpunkte bei der Navigation (diese Rolle hat L.) und in der Nachmittagspause haben wir denselben Bierdurst (ich halt „con Lemon“)!
Und am Ende des Tages sind wir zu dritt! In der Vormittagspause holt uns K. ein, die ebenfalls in der Herberge in Castro Urdiales übernachtete, mich so nett anlächelte bei der Begrüßung und die wir vorher an einem schönen Aussichtspunkt auf dem Weg überholen.
Als L. und ich nach dem Café con leche aus der Bar wieder aufbrechen, fragt sie, ob sie sich anschließen kann - und wann immer ich mich später umdrehe, ist K. noch da. Während L. und ich von eher kleiner Statur sind, überragt uns K. mit ihren 1,85m um mindestens 2 1/2 Köpfe - und ich liebe die Vorstellung von dem Bild, das wir drei wohl abgeben: wie die Gänschen marschieren wir hintereinander her, vorneweg wuselt L., dahinter fußle ich und hintendrein schreitet die uns überragende K.😂!
Abends treffen wir D. und A., die einen Teil der Strecke mit dem Bus gefahren sind, in Laredo in einer Herberge - wir finden die beiden in der Herberge mit der Nonne, die so komisch nach Luft schnappt, während sie unsere Pilgerausweise abstempelt und unsere Daten sorgfältig in einer Kladde notiert.
Ab diesem Abend sind wir für die nächsten Tage eine „Camino family“, wie L. uns bezeichnet:
* D. aus Israel ist mit seinen 80 Jahren unser Opa und unsere Respektsperson. Nicht, dass er Respekt einfordern würde - aber wir jüngeren sind einfach nur am Staunen, mit welcher Fitness, welchem Durchhaltevermögen und vor allem: mit welcher Unaufgeregtheit! er diesen Weg meistert und richten uns selbstverständlich nach seinen Wünschen, wenn es um Pausen oder Übernachtungsorte am Etappenziel geht.
* A. aus England, aber nach Kanada ausgewandert, ist 62 und für L. der Papa. Er ist die Seele unserer Gruppe, weiß die Dinge konsequent positiv zu betrachten, hat ein liebevolles Interesse an seinen Mitmenschen, denen er sehr wertschätzend begegnet, und hat immer Rotwein vorrätig! In seiner Umgebung zu sein, bedeutet, dass es einfach kein Problem gibt.
* L. kommt aus der tschechischen Republik, ist 36 und die Navigatorin und Dolmetscherin unserer Gruppe. Sie ist Spanien-Fan, hat schon die meisten der Jakobswege in Spanien bewandert und ist sehr glücklich, dieses Jahr wieder in Spanien sein zu können (das war ihr die zwei Jahre zuvor nicht möglich). Sie bezeichnet diesen Camino mit uns als den besten, den sie je erlebte!
* K. aus Paderborn ist mit 30 unsere Jüngste. Sie ist auf den ersten Blick einer von den stilleren Menschen und erzählt erst Mal nicht so viel. Aber stille Wasser sind tief: K. ist zwischen zwei Jobs für ca. 5(?) Monate auf Weltreise, der Camino dela Costa ist „nur“ ihre erste Station!
* Tscha - und dann noch mich: Kiki. Obwohl ich meinen Spitznamen nicht als „altersgemäß“ empfinde - hier habe ich beschlossen, mich mit dem Namen vorzustellen, mit dem ich mich auch selbst bezeichne. Ich bin hier ich!
Uns alle eint Humor, die Freude am Genuss (A. sorgt dafür, dass wir sie nie vergessen!) und an dem Leben, das wir gerade führen dürfen, und ja: auch die Dankbarkeit dafür.😍😇
Gemeinsam erleben wir die schöne Morgenstimmung an der Uferpromenade von Laredo, setzen mit der Fähre von El Puntal nach Santoña über und kraxeln über den Berg zum Strand von Noja runter (das war richtig steil! Wir gestanden uns später ein, dass wir fast alle Angst hatten - außer D., den ich nur lächeln sah und K., die hinter ihm war und sich beherzigte, was er sagte: „Man muss nur vorsichtig sein!“).
Wir wandern zur „Kultherberge“ Abuelo Peuto in Güemes, essen abends gemeinsam, trinken einiges an Wein und kommen uns als Menschen so nahe, wie ich nicht dachte, dass dies in so einer kurzen Zeit passieren kann.
Auf dem Weg von Güemes nach Santander - nachdem die ersten Morgennebel sich aufgelöst haben - verabschieden wir uns von D. Er fährt diese Strecke mit dem Bus, weil er sich Santander anschauen möchte, bevor er mit dem Fernbus nach Donostía-San Sebastián fährt, um von dort mit dem TGV nach Paris zu fahren, von wo er zurück nach Israel fliegt.
Wir anderen haben einen weiteren brillianten Tag: wundervolles Wetter, spektakuläre Ausblicke, weinseliges Picknick, barfüßiger Strandspaziergang und die Überfahrt mit einer weiteren Fähre nach Santander. Dort bringen wir A. zum Busbahnhof - er fliegt von Bilbao nach England zur Hochzeit seines Neffen. Und jetzt fließen Tränen!
Wir Mädels haben ein letztes gemeinsames „Ankomm-Bier“ und intensives Gespräch in der kleinen Pension Isabel in Santander, in der wir uns eingemietet haben.
Beim Abendessen sind wir zu viert: L. hat in ihrer Rauchpause D. aus Irland auf der Straße getroffen - sie kennen sich von früheren Wegstrecken und auch mir ist D. aus Larrabetzu bekannt. Der Camino verliert nix und niemand!
Nach dem gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen steht der nächste Abschied an: L. fliegt von Santander aus nach Hause in die Tschechische Republik. Wieder fließen Tränen... die Ära unserer Camino-Familie, in der L. ein zentraler Punkt ist, ist nun wirklich vorbei.😢
Ob er weiß wie schön er eigentlich ist?
@selfrespectisbeautiful
Nachtgedanken (1844)
Denk ich an Deutschland in der Nacht,
Dann bin ich um den Schlaf gebracht.
Heinrich Heine.
(eines der schönsten Gedichte)
Was für ein wundervolles Buch! 👌 #book #buch #lesen #reading #wonderful #wunderschoen #beautiful #buddha #liebe #loveit #loving #happyday #perfectday #goodday #goodmood #apple #apfel #l4l #likeforlike #like4like #morning #evening #goodtimes
Sonnenuntergang am Simssee. Einfach nur schön! 🌅 #sunset #sun #sonne #sonnenuntergang #see #berge #beautiful #summer #sommer #herbst #autumn #water #sea #evening #event #wellness #entspannung #silence #ruhe #wunderschoen #wunderbar #bayern #bavaria #camping #l4l #likeforlike #like4like