11.03.2020, 5. Etappe, Algeciras-Tanger med-Chefchaouen
Gegen 9 Uhr waren wir startklar für die heutige Herausforderung. Erstmal ging es nach Algeciras zum Ticketkauf für die Fähre. Wir haben uns spontan für Tanger med. entschieden, da die Einreise dort wohl etwas leichter sein sollte. Weitere 3 Autos haben sich für diese Variante entschieden. Die anderen sind nach Ceuta übergesetzt. Man konnte zusammen auf die Fähre, da Ceuta eine spanische Enklave ist. Allerdings sollte die Einreise mehr oder weniger einzeln vonstatten gehen und die Autos nicht als größere Gruppe erkennbar sein.
Nach kurzem Einkaufsstopp fürs Mittagessen ging’s dann direkt zum Hafen. Dort hieß es dann erstmal warten, bei guten 30 Grad in der Sonne. Eine zahnlose Dame wollte uns beim Ausfüllen der Papiere für die marokkanische Polizei behilflich sein. Klar, Nepper-Schlepper-Bauernfänger, natürlich hätte sie ihre Dienste nicht kostenlos angeboten. Wir wussten aber, dass wir die Formulare auf dem Schiff bekommen und haben dankend abgelehnt.
Corona ist aktuell in aller Munde, also mussten wir für die Einreise natürlich einen Gesundheitsbogen ausfüllen und kurz bevor wir auf die Fähre durften wurde noch Fieber gemessen. Das Personal des Schiffs hatte keine weiteren Vorkehrungen getroffen, aber der marokkanische Polizeibeamte, der an Bord die Formalitäten abwickelte trug blaue Handschuhe und einen Mundschutz. Verspätet legte die auf 14 Uhr geplante Fähre ab, gegen 17 Uhr waren wir dann auf marokkanischem Boden, zwar mit nem Stempel im Pass, aber noch nicht eingereist.
Also weiter zum Zoll, Pässe, Autopapiere, kurz warten und dann wurden wir weitergeschickt zum Auto röntgen. Ein moderner X-Ray LKW hat den Suzuki durchleuchtet, danach nochmal durch die Kontrolle und schließlich die erlösende Passrückgabe und den kleinen Zoll-Zettel fürs Auto für die Ausreise aus Marokko, den wir nun hüten wie unseren Augapfel!
Mit offline Navigation sind wir dann mal wieder Landstraße statt Autobahn gefahren, unterwegs noch kurz eine marokkanische Simkarte besorgt, damit wir wieder online sind und im Notfall auch telefonieren können. Dann ging’s teils über Holperpisten, später über ganz ordentlich ausgebaute Straßen nach Chefchaouen, die blaue Stadt.
Wir mussten Eseln, Schafen, Kühen und Ziegen ausweichen, es laufen auch viele Menschen auf der Straße oder fangen ihre ausgebüxten Weidetiere wieder ein.
Nach abenteuerlicher Anfahrt zum Camping mit extrem steilen Straßen haben wir auch diesen Tag gut gemeistert.

















