Endlich Sommerzeit
Das Sonnenlicht spiegelte sich sanft in den getönten Gläsern ihrer Sonnenbrille, die keck zwischen ihrer Nase und ihren Ohren balancierte und durch ihre Position den Blick auf ihre Augen verwehrte. Endlich war der Sommer durch den eisigen Damm des kalten Winters gebrochen und hatte wohlwollend wie er war diese sonnenbrilliante Schönheit an die Ufer seines Hauses gespült. Wie er sie nun betrachtete, den Wind in ihren Haaren, die Sonne in ihren Augen und das Lebensgefühl einer ganzen Jahreszeit in den Beinen, wusste er, dass es soweit war: Es war endlich wieder Sommer. Vergessen war die Zeit der dicken Pullis und der eingefrorenen Gedanken, um Platz zu machen für das Gefühl barfuss über Sand zu gehen, für das Gefühl des Seewassers, welches den Körper im Moment des Auftreffens auf seine kühlende Oberfläche, umarmt und in sich aufnimmt. Gerüche von Grillfleisch, von Blumen und von der warmen Luft, die zwischen den Häusern steht, drängten sich in seinen Geist, überfluteten und überwältigten ihn. Er sah zum Himmel auf in ein Blau so klar und edel, als wäre es dem Pinsel eines Künstlers entsprungen. Unter ihm schritt sie, mit langen Schritten vorbei und verlies die Reichweite seines Blicks. Nun war er alleine auf seinem Balkon, ihr Anblick hatte ihn verlassen, doch hatte sie ihm etwas gegeben: Der Sommer in seinem Herzen.











