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Na, und Ihr so?
Der lange Weg zurück – oder das Gute kommt vielleicht zum Schluss
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Der lange Weg zurück – oder das Gute kommt vielleicht zum Schluss
Es wird ein langer Weg zurück, dahin wo ich mal war, der Weg wird auch schwieriger als 2011, da deutlich mehr Probleme den Weg steinig machen. Und nur Spazierengehen mit Blick darauf wo eine Bank ist, falls die Hüfte wieder muckt ist auch blöd…
Blöder ist nur das deutsche Gesundheitssystem, wo das Warten auf einen Termin schon mal in Monaten statt in Tagen gemessen wird. Und es dann doch noch oft genug Verzögerungen gibt, geht locker schon mal ein halbes Jahr ins Land, wo genau nix passiert, außer das Symptome behandelt werden und man irgendwelche Mittelchen für die Schmerzen bekommt.
Insgesamt scheint aber für mich in Sachen Gesundheit einiges auseinander zu gehen. Wenn viele komplexe Probleme zusammenkommen und das Grundergebnis ein anderes ist, scheitern viele Hausärzte. Diese nehmen sich nur der offensichtlichsten Dinge an und das sind oft nur die Folgen, nicht aber die Ursachen.
Da ich aber eine Alternative und einen insgesamt gangbaren Weg als Ziel habe hilft es mir nicht erst die Folgen zu behandeln, denn in diesem Fall ist es so: Sind die Ursachen weg sind auch die Folgen nicht mehr da…
Aktuelles Beispiel: Ich pfeife derzeit wieder bei den Bronchen regelmäßig und habe auch wieder vermehrt Hustenanfälle. Die einzige Umstellung dies gab, war bei einem Blutdruckmittel. Das Mittel was ich bisher nahm gab es so nicht mehr, wurde durch ein anderes ersetzt und wie ich mittlerweile selbst in Erfahrung bringen konnte, kann das sich mit meinem Asthmamittel beißen und dessen Wirksamkeit beeinflussen.
Der Hausarzt sagt: kann nicht sein. Wetten das in 2 ½ Wochen der Lungenarzt was anderes sagt? OK, was der sagt dürfte ich meinem Hausarzt eh nicht sagen. „Wenn Hausärzte Glück haben, können die mal einen Schnupfen kurieren“, das ist noch eine der milderen Aussagen.
Das MRT wird Mitte September nachgeholt. Die neue Röhre in Hessisch Lichtenau steht. Dann sollte auch da Gewissheit sein. Die Besprechung bei meinen Orthopäden ist eine Woche später. Wobei diese Besprechung für mich nur beschränkt wichtig ist, denn da gibt es noch einen anderen Termin… Ende September…
Wenn es auf das Ende zugeht, werden die meisten Menschen katholisch, sagt irgendein Weise gemeinter Spruch, bei dem mir immer folgender Witz einfällt:
Kommt im Sauerland, der CDU-Vorsitzende zum 90-Jährigen sterbenden Opa Hoppenstädt. „Ja, warum bist Du denn jetzt noch in die SPD eingetreten?“ „Na, wenn schon einer Sterben muss, dann lieber einer von denen, als einer von uns.“
Gut, hier geht es nicht ums sterben. Hier geht es ums Gesund werden, wieder Sport treiben können, wieder laufen, wieder Kilos loswerden. Und da komme ich halt nicht drumherum zu jemanden zu fahren, wo einfach mal alles auf dem Tisch gelegt wird und das ganze aus einer anderen Richtung betrachtet wird.
Die Katze steckte nun lang genug im Sack: Ende September gibt es ein Termin bei Dr. Marquardt – dem Macher der Laufbibel. Wo einfach alles auf dem Tisch kommt und dann eine alternative Herangehensweise gefunden werden soll. Ich bin ja mal gespannt…
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Schmutzige Beine
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Schmutzige Beine
Der Orthopäde hatte vor einigen Wochen einiges an Überweisungen hinterlassen. So auch eine wegen der dunkelen Hautpartien an den Beinen die von meinem Übergewicht stammen. Das kann sehr gefährlich sein… sagte zumindest der Orthopäde.
Der Angiologe hatte nach sechs Wochen einen Termin für mich frei und war sehr freundlich. Beim Blick meinte er schon gleich: “Das ist schon älter..:” Mit einer Art Ultraschall suchte er die Venen ab. Ergebnis: Alles intakt, kein negativer Befund.
Woher also die dunkelen Stellen?
Früher müssen da mal Venen gewesen sein, die geplatzt sind. Die Hauswächster – Fresszellen die quasi den Müll beseitigen – haben alles vom Blut beseitigt mit einer Ausnahme: das Eisen, denn das können die Zellen nicht verwerten. Also hat sich dies in den Hautschichten eingelagert und hinterlässt größere Flächen die bei ungenauen hinsehen etwas an ungewaschene Füße erinnern.
Gefährlich ist das nicht, gefährlicher wäre es wenn der Blutkreislauf gestört wäre.
So kann ich an der nächsten Sache ein Haken machen. In drei Wochen dann wieder Lungenarzt, dann eine Woche später endlich das MRT, danach noch einmal Orthopäde und dann noch zum Wunder-Doc und dann geht es hoffentlich wieder bergauf.
Auch wenn das noch lange nicht das Ende ist: Mein Bedarf an Ärtzen ist für 2017 schon lange gestillt.
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Back 4 Good - Terminschwämme
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Back 4 Good - Terminschwämme
Es war glaube ich Terence Hill, der mal als Nobody im gleichnamigen Film sagte “Aber im September, da wird geerntet…”. Ich Ernte auch im September und zwar Arzttermine.
Führt der einzige Termin im August mich zu einem Angiologen, heißt es im September dann innerhalb zwei Wochen MRT, Orthopäde, Lungenarzt und noch eine Spezial-Termin in der Nähe von Hannover, der eigentlich nur dazu dienen soll, Wege aus dem Dunkel der letzten mittlerweile fast fünf Monate zu finden. Ziemlich sicher ist, das beim Lungenarzt eine neue Medikation herauskommen wird. Mit dem neuen Spray komme ich gar nicht klar, hier wurde auch schon zurück gerudert, leider brachte dies mir fast gar keine Besserung. Etwas Anstrengung und ich kann sagen: Hustenanfall voraus. Schade, insbesondere bei dem wie gut das lief nachdem ich im vergangenen Spätsommer meine Mittel verordnet bekam und merken konnte das ich das Notfallspray immer weniger benutzte und es teilweise – weil ich es einfach nicht mehr brauchte – sogar zuhause vergessen hatte.
Bei der Hüfte, denke ich wird genau das rauskommen, was mein Physio schon sagt. Der Mann hat einfach Ahnung und dem strömt die Weisheit von gefühlt über 30 Jahren Berufserfahrung einfach aus den Händen. Das Problem: Weisskittel können selten nur zugeben, das der Therapeut recht hat. Das sind diese gekränkten Eitelkeiten… “wenn der Therapeut recht hat, wozu braucht man dann noch uns Mediziner?”.
Ob ich am Ende das mache was der Orthopäde mir sagt, weiss ich nicht… denn kurz darauf wird eine wirkliche Kapazität einfach mal alles durcheinander wirbeln, eigene Untersuchungen machen und sicherlich Vorschläge unterbreiten die einfacher zu handhaben sind und im Alltag bessere Hilfen darstellen. Ein Teil der Vorschläge wird sicher aus der sogenannten “Alternativmedizin” stammen, wo ich mittlerweile an dem Punkt angekommen bin, wo ich sage: “Wenn’s denn hilft…”
Etwas schlechter sieht es bei der Trainersuche aus. Bei einer Alternative sind wir von beiden Seiten übereinander gekommen, zu sagen das das nicht klappen wird, bevor wir es versuchen. Zwei Alphatiere nebeneinander, das funktioniert nicht Eine weitere scheidet Zeitlich bedingt aus, noch eine alternative ist zu weit weg und würde zuviel Geld kosten. Damit sind hier die Möglichkeiten ausgenutzt. Offen ist auch noch die Frage ob dass Ergänzungstraining wieder zuhause läuft, in einem Studio oder auf irgendwelchen Geräten bei einem Physio. Offene Fragen, über offene Fragen.
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Plan B
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Plan B
Was ich im letzten halben Jahr so an Medizinmännern kennengelernt habe, reicht bei anderen für das ganze Leben. Gemacht haben die ja nicht schlechtes, denn sie taten quasi nix. Spreche ich meinen Hausarzt auf meine Schmerzen an, meint dieser da er da nichts tun könne, da dies nicht sein Fachgebiet sein. Der Facharzt will erstmal MRT sehen, verschreibt aber nichts für oder gegen die Schmerzen. Das MRT verschiebt sich wegen zu enger Röhre auf Mitte September. Und ich komme mir mächtig verarscht vor.
Rufe ich bei meinem Lungenarzt, wegen der bestehenden Luftprobleme an, habe ich binnen zwei Tagen einen Termin oder es wird telefonisch alles abgestimmt. Es steht ruckzuck fest, wie die Behandlung geändert wird, damit es wieder für mich passt. Hier habe ich zumindest das Gefühl, das etwas getan wird. Bei den anderen Problemen wird man von A nach B geschoben und am Ende sitze ich bei D und komme immer noch nicht weiter.
Es gibt derzeit einen Plan aus diesem Kreislauf aufzubrechen. Ein Termin bei einem Arzt, der leider nur privat behandelt, wo dann alles auf dem Tisch käme und am Ende, so ist der gemeinsame Plan Wege stehen die Probleme zu lösen. Das Problem ist nur, das ich diesen Termin selbst vorfinanzieren muss und wohl nur Bruchteile durch die Krankenkasse ersetzt bekomme. Das muss erstmal auf die Reihe gebracht werden. Allerdings wäre der Arzt, nach den Beurteilungen die ich so lese, einer der Besten, der Besten, der Besten (ein Gruß an die “Man in Black-Fans”).
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Ausgeblüht
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Ausgeblüht
Einmal so Ende Juni oder Anfang Juli fahre ich seit einigen Jahren nach Germerode um durch Mohnfeldern zu wandern. Dort wird seit geraumer Zeit Schlafmohn angebaut, welcher zu medizinischen Produkten, manchmal aber auch zu Kuchen oder Likeur wird. Die rosaroten Felder, wechseln sich mit bläulichen irgendeiner Futterpflanze, sowie Weizen-, Gerste- und Dinkelfeldern ab, durch die die Landwirte einen Weg gemäht und gewalzt haben.
Der Weg ist je nach Jahr so 3, 4 Kilometer lang und diesen kann man je nach Laune teilweise mit Abstechern, z. B. Entlang des dortigen Panoramawegs verlängern oder verkürzen. Und eine Scheune – heute Mohntenne genannt – lädt zu Kaffee und Kuchen ein. Die Mohnblüte ist quasi zu einer Art Happening geworden.In diesem Jahr begann die Blüte gefühlt relativ früh. Es folgte wechselhaftes Wetter und dann kam die Meldung in der Zeitung: “Die Blüte neigt sich dem Ende entgegen…” Noch am selben Tag nahm ich also die Fotoausrüstung und pilgerte in Richtung des Mohnwanderweges. Zahlreiche Menschen waren unterwegs. Etwas übel stieß, mir dabei ein Typ auf, der sich in Planwagen an einem Traktor ziehen ließ und dabei sichtlich alkoholisiert weiter Schnäpse runterkippte und alles was drumherum lief blöd anlaberte. Man lerne: Alkohol macht selten locker, dafür aber oft dumm. Schlimm wird es, wenn man sich später nicht erinnern kann, was man gemacht hat. Und gerade letzteres ist der Grund warum ich seit Jahren keinen Alkohol mehr trinke.
Nun war ich in den Feldern und wunderte mich über eine Fotografin mit einer Kompaktkamera, die sichtlich alles Fotografierte. Ich stellte mir irgendwie die Frage nach dem Motiv. Auf dem Abschnitt wo wir zeitgleich unterwegs waren, waren zwar Felder, aber kaum was was es sich zu Fotografieren lohnte.
Das erste Mohnfeld kam und die Blüte neigte sich nicht dem Ende entgegen. Es war einfach ausgeblüht. Nur noch Kapseln, aber keine rosa Blütenblätter mehr. Die Meldung in der Zeitung kam da doch etwas spät. Schade.
Schade, war auch das was lief oder besser nicht lief. Den ersten großen Anstieg mühte ich mich hinhauf nur damit danach meine reche Hüfte mir klarmachte, das sie das nicht mag. Nicht nur meine Hüfte machte nicht mit, auch das Luftholen lief nicht optimal. Ich zog, wie es Terence Hill mal in einem der Haudrauf-Western so schön sagte, Nebenluft und Hustete vor mich hin. Das Notspray lag natürlich im Auto, da ich es lange nicht mehr brauchte.
Meine Vermutung ist, das das neue Mittel mit dem schwächeren Entzündungshemmer leider eben nicht ausreicht. Denn so Ausschläge unter Belastung kannte ich eigentlich schon lange nich mehr.
Der Weg zog sich. Wieder kam ein Feld, wieder sollte es bergauf gehen. Meine Hüfte rebellierte mittlerweile. Und ich ging nicht in das nächste Feld, sondern den geteerten Weg bergab direkt in Richtung Mohntenne und Auto.
An dem Weg sah ich die einzigen wenigen Mohnblüten. Das kleine Tal war wohl schattig genug, das hier die Blüten etwas länger brauchten. Nur wer sich auf dem offiziellen Weg begeben hat, konnte diese natürlich nicht sehen.
Ich war etwas frustriert. Frustiert das die Meldung, das es sich ausgeblüht hat, so spät kam, noch mehr aber, das sowas einfaches wie ein Fotospaziergang für mich so blöd lief.
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Das lange Warten…
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Das lange Warten…
Heute in einer Woche findet dann endlich das MRT meiner Hüfte statt. Soll ich mal etwas sagen: Warten nervt. Was aber auch nervt, sind die immer neuen Analysen durch dritte, wo scheinbar jeder etwas Schlechteres meint beitragen zu müssen. In Zeiten des Internets sind scheinbar alle Hobbymediziner geworden. Komisch, dass ich die Leute, wenn die mich was fragen immer zum Arzt schicke? Vielleicht sollte ich auch Diagnosen stellen und die dann mit der Krankenkasse abrechnen. Immerhin eine Arztpraxis sollte mir vor so 10, 12 Jahren schon mal angeliefert werden.
Für mich heißt das Ende des Wartens, die Hoffnung auf eine gesicherte Diagnose, eine Behandlung und vielleicht ein fieses Grinsen, wenn am Ende feststeht, dass mein Physio mit seiner Erkenntnis – nachdem er rumgetestet und -getastet hatte – doch recht hat.
Selbst wenn, bleiben noch derzeit mindestens 3 andere Baustellen die auch in Griff kommen wollen, von denen zwei – Kreislauf und Bronchen – relativ schnell wieder im Griff sein werden. Bei Magen weis ich derzeit nicht, wie ich das bewerten soll, bin aber froh das man da nicht nach dem Motto „Schneiden wir mal auf und gucken wir mal rein“ verfährt.
Am Ende wird alles auf den Tisch liegen, bewertet und dann weitergesehen.
Bei der Administration ist die Wahl doch nicht ganz so einfach. Einfach Coach suchen, loslegen und gut so… das wird nicht funktionieren. Der Coach muss nicht nur Ahnung vom Training haben, sondern auch zumindest Grundbegriffe der medizinischen Probleme die im Hintergrund wabern verstehen. Das schränkt die Auswahl leider sehr ein, bietet aber auch Chancen…
Das größte Problem wird eh, den Fachmediziner für Skelett- und Bewegungsapparat davon zu überzeugen, dass seine einzige Aufgabe ist, mich in Bewegung zu halten. Einige Ideen zum Thema Coach habe ich noch, nur jetzt gilt es erstmal zu sondieren ob diese funktionieren.
Ich wäre allerdings froh, wenn zumindest die letzten wichtigen Untersuchungen vom Tisch wären, den diese sind Voraussetzung, dass man sich an anderer Stelle unterhält wie es weitergeht.
Jetzt findet erstmal das Johannisfest hier vor Ort statt. Inwieweit ich groß feiern werde muss man sehen. Direkt danach ist in der Orthopädischen in Hess. Lichtenau erstmal das MRT. Das wäre schon mal eine Baustelle weniger.
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Manchmal guckste einfach in die Röhre
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Manchmal guckste einfach in die Röhre
Früher war alles anders. Da gab es noch kein MRT. Da war wer mehr als 90, 95 Kilo gewogen hatte, sofern die Körpergröße dies nicht ausglich, einfach Dick. Das alles war früher, aber wir leben im Heute.
Bei uns in Eschwege gilt hinter vorgehaltener Hand hartnäckig ein Spruch: „In unser Krankenhaus geht man nicht rein, wenn man nicht noch kranker werden will…“. Ich vermute so Sprüche über das eigene Krankenhaus gibt es in jedem Ort, wo ein selbiges steht. Bei uns versucht man sich mit Positivberichten so von diesen Unkenrufen abzusetzen, dass das Eigenlob schon zu muffeln anfängt. Leider habe ich mit meiner Mutter in den letzten Jahren eher gegenteilige Erfahrungen gemacht. Schon daher habe ich wegen einem MRT nicht mal in Eschwege gefragt.
Die Wartezeit ist etwa wie bei einem Termin bei einem Facharzt. 4, 5 oder 6 Wochen sollte man schon einplanen, wenn man nichts Lebensgefährliches hat.
Ich kam also im Krankenhaus an, füllte fleißig die Fragebögen aus, ging mit der Fachfrau später in die Umkleide, wo ich nur die Metallteile – also Schlüssel, Brille und Geldbörse – ablegen musste. Und dann ging es mit den Worten „Ich bin mir nicht sicher ob das passt…“ zur Röhre.
Nein, es passte nicht. Beim Anfahren war schon allein der Platz um den Kopf und die Schulter zu eng. Wir sahen uns traurig an und die Dame meinte, das ist halt das alte Gerät. Ein Neues wäre schon im Bau, dauert aber noch 6, 8 Wochen bis dies im Betrieb ist, da würden dann alle passen – vermutlich selbst Elefanten.
Man muss dem Gerät zu Gute halten es ist 30, 35 Jahre alt und damit, wenn das was ich auf einem alten Zeitungsaushang gelesen habe, das zweiälteste Gerät in Nordhessen. Und in der Zeit war eben schon 90, 95 Kilo richtig dick gewesen… was auf Deutsch heißt, das selbst Leute die zurzeit deutlich weniger als ich wiegen, unter Umständen in diesem Hohlkörper Platzprobleme bekommen.
Für mich heißt dies, da die Fahrt zu weiter entfernten Röhren keine Option ist, das ich wohl einer der ersten Patienten bin, die dann in der neuen Röhre Platz nehmen. Bis dahin konnte ich einfach mal nur in die Röhre gucken.
Beitragsbild: KasugaHuang von wikimediacommons
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Wenn Laufen nicht geht, dann geh einfach weiter...
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Wenn Laufen nicht geht, dann geh einfach weiter...
Um ein mal vorweg zu nehmen: Davon Marathon zu laufen bin ich derzeit soweit weg, wie ein Dromedar davon eine Eislaufkür ohne einen Sturz beenden zu können. Es sind noch fast 2 Wochen bis zum MRT, wo sich klären soll, warum meine Hüfte rummuckt und dafür sorgt das selbige samt der unteren Lendenwirbelsäule weh tut.
Eigentlich war das was ich gemacht habe nur logisch: Ich habe den Berlin Marathon abgesagt. Mittlerweile wieder 4 Monate ohne Sport, Gewichtszuschlag, Krankheitszuschlag, Schmerzen… das lässt sich nicht einfach mal in 3 1/2 Monaten wegwischen und dann läufste mal eben Berlin.
Ebenso eigentlich hatte ich eigentlich das Thema Wettkämpfe für mich innerlich komplett abgeharkt. Was soll ich da überhaupt? Wenn ich zuletzt auf etwas zu trainiert habe, ging das 3 – 6 Monate gut und dann kam irgendwas dazwischen, wo dann alles den Bach runter geht. Eigentlich möchte ich einfach nur laufen, halbwegs fit sein für mich selbst, keinen Bestzeiten oder außerordentlichen Leistungen hinterherhecheln. Ich muss niemanden was beweisen…
Nun kam es halt zu dieser Absage von meiner Seite her. Vielleicht hätte ja ein anderer Läufer noch was von diesem freigewordenen Startplatz, dachte ich mir so. Das andere war: Ich war so die Last los. Das es nicht funktionieren würde, ist klar. Und so den Ballast mit sich rumschleppen, ich schleppe so schon genug mit mir rum.
Berlin wäre nicht die Berlin wenn dieses nicht etwas anders ticken würde, als andere Veranstaltungen. An anderer Stelle hieße es einfach: Du bist krank, Du bist nicht fit? Dein Pech. Nicht so bei den Berlinern. Da heißt es das es schade wäre, so absagen zu müssen und quasi durch die Blume wird gesagt, das ich doch 2018 starten könne.
Etwas freut mich diese Option ja… nur wie gesagt, eigentlich habe ich mit Wettkampf und entsprechender Trainingsvorbereitung abgeschlossen.
Vielleicht ist es ja doch Zeit den Wahnwitz herauszuholen. Im Hintergrund habe ich schon Kontakt zu einem ehemaligen Klassenkameraden aufgenommen, der zwischen 1 m und Marathon vermutlich schon alles gelaufen ist und mittlerweile ein eigenes Gym betreibt und so ganz nebenbei habe ich von einigen extremen Leistungen gelesen, bei denen mir schon der Kopf schlottert wenn ich nur daran denke.
Eigentlich ging es mir ja nur darum, einen Plan zurück zu entwickeln. Was nun im Raum stehen würde, wenn ich meinen Entschluss „Keine Wettkämpfe“ nochmal revidieren würde eine Mission Impossible mit ungewissen Ausgang bei der Menge Probleme die ich mit auf die Reise nehmen würde.
Irgendwann in den nächsten Tagen wird man sich mal an einem Tisch setzen oder gemeinsam an der Sprossenwand abhängen. Vielleicht steht am Ende eine neue Trainingsadministration, nach dem MRT auch ein Weg in eine hoffentlich schmerzfreie Zukunft und – ala Sean Connery – ein Zitat nach dem Motto „Sag niemals nie…“
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Die Sache mit dem halben Elefanten
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Die Sache mit dem halben Elefanten
Manchmal ist Ausmisten doch eine gute Sache. 6 Jahre Sport, da bei den verschiedensten Sportsachen getragen, wundert es mich, dass mein erstes Laufset von Tchibo – ob wohl viel getragen – heute noch brauchbar aussieht. Wobei Tchibo käme mir heute nicht mehr ins Haus – ich boykotiere bestimmte Marken und Hersteller einfach, wenn mir das Promivolk, was man sich als Werbebotschafter ausgesucht hat, nicht gefällt. Dagegen haben einige Markenklamotten doch ernsthaft gelitten. Das Negative ist, das ich in viele Teile derzeit nicht reinpasse.
Ich habe mal gesagt, dass es mir eigentlich egal ist, was die Leute beim Laufen so anziehen, solange die Laufschuhe passend sind. Das heißt noch lange nicht, dass ich beim Sport keine sportiven Sachen anziehen möchte. Wenn jemand anderes im Hochzeitsanzug beim IronMan mitmachen will, dann soll er es eben. Jeder nach seinem Denken.
Was ich nicht verstehe ist, dass was manche Hersteller machen. Gut, wer um Bauch aussieht wie das Michelinmännchen, darf sich nicht wundern, wenn er sich die Hosenbeine um die Ohren wickeln kann. Es gibt weiten Hüftumfang eben nur mit kilometerlangen Beinen, da bei idealer Körperfettverteilung dieser Mensch eben 3 Meter groß sein oder zumindest 2,49 sein muss.
Wenn aber dann das Jäckchen, was obligatorisch zum Jogginganzug dazugehört, partout nicht zugehen will auch wenn die Ärmel bis zum Knie reichen würden, dann hat nach meiner Erfahrung der Hersteller dieses modischen Teils irgendetwas falsch gemacht.
Immerhin, bei offengetragener Jacke kann man dann Ärmel und Hosenbein miteinander verknoten ohne dazu in eine gebückte Haltung zu übergehen. Das erklärt mir irgendwie auch, warum es mal eine Kleidergröße SE gab, welche man mit Semi Elephant bezeichnete. Übersetzt würde man von einem halben Elefanten sprechen. Halb? Also ich mache eigentlich keine halben Sachen.
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Wie auf der Tour de France...
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Wie auf der Tour de France...
„Wer nicht weiß, wohin er will, darf sich nicht wundern, wenn er wo anders ankommt!“ soll einst mal der bekannte amerikanische Schriftsteller Mark Twain gesagt haben. Wobei ganz ehrlich gesagt: Woanders ist oft genug schöner! Das Schlimme ist das wir meistens nicht wissen, wo dieses „Woanders“ liegt.
Nebenziele können zur Hauptzielen werden, die hintereinander gelegt ein großes, wie beim Radfahrer die Tour de France ergeben können. Du hast Bergetappen, Zeitfahren oder die lange Ebene mit Feld und Flur. Und jedes einzelne Ziel führt dich zum Arc de Triumph. Und Du hast die Urin- und Blutproben die von der Anti-Doping-Kontrolle abgenommen werden. Wenn ich meine Situation zurzeit beschreiben müsste ich sagen, ich sitze gerade bei der Urinprobe und kann nicht pinkeln.
Vermessen ist es mit einem Auto mit einem defekten Motor auf der Autobahn zu fahren. Kommt es zum Unfall wäre es sogar im Nachhinein fahrlässig. Die Folgen am Ende sind zu dramatisch und bei einem Totalschaden muss man um die Weiterfahrt bangen.
Manchmal geht es aber nicht anders, als dass man genau das macht, insbesondere dann, wenn andere Systeme gefährdet sind auch Schaden zu nehmen. Und hier gilt es dann die Ziele so zu wählen, dass der Totalschaden ausbleibt und die Befindlichkeit besser wird.
Und um nichts falsch zu machen, beginne ich mit dem Schwierigsten was es gibt: Den Ruhetag.
Absage- und Kündigungswelle
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Absage- und Kündigungswelle
Manchmal ist es wenn man etwas absagt oder kündigt nicht gerade etwas positives. Wobei „manchmal“ ist hierbei noch leicht untertrieben, meist geht es um größere Probleme und ich müsste lügen wenn ich sagen würde, das es derzeit bei mir nicht um größere Probleme geht. Und dann noch irgendwelche Dinge und Termine im Hintergrund haben, die ich eh nicht mehr packe, da kann es dann schon sehr befreiend sein, wenn man diese einfach mal vom Tisch fegt.
So traf es mit der Absagewelle den Berlin-Marathon. Möge der Startplatz evtl. falls die SCC sich entschließt diesen neu zu vergeben, jemand anderen Glück bringen.
Selbst wenn das MRT in 3 Wochen etwas ausspuckt, rechne ich nicht damit, das die Hüfte so zeitig ruhe gibt, das ich es überhaupt versuchen könnte für Berlin zu trainieren. Und selbst wenn, habe ich derzeit noch gut ein halbes dutzend anderer gesundheitlicher Probleme die derzeit dagegen sprechen, es überhaupt zu versuchen. Und wenn ich – der so einige verrückte Sachen in den letzten Jahren geritten hat – das sage, dann muss da schon ein recht hoher Berg vorhanden sein.
Im selben Zuge habe ich natürlich auch das Zimmer in Berlin storniert. Wozu sollte ich nach Berlin fahren, wenn ich eh nicht laufe? Dann stecke in das Geld lieber in ein neues Nicht-Trainings-Outfit.
Zeitgleich traf es mit der Kündigung das Fitnessstudio. Rund ein hunni, hat das Studio schon an mir verdient, ohne das ich es krankheitsbedingt genutzt habe, bis zum Zeitpunkt wo die Kündigung greift werden es nochmal 75 € sein. Danach wird das Geld gespart.
Leider kann man ja nicht immer Voraussehen, wann man sich verletzt oder länger Krank wird, sonst könnte man ja frühzeitig oder quasi vorbeugend genau zu diesem Termin kündigen. Man wäre das toll, wenn das so einfach funktionieren würde.
Der gesparte Monatsbeitrag wird als Platzhalter beibehalten. Solange kein Regeltraining möglich ist, wird das Geld dann nach Ablauf des Vertrages mir mal neue Sportschuhe oder was anderes praktisches ausspucken. Eine Idee für ein anderes Training gibt es eigentlich schon – auch wenn die recht wahnwitzig ist – aber war ich jemals normal? Nur um dieses Faden aufzugreifen, müsste erstmal meine Hüfte – und damit auch der Rücken Ruhe geben…
Auch, wenn ich das Gefühl habe, das es die Ärzte nicht immmer tuen – arbeite ich daran.
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Nordstrand: Behindertengerecht Urlauben auf dem Thormählen-Hof
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Nordstrand: Behindertengerecht Urlauben auf dem Thormählen-Hof
Wenn ich von Nordstrand spreche, dann denken sicherlich viele an einem Kiesteich und dessen Nordlage wo schöner Sand zum Baden einlädt. Ich denke da eher an die Halbinsel westlich von Husum, die bei der großen Bruchadiflut, neben den Inseln Pellworm und der Hallig Nordstrandisch Moor übrigblieb, während das sagenumwobene Rungholt in einer Torfblase versank.
Nordstrand ist ein unterschätztes Urlaubsgebiet. Man kann hier gut Radfahren, kilometerlang am Watt entlang schlendern, es gibt mehrere Badestellen oder man benutzt eines der beiden Adler-Schiffe oder die Pellworm-Fähre um auf eine der Inseln zu kommen.
Ich liebe ja die Landschaft und die Menschen dort oben… das Land sturmgegerbt und die Menschen ein nüchtern-kurzsilbig-verbindlicher Schlag. Einfach herrlich. Für mich ist das wenn ich dort hin fahre kein Urlaub. Ich nenne es: Nach-Hause-kommen. Für mich sind die Touren an die Küste Ausflüge in eine Art zweite Heimat geworden.
Leider war es so das seit 2012 kein Urlaub mehr möglich war… 2013 war ich noch mit meiner Mutter in Hamburg und Berlin, dann brach sie sich ein Wirbel und wurde – leider mit Hilfe von Ärzten – querschnittsgelähmt und ein Pflegefall. Lange sah es aus, als würden wir nicht mehr in Urlaub kommen.
Es war reiner Zufall, als ich irgendwo über den Thormälenhof gestolpert bin. Zwei rollstuhlgerechte Wohnungen und ein Pflegebett gibt es auf den Bauernhof, der seit Anfang des 20ten Jahrhunderts in Besitz der Familie Thormälen ist.
Ich hatte mich an einigen Ecken schon nach Unterkünften umgesehen, teilweise auch bei speziell auf Reisen mit Behinderten ausgerichtete Ferienkomplexe. Eigentlich gab es immer zwei Probleme: wenn die Unterkunft geeignet war, war diese kaum zu bezahlen und da Unterkünfte dieser Art selten sind, geht es bei Anfragen schon mal: „Der nächste Termin zu dem was frei wäre ist in 18 Monaten…“.
Bei Thormälens war zufällig gerade an einem verlängerten Wochenende was frei. Genau richtig zum Testen. Eine Pauschalgebühr fürs Pflegebett. Vom Preis nicht so viel höher als eine normale Ferienwohnung, einfach perfekt.
Die Ferienwohnung besteht aus einem großen Raum wo eine Sitzgelegenheit mit Couch und TV ist, einer Kochnische mit Esstisch, zwei Schlafräumen und einem Bad. Vor der Wohnung ist eine kleine Terrasse und das Auto wird direkt davor geparkt. Für uns passte das ganze einfach perfekt.
Pflegediensthilfe? Kein Problem, ein passender Ratschlag war auch parat. Für die paar Tage brauchte ich die Hilfe aber nicht wirklich. Der Dienst war nur Backup für evtl. Pflegeversorgung.
Mit dem Schiff kann man dort auch gut fahren, selbst wenn die Begleitung einen Rollstuhl hat. Mein Tipp: sprecht mit der Reederei Adler, dann geht das schon. Die Stege auf dem Schiff sind selbst für breitere Rollstühle geeignet und das Personal ist sehr hilfsbereit.
Als Ausstieg empfehle ich Sylt. Bei Pellworm, Amrum oder Hooge sind teilweise Treppen zu bewältigen, was mit Rollstuhl nur schwer zu schaffen ist. Achtung! Im Hafen Sylt links in Richtung des Gebäudes ist eine Rampe wo normal Autos Proviant zu den Schiffen bringen, hier kann man auch mit den Rollstühlen gut rauf und runter.
In St. Peter-Ording kann ich den Westküstenpark empfehlen, ein schöner Tierpark wo auch behinderte die Tiere gut sehen können, zudem der erste Tierpark, wo ich gut ein Dutzend freilebender Störche gesehen habe.
Negativ sind bei schönen Wetter die Optionen zum Strand zu kommen. Parkplätze sind Mangelware und Offensichtlich legt man keinen Wert drauf, das die wenigen Schwerbehindertenparkplätze auch denen zugutekommen, die diese auch brauchen. Statt Autos mit einem Schwergeschädigtenparkausweis, standen dort Transporter mit Rennrädern am Heck. Sehr behindert…!
Auch nicht so toll, fand ich ein Parkhaus im nahen Husum. Viele Autos passten dort nahe des Binnenhafens rein. Aber im schattigen Gebäuse gab es keinen Behindertenparkplatz. Zudem wurde das Parkdeck 19 Uhr abgesperrt. In der prallen Sonne sucht man bei etwa 27 Grad sicher keinen Behindertenparkplatz auch wenn dort noch massig freie Parkplätze vorhanden sind.
Positiv war, das die Unterkunft Top war und dass man doch so einiges zusammen unternehmen konnte. Wir werden auf jeden Fall irgendwann wieder nach Nordstrand kommen. Vielleicht ist dann auch schon die neue Deichpromenade zwischen dem Hafen Strucklandungshörn und dem Ortsteil Norderhafen fertig.
Sucht auch Ihr eine behindertengerechte Unterkunft an der Nordsee… dann schaut doch mal beim Thormälenhof vorbei. Die gute Unterkunft und die freundlichen Vermieter sind nur zu empfehlen.
Link: Thormälen-Hof
P. S. Wenn Ihr mal dort seit, grüßt Familie Thormälen schön von uns. 😀
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Hilfe gesucht...
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Hilfe gesucht...
Ich habe leider sehr viele Baustellen und brauche entsprechende Unterstützung…
Gesucht wird daher folgendes:
1. Trainer
Voraussetzung: Sollte Ausbildung in Reha-Sport und/oder Physiotherapie haben mit Ausrichtung Ausdauersport, Allgemeine Fitness, usw. Ziele: Gewichtsreduzierung, Ausbau der Ausdauer und Fitness, Stabilisierung der Problemzonen Rücken und Hüfte
2. Orthopäde
Mein bisheriger Orthopäde war top, nur irgendwas stimmt bei der Praxis für mich nicht mehr, wenn ich als „Bestandspatient“ auf einmal 12 Wochen und länger auf einem Termin warten soll. Ich bin derzeit bei einem Interimsorthopäden in Witzenhausen, der die notwendigen Untersuchungen zwar eingeleitet hat, aber von der Grundbasis her für mich die Sache falsch angeht. Man sollte sich manchmal auch die ganze Vorgeschichte anhören.
Beides sollte maximal in einer Entfernung von maximal 60 min. Autofahrt in und um Eschwege haben, insbesondere beim Trainer wäre mir so nah wie möglich wichtig, damit entsprechende Termine, vor dem Hintergrund, das ich voll berufstätig bin und einen Pflegefall in der Familie zu versorgen habe, entsprechend flexibel umgehen kann.
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Behandlungsmethoden und deren Auswahl
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Behandlungsmethoden und deren Auswahl
Es ist schon komisch, wenn man zu Ärzten geht. Tippt man mit dem Finger auf die Nase tuts da weh, tippt man mit dem Finger auf den Bauch, tuts da weh. Und steckt man den Finger im Po, dann tuts auch noch da weh. Am Ende kommt dann der Onkel Doktor mit dem Tipp, dass man doch endlich mal den Finger ruhig halten soll, weil der gebrochen sei.
Mit Behandlungen ist es so, dass viele Wege nach Rom führen. Jemand mit Rückenschmerzen kann man ein Schmerzmittel verschreiben. Das nimmt den Schmerz, behandelt aber die Ursachen nicht. Man kann ihm Spritzen geben… man kann ihm Einlagen, eine Physiotherapie verordnen oder zum Facharzt schicken.
Wonach geht es eigentlich bei der Wahl? Man sollte doch meinen, dass das passendste nach einer Diagnose ausgesucht wird. Der Patient soll ja schnell wieder auf die Beine kommen und wieder Arbeitsfähig werden. Gesund machen… das ist das Ziel.
Es gibt aber eins, was dem ganzen widerspricht: Das sogenannte Regelleistungsvolumen.
Im Volksmund wird dies auch Budget genannt. Und hier hat der Doc pro Nase 35 Euro zur Verfügung. Überschreitet er diese kann er in Regress genommen werden oder muss beweisen, dass es notwendig war, dieses zu überschreiten. Wobei Fachärzte wiederum andere, teilweise höhere Budgets haben.
Also wird die Wahl dessen was verordnet wird, nicht nur von der Krankheit des Patienten beeinflusst, sondern auch von dem was für den Patienten noch im Topf ist und dem was das Budget am wenigsten belastet.
Das Ende vom Lied: Es gibt drei Behandlungsformen…
Die Optimale: Also das was der Patient braucht um schnell wieder auf die Beine zu kommen.
Die Erlaubte: sprich, dass was das System erlaubt, um nach dessen Meinung wieder gesund zu werden.
Und zu guter Letzt, dass was man bekommt: und das ist das was eben das Budget hergibt und das reicht nicht immer um auch gesund zu werden.
Wir rühmen uns in diesem Land ein gutes Gesundheitssystem zu haben, gut wenn man es mit dem System der Amis vergleicht, sind wir vielleicht auch besser dran. Aber die Frage bei Krankheit und Gesundung wird immer mehr die Frage des eigenen Geldbeutels und der Option evtl. Behandlungen auf Hausärzte, Fachärzte usw. zu verteilen, was zu mehr Arztkontakten führt und somit das System nur noch Teurer macht.
Wieso überleben, die Ärzte eigentlich trotz des zu knappen Budgets? Naja, das Budget erhalten diese für jeden Patienten. Also braucht man ein gutes Verhältnis von Patienten die wenig vom Budget verbrauchen zu denen, wo man mehr braucht.
Aber jetzt mal ehrlich: Gesundheit lässt sich nicht mit einem Budget aufwiegen und das Geld versickert eher an anderen Stellen im System.
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Die Geschichte von der freien Arztwahl...
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Die Geschichte von der freien Arztwahl...
Es war einmal, gar nicht vor allzu langer Zeit, da schrieb unsere Heimatzeitung hier im Kreis, das es in den nächsten Jahren mit der Arztversorgung bei uns in der ländlichen Region in den kommenden Jahren eng werden könnte. Bei vielen Praxen sind Ärzte im Dienst die ins Rentenalter kommen oder schon drüber sind und mangels Nachfolger einfach weitermachen. Schnipp. Zurück in die Echtzeit.
Bei mir stand ein Arztwechsel an. Zuviel lief bei meiner damaligen Hausärztin nicht zu meiner Zufriedenheit. Auch Ärzte können mal Krank werden, aber irgendwie passierte das immer, wenn ich sie mal brauchte und wenn doch mal ein Termin zu Stande kam, kam nicht viel rum. Ich merkte das immer mehr bergab geht und was macht ein Fußballverein, wenn diese auf dem Abstiegsplatz stehen? Er wechselt den Trainer aus. Also beschloss ich einen neuen Hausarzt zu suchen.
Eigentlich haben wir ja hier in Deutschland die freie Arztwahl. Passt einem die Nase des Medizinmanns nicht, hat man das Gefühl das etwas nicht so läuft wie es sollte oder zweifelt man an der Diagnose, kann man sich eine zweite Meinung einholen oder den Arzt wechseln. Bei etwas mehr als einem Dutzend Hausärzten rund um die Kleinstadt mit nicht ganz 19000 Einwohnern in der ich lebe, sollte das ja kein Problem sein.
Doch, es ist ein Problem. Bei 10 Praxen bekam ich direkt eine Absage. Das Boot ist voll, wir schaffen es nicht mehr, wir nehmen derzeit keine neuen Patienten auf. Bei einem bekam ich einen makabren Termin für Juni – also mit 16 Wochen Vorlauf – unter dem Vorbehalt das von seinen vielen alten Patienten ein paar ins Gras beißen und so ein Platz für mich frei würde. Bei einer weiteren Praxis schafften die drei Ärzte die Arbeit nicht mehr, zudem würde einer der drei Ärzte in Rente gehen.
Ziemlich schnell ist man da am Ende der Fahnenstange. Und ein Hausarzt weit außerhalb, wie es mir bei einigen Fachärzten geht, macht hier kein Sinn.
Es war eigentlich mehr der Einsatz der Pflegeschwester meiner Mutter, die bei einem mir unbekannten Arzt anrief: Mit Erfolg. Zwar geht der Seniorarzt im Juni auch in Rente, dafür ist ein jungen Mediziner in den Startlöchern, der sehr engagiert an die Sache rangeht.
Was läuft falsch bei dem System?
Die Probleme sind vielfältig. Schon heute hat es in einigen kleineren Gemeinden hier in der Umgebung keine Hausarztpraxis vor Ort mehr. Und da die Leute einen Arzt brauchen, geht es dann in die Stadt, wo man ohnehin schon einkaufen geht und teilweise Behördengänge erledigen muss. Und ruckzuck ist das Boot voll.
Hausarzt lohnt sich für viele Ärzte nicht wirklich. Wer will schon einen Job mit quasi 360 Tage-Dienst rund um die Uhr mit mieser Bezahlung? Wer sowas sucht, wird Hausarzt. Nicht das die Hausärzte am Hungertuch nagen, aber irgendwo sind diese am untersten Ende der Kette angekommen. Wer will da noch Hausarzt werden, wenn er als Facharzt geregeltere Arbeitszeiten hat und dazu auf diverse Wege mehr Geld verdienen kann. Wer besonders kreativ ist, wird Privatarzt und rechnet den dreifachen Gebührensatz ab, bei der Hälfte der Patientenzahl und hat immer noch sein gutes Auskommen.
Und – das ist wohl das größte Manko – es gibt keine wirklich effektive Reglementierung, wo die Ärzte hingehen. Ich hatte nach dem Abi die Chance zur Polizei zu gehen, da wurde mir direkt gesagt: „Mach Dir keine Hoffnung, dass Du in der Nähe deiner Heimat eingesetzt wirst.“ Bei einem Arzt gibt es sowas in dem Arzt nicht. Und ehe ein Arzt in die Pampa geht, spezifiziert er eher ein Fachgebiet oder heuert bei einem Arzt bei sich vor Ort an, in der Hoffnung, da und nicht wo es eigentlich gebraucht würde die Praxis zu übernehmen.
Wie sagte es die Heimatzeitung noch mal in ein paar Jahren könnte es eng werden. Es ist heute schon Eng. Wenn Dir in 10 von 12 Praxen gesagt wird, dass diese keine neuen Patienten mehr aufnimmt, dann ist schon heute die freie Arztwahl ad Absurdum geführt. Und dies wird noch schlimmer werden, wenn in den nächsten 10, 15, 20 Jahren die Hälfte der Praxen aus Altergründen und/oder mangels Nachfolger schließen werden.
Eine Erkältung hätte es doch auch getan…
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Eine Erkältung hätte es doch auch getan…
Männer und Ärzte… eine Hassliebe. Es war glaube ich der Großmeister des Humors – Dieter Hallervorden – der einst mal sagte: „Die Zeit die wir im Leben in den Wartezimmern verbringen, würde vermutlich ausreichen um selbst Medizin zu studieren.“ Mittlerweile bin ich der Meinung das er nicht nur recht hat, sondern das man am Ende noch Professor ist und an irgendeiner Universität schlaue Lesungen abhält.
In den letzten 8, 9 Wochen habe ich einiges mit Ärzten erlebt. Einiges nicht erfreuliches, was an unserem Gesundheitssystem liegt, wozu ich noch zwei Berichte in Vorbereitung habe, weiteres nicht erfreuliches was leider einige Ergebnisse betrifft. Das Übel ist, ich habe noch 4, 5 größere Untersuchungen vor mir.
Wenn ich Mathematiker wäre, würde ich sagen: Ein Arztbesuch, mindestens zwei neue Probleme…, als Realist würde ich meinen: „Wenn die Arztbesuche immer etwas Schlechtes bringen… dann geh doch einfach nicht mehr zum Arzt…“ Ich denke mal man wird verstehen, dass ich das ganze etwas anders sehe.
Nur leider muss ich derzeit festhalten, dass die Liste der Baustellen immer länger wird.
Hüfte mit Ausstrahlung auf Rücken
Schmerzen in diversen Gelenken
Probleme mit der Asthma-Medikation
Altlasten von Gefäßproblemen
Herz- und Kreislaufprobleme
Magen-Darm-Beschwerden
In den letzten 6 Wochen bin ich so oft geröntgt worden, das ich befürchte das ich irgendwann nachts anfange grün zu leuchten. CT, MRT und eine Spiegelung stehen mir noch bevor. Wenn ich ein Fazit habe, kann man sagen: „Läuft…“ Nur eben nicht auf zwei Beinen…
Oder um es einfach zu sagen: Warum nicht einfach nur eine kleine Erkältung, 14 Tage ausschwitzen und weg ist das Ding. So stehe ich vor einem Berg der mich wohl Wochen und Monate kosten wird. An Laufen derzeit nicht zu denken…
Meine Erfahrung der letzten Wochen hat mir allerdings eins gezeigt: Nicht immer auf den ersten besten Arzt hören. Hört Euch eine Zweitmeinung an. Zu oft und zu schnell wird aus meiner Sicht mit dem Skalpell gewinkt, frei nach dem Motto: „Lass doch mal aufschneiden und reingucken, vielleicht finden wird ja dann, das was nicht in Ordnung ist.
Zurzeit sammele ich erstmal… 23. KW. Kassel Krankenhaus, 26. KW Orthopädische Heli und dazwischen irgendwo noch einen leckeren Schlauch schlucken, damit dann ein Weg gebastelt werden kann um mittlerweile doch reichlichen Probleme in den Griff zu bekommen.
Ein Positives hatten die letzten Wochen… ich habe auf allen Mobilgeräten die Apps von Facebook, Twitter und Co. deinstalliert. Mittlerweile mag ich mein Handy sogar… gerade weil es nicht mehr alle 5 Minuten piepst und mir signalisiert das ich irgendeine Nachricht hätte, sondern weil es nur noch bimmelt, wenn wichtige Personen dran sind. Ich denke ich werde die Pause von den sozialen Medien einfach weitestgehend beibehalten…
Ich baue derzeit auch auf einige Kontakte die ich in den letzten 4, 5 Jahren aufgebaut habe, mit denen ich einen gemeinsamen Weg in meine Zielrichtung finde. Die Reise geht also weiter, jedoch derzeit leider anders als wie von mir gewünscht.
Es geht also auch hier im Blog weiter… jedoch bis auf weiteres in deutlich kleinerer Schlagzahl und vermutlich teilweise auch mit anderen Themen als man von mir gewohnt ist.
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