zwischenzeilen
tief in den schatten gewandert dort unten in dem trüben tal eine blüte fällt noch immer von deiner brust in den tauben tagen spürst du sie wie sie tauwarm das gestern beglückt
DEAR READER
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we're not kids anymore.
One Nice Bug Per Day
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ojovivo
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YOU ARE THE REASON

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trying on a metaphor

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@tomfrankschetelich
zwischenzeilen
tief in den schatten gewandert dort unten in dem trüben tal eine blüte fällt noch immer von deiner brust in den tauben tagen spürst du sie wie sie tauwarm das gestern beglückt
brennende reifen
einen sprung ins dunkle ungewisse gewagt nie mals verstanden was das ist ich träume hier wenn ich wache im trüben laternenlichterschatten hoch oben im nebel sangen die tauben immer schon
wolfskinder
tief in den tälern sind wir groß. was uns hier her brachte ist längst vergraben vergessen dort unter den schatten entstellt. irgendwo weit hinter den blitzen da kommen die wolken her wo wir waren fiel der schnee. eine träne friert noch immer an deinem gesicht. du weißt sie wird niemals fallen. unter eichen wandeln wir und stehen eigentlich immer nur am horizont.
eine zeile übersprungen
in den niederungen verstecken sie sich wie ratten vor allzu schnell sinkenden schiffen ich liebe dich schreit von irgendwoher eine frau sie war zu ehrlich um gehör zu finden wir fallen indes immer weiter abwärts in den tieferen sinn irgend wo muss er ja sein
aufgrundgelaufen
du hast dir einen traum verloren dort in der kühle als du auf der gischt im taumel tanztest. ich halte dich stand starr im wasserspiegel ein sehnen glüht noch immer vom grauen grunde her. in nebel verwoben aus deinen tränen jäh entpuppt erwacht ein lächeln bevor es vergeht.
Technokratenpartie
#poesie #gedicht #lyrik #deutsch #german #poem #writing
.?. ... !
Wir waren einmal wer, steht auf weiten, leeren Plätzen überall in der ehemaligen DDR. Wer wir waren, weiß keiner mehr so genau. Damals, das Damals klingt wie ein Abgesang auf den Jetztpunkt, damals waren wir wer – nicht für uns, sondern für die anderen.
Wir, die Menschen, wir ändern uns nicht, es ist nur die Welt um uns herum, die sich stetig wandelt, so denken sie und treiben den Zigarettendunst in die weite Nacht. Bewusstsein erwächst aus Reflexion.
In stillen Nächten träumen sich alte Menschen in noch ältere Zeiten. Die Jungen wissen von all dem nichts mehr. Ob es besser so ist, wird ihnen selbst überlassen. Wir sind frei!?!
Schönheit ist Freiheit in der Erscheinung. Die Erscheinung der Vergangenheit ist immer schöner als das Jetzt. Schön war sie deshalb nicht mehr, aber sie ist es jetzt. Damals waren wir wer - nicht für uns, sondern für die anderen … im Präsens.
Präsenz zeigt indes nicht mal mehr das Damals. Damals war die DDR. Im Vogtländischen gibt es ein Wort für die Zeit vor dem Damals. Es heißt übersetzt ‘Dadamals’. Dadamals gab es keine Muslime, auch keine Ausländer, und die Terroristen waren noch deutsch. Vor deutschen Terroristen mussten gute Deutsche keine Angst haben. Nur die schlechten. Das war in der DDR ähnlich. und doch so widersprüchlich. alle waren ja gleich.?. … !
auf einer anhöhe
kräuselnd ziehen sich gedanken durch eine viel zu weiche nacht ein traum bleibt indes ohne träumer er fliegt dort im morgengrauen und bleibt wohl unerhört weil ungedacht ferne lacht ein schatten in das viel zu tiefe tal eine unendlichkeit geht wohl immer ungesehen
perpetuum
durch die nacht in kreisen immer wieder das gleiche in der morgenröte werden wir eins sein bis dahin in unseren eigenen gedanken gefangen verletzt beschützt verdacht vielleicht ein vogel fliegt durch den moment verdeckt den mond für deinen augenblick in kreisen durch die nacht immer wieder zergangen beseelt befangen zerdacht vielleicht in den farben der wolken spiegelt sich unsere welt der morgen wird nie kommen
über den rand der welt
im scheinwerferlicht reflektieren wir wie tausend kleine wasser tropfen auf glatter bahn gestrandet fallen wir bis wir nur noch fliegen können die welt halten wir für einen augenblick einfach an aus der brust strömt weißes blut in papier getränkt im scheinwerferlicht brechen wir wer wir waren tanzen uns gehauchte und doch nie gedachte worte
erinnerungen an nimmerland
in den wogen gebrochen ein rascheln aus glas wir waren hier alleine für uns zusammen nie. ein zaudern zieht durch zarte zedern die wie gemalt am flussrand stehen. sag sehen wir uns noch einmal dort im kühlen klaren wo wir uns zum ersten mal im niemals sahen? in wolken gesprungen ins blau gefallen die welt so wie sie war war nie weit genug. und in der ferne dort leuchtet er und zeigt doch nur für uns den weg. und aus der ferne schreiten wir ein lächeln streift durchs abendlicht vor uns gibt es nichts mehr zu verstehen.
aus dem dunkel ans licht
für eine wolke gehalten gefallen in den schatten endlich doch gefunden. wir träumen hier wenn wir schweigen. das laute vertraute lag uns noch nie. im rascheln unsrer gedanken übersehen wir die linden die dort damals einmal standen. im zerfließen unsrer seele finden wir unser glück. was dazwischen liegt flüstert uns von fernem wunderahnen.
in den immer gleichen bildern
mit den wellen geschmolzen ein panzer aus stahl. in den strudeln ganz leise die wahrheit durchbrochen.
du warst niemals hier. im dunkel verschmelzen zwei welten bevor sie am ende doch vergehen
im laternenschein
eine ewigkeit zerbrochen auf glas ein lächeln schimmert durch die scheibe dort wo es mal war gibt es viel mehr.
vergangen | verweht
unnahbar lächelnd ein wort verschwiegen das dir so fern wie möglich sein soll. weißt du du hast recht wenn du sagst dass du nicht bist aber das macht dich in mir nur wahrer. dein schmunzeln verliert sich in falschen küssen. wo wir waren war kein raum. in all den süßen lügen lag eine ahnung von nicht fassen müssen. am ende sind wir doch unendlich.
regen
durch stürme gewandert verharren wir ohne den blick abzuwenden. aus der ferne tönen drohend trompeten. nach vorne zu blicken hieße loszulassen von dem was uns hierhin trieb. so bleiben wir. atmend.