Heliumbauch vs. Biberkacke
Der Moment in dem man merkt,
dass man, womöglich am Arsch ist.
Der Moment in dem man merkt,
dass man alleine im Bett einer zu wenig ist.
Der Moment in dem man merkt,
dass eine ganz bestimmte Person fehlt
Eine Person ohne die man nicht mehr einschlafen kann.
Und irgendwie denkt man sich dann,
dass es Das doch eigentlich gar nicht mehr bei einem gibt,
also so Etwas.
Aber plötzlich ist wieder so jemand da.
Der Bauch fĂŒhlt sich wie mit Helium gefĂŒllt an.
Hunger oder Appetit wird FremdgefĂŒhl.
Doch einmal dazu ĂŒberwunden zu essn,nach zwei Tagen, dann kann man auch nicht aufhören.
Denn das Essen in sich reinstopfen, wenn auch nur fĂŒr den Bruchteil einer Sekunde, betĂ€ubt das GefĂŒhl.
Das gefĂŒhl, das einem die GedĂ€rme entzwei schneidet, wenn sie nicht da ist.
Also sitzt man nun da,
weiĂ nicht ein, noch aus, mit sich
und ist am liebsten die ganze Zeit bis Oberkante Unterlippe dicht,
denn da merkt man wenigstens nicht,
dass man sie vermisst.
Doch dem steht enthusiastisch das jahrelange Trinksportprofitrainingsprogamm, umgangssprachlich auch als Alkoholmissbrauch abgewertet, entgegen.
Dementsprechend merkt die Leber das neu eingelegte Trainingslager gar nicht, weil sie eh schon weit ĂŒber die Belastungsgrenze rund um die Uhr, sieben Tage die Woche und dreihundertfĂŒnfundsechzig Tage im Jahr arbeitet.
Der dadurch einhergehende gelbliche Teint lÀsst seinerseits wiederum die Nikotinflecken an den Finger weniger hervorstrahlend erscheinen.
WĂ€re aber vielleicht besser,
denn dieser Farbkleks an unbedeckten Körperteilen wĂŒrde unter UmstĂ€nden und mit drei zugedrĂŒckten Augen davon ablenken, dass das Gesicht Leichenblass strahlt und selbst durch die Sonnenbrille das Auge des Betrachters blendet.
Schlussendlich fĂŒhlt man sich also nicht nur ScheiĂe, sondern, ein wirklich Jeder, selbst Steve Wonder kann es einem ansehen, wie man sich fĂŒhlt.
Dieses Aussehen wiederum fĂŒhrt leider dazu, dass Sie sich noch weniger fĂŒr einen interessiert, als das zuvor eh schon der Fall gewesen war. Dies fĂŒhrt dann aber wieder geradewegs dazu sich weiter mit dem Versuch sich voll laufen zu lassen herum zu plagen.
Der perfekte Teufelskreis zum UnglĂŒcklich sein.
Aber wozu gibt es schlieĂlich gute Freunde, wenn nicht dazu, einem dort heraus zu helfen?
Ganz genau:
um einen weiter und tiefer hineinzureiten in die ScheiĂe.
Da wird man an einem Abend fast erfolgreich abgefĂŒllt und wenn man am drauf folgenden Abend noch nicht wieder im Besitz seiner Selbstbestimmung ist, wird einem die nĂ€chstbeste einsame Dame auf das Geschlechtsorgan gesetzt, weil ist ja schlieĂlich eine Win-Win-Situation.
Dabei kommt es menschlich und realistisch eher auf eine Lose-Lose-Situation heraus:
gefĂŒhlt wird man beschenkt, als sei sie schwanger und man selbst nun Aids hat.
Und zu Weihnachten bringt das Christkind dann noch eine tote Oma und die genetische Veranlagung fĂŒr Parkinson unter den Chanukka-Leuchter.
Strike!
Wobei man den Tag ja nicht vor dem Abend loben soll und mit viel GlĂŒck könnte man sich ja am nĂ€chsten Morgen,
direkt nachâm Aufstehen,
also noch verpennt und schmerzempfindlich wie ein KĂ€ngurujunges, den kleinen Zeh am TĂŒrpfosten stoĂen, ach was red ich denn:
wenn schon ScheiĂe, dann mit Schwung â brechen.
Und den anderen direkt am nÀchsten Regal hinterherbrechen. Wenn man einmal im Flow ist, muss man ja auch mitschwimmen,
wenn ich mich nicht irre?! Ihihi.
Aber jeder gute Lauf hat mal sein Ende und dann trifft man Sie.
Mindestens genauso betrunken wie zehn russische Minenarbeiter, zufÀllig in einer Bar.
Und dann wird ges(ch)nackt als ob wir fĂŒreinander geschaffen wĂ€ren.
Die Nacht fliegt nur so in den Morgen herĂŒber wie wir beide, die ab jetzt Unzertrennlichen, in einer nach der anderen Bar raus.
Egal!
Wir sind die GröĂten, die Schönsten!
Jedes Promipaar sieht gegen uns aus wie Tante Erna und Onkel Werner aus Zwickau oder Bottrop oder Paderborn!
WĂ€hrend also die ersten Sonnenstrahlen ĂŒber den Horizont kriechen und neben uns Kotze stilecht von einem betrunken schwankenden Pinkelstrahl weg gespĂŒhlt wird:
kĂŒssen wir uns.
Die pure Magie.
Eine Sekunde ist ein Jahrzehnt und ein Jahrzehnt kĂŒrzer als ein Wimpernaufschlag, mit dem ich mich kurz vergewissern muss, dass es nicht nur Einbildung ist, wen ich da gerade wirklich kĂŒssen darf.
Ich bin der glĂŒcklichste Mensch der Welt.
Ich darf bei Ihr schlafen. Sie hat die schönsten BrĂŒste der Welt. Leider bin ich so betrunken, dass meine Muskeln eher schlapp machen als mein primĂ€res Geschlechtsorgan, dass nur trotzig und langsam einsieht, dass der Rest an dem es dranhĂ€ngt dringend Rehabilitation braucht.
Trotzdem schlÀft sie lÀchelnd neben mir ein.
Ich nicht.
Erstens bin ich zu betrunken um meine Augen liegend schlieĂen zu können ohne von einer SchwindelgefĂŒhlattacke zu kotzen.
Und Zweitens:
sie schnarcht...