TV-Terrier macht eine Pause. Gestern Abend ist meine Frau gestorben. Ich bin zur Zeit nicht locker genug. Bitte habt VerstÀndnis.
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TV-Terrier macht eine Pause. Gestern Abend ist meine Frau gestorben. Ich bin zur Zeit nicht locker genug. Bitte habt VerstÀndnis.
Heute kein âKurzSchlussâ (Arte)
Weil morgen, am 21.12., dem kĂŒrzesten Tag des Jahres, auf Arte den ganzen Tag der Kurzfilm gefeiert wird, gibt es heute kein âKurzSchlussâ. Hier geht's zur Sonderseite âDer kĂŒrzeste Tag â Arte spielt verrĂŒckt!â http://arte-myself.de/#/
âKurzSchlussâ #669 (Arte)
Vier Kurzfilme und drei redaktionelle BeitrĂ€ge gibtâs heute ab 0:25 Uhr in âKurzSchlussâ, dem Kurzfilm-Magazin auf Arte.
Zu Bildern des nĂ€chtlichen Paris, aus der Perspektive eines Obdachlosen, beschreibt eine Off-Stimme den sozialen Abstieg eines Mannes, bis hin zu seinem körperlichen und seelischen Verfall. âAm Leben seinâ von Emmanuel Gras.
Danach erlĂ€utert Regisseur Emmanuel Gras im GesprĂ€ch mit âKurzSchlussâ seinen Kurzfilm âAm Leben seinâ und erklĂ€rt, wie und warum er diesen Film ĂŒber Obdachlose gedreht hat.
In dem Animationsfilm âTausendfĂŒĂler und Kröteâ erzĂ€hlt Anna Khmelevskaya von einem allerseits bewunderten TausendfĂŒĂlerâŠ
âŠder in der Rinde eines indischen Feigenbaums lebt. Nur die Kröte ist neidisch und ersinnt einen grausamen Plan.
âKurzSchlussâ hat Regisseurin Anna Khmelevskaya kurz nach Fertigstellung ihres Animationsfilms âTausendfĂŒĂler und Kröteâ getroffen und mit ihr ĂŒber die Themen ihres Films und die verwendete Animationstechnik gesprochen.
Ebenfalls in einem Baum lebt in China ein Wolf in dem Animationsfilm âDer Wolf, der im Baum lebteâ von Lin Jiaxing. Eines Tages kommt RotkĂ€ppchen zu dem Wolf und will ihn verfĂŒhren. Doch der Wolf hat viel mehr Lust, das RotkĂ€ppchen zu köpfen.
Die Veranstalter des Filmfestivals von Clermont-Ferrand erklĂ€ren âKurzSchlussâ, wie und warum sie beim vergangenen Festival SondervorfĂŒhrungen zum Thema âFilm und Wissenschaftâ organisiert haben.
âSlow Danceâ von Joe Cobden ist eine getanzte Liebe auf den ersten Blick zur Musik von Warren Spicer, dem SĂ€nger der Gruppe "Plants and Animals".
âKurzSchlussâ #669 wird am Sonntag, den 15.12.2013 frĂŒhmorgens um 5:05 Uhr auf Arte wiederholt.
Nach âKurzSchlussâ strahlt Arte heute den Kurzspielfilm âDie Wilddiebinâ von Martin Tronquart aus, in dem Suzanne in einem Haus inmitten eines kleinen Dorfes lebt. Die einzige Verpflichtung, die sie akzeptiert, ist ihre Arbeit als Köchin in der Schulkantine.
Was ist das Gute an Kurzfilmen? Selbst wenn sie scheiĂe sind, sind sie nicht lange scheiĂe. KurzSchluss #669, heute ab 0:25 Uhr auf Arte.
http://www.arte.tv/de/184414.html
âKurzSchlussâ #668 (Arte)
Drei Kurzfilme und drei redaktionelle BeitrĂ€ge bietet heute ab 0:25 Uhr âKurzSchlussâ, das Kurzfilm-Magazin auf Arte.
âIn guten Zeitenâ von Marie Vernalde erzĂ€hlt von Betty, die ihre Eltern schockt, weil sie heimlich Vincent geheiratet hat, einen inhaftierten Strafgefangenen, der noch zehn Jahre GefĂ€ngnis verbĂŒĂen muss.
Im Making-Of von âIn guten Zeitenâ sprechen Regisseurin Marie Vernalde und ihre Hauptdarstellerin Claire Dumas mit âKurzSchlussâ darĂŒber, wie sie an das schwierige Thema âLiebe im GefĂ€ngnisâ herangegangen sind.
Dem 20jĂ€hrigen Azubi Alex wĂŒrde in âDie wilde Seiteâ von GuĂ©rin Van de Vorst die Zukunft offen stehen, doch dazu mĂŒsste er aufhören, nachts mit seinen Freunden um die HĂ€user zu ziehen.
In âTrick 17â zeigt âKurzSchlussâ allen Do-it-yourself-Regisseuren, wie sie spektakulĂ€re Luftaufnahmen simulieren können, wenn sie statt eines Flugzeugs nur eine simple WĂ€scheleine zur VerfĂŒgung haben.
In dem Kurzfilm âI don't feel like dancingâ von Joachim Dollhopf & Evi Goldbrunner wollen drei in einem Krisengebiet stationierte Soldaten die Ablehnung einer jungen Frau mit einer gemeinschaftlichen Vergewaltigung beantworten, doch es kommt ganz andersâŠ
Regisseur Miguel Gomez konnte fĂŒr seinen letzten Film âTabuâ viel Lob ernten. âKurzSchlussâ hat ihn beim diesjĂ€hrigen Filmfestival in Cannes getroffen und mit ihm ĂŒber sein âerstes Malâ hinter der Kamera gesprochen.
âKurzSchlussâ #668 wird am Sonntag, den 8.12.2013, frĂŒhmorgens um 5:00 Uhr auf Arte wiederholt.
Nach âKurzSchlussâ strahlt Arte den Kurzspielfilm âDie letzte Rundeâ von Hwang Moon Seok aus, der vom Finale eines PutzkrĂ€fte-Castings erzĂ€hlt, in das sich ein Bewerber und eine Bewerberin gegen 451 andere durchgekĂ€mpft haben. Doch dann passiert nichts, bis sie zu putzen beginnen...
Was ist das Gute an Kurzfilmen? Selbst wenn sie scheiĂe sind, sind sie nicht lange scheiĂe. âKurzSchlussâ #668, heute um 0:25 Uhr auf Arte.
http://www.arte.tv/de/184414.html
âKurzSchlussâ #667 (Arte)
âKurzSchlussâ, das Kurzfilm-Magazin auf Arte, kommt heute ab 23:31 Uhr mit drei Kurzfilmen und zwei redaktionellen BeitrĂ€gen.
In âSeven Years of Winterâ von Marcus Schwenzel wird der 7jĂ€hrige Andrej von einem Hehler in die Todeszone Tschernobyls geschickt, um PĂ€sse und Dokumente aus verlassenen Wohnungen zu holen. Auf seinen StreifzĂŒgen trĂ€umt sich der Junge in das Leben der frĂŒheren Bewohner.
Mit einem 30-köpfigen Team drehte Marcus Schwenzel den Film unter schwierigsten Bedingungen, einen Tag sogar in der besonders gefĂ€hrlichen Reaktor-Zone von Tschernobyl. âKurzSchlussâ sprach mit dem Regisseur ĂŒber seinen mehrfach preisgekrönten Kurzfilm âSeven Years of Winterâ.
Ein Hasenpaar hungert, weil im Wald zu wenig Essbares wĂ€chst. Als die Hasenfrau FrĂŒchte findet, gerĂ€t ihre Pfote in eine PelzjĂ€gerfalle, nun ist sie ihrem Schicksal ausgeliefert, zumal auch die UnterstĂŒtzung ihres Mannes schwindet: âErdbeerwittchenâ von FrĂ©dĂ©rick Tremblay.
In den Filmen von Sylvia Borges werden Frauen aktiv, ĂŒberschreiten Grenzen. âKurzSchlussâ spricht mit ihr ĂŒber ihren Diplomfilm "Rendezvousâ. Direkt nach âKurzSchlussâ zeigt Arte den Kurzfilm âZu Dir?â von Sylvia Borges, in dem sich ein Mann und eine Frau in einem Nachtclub nĂ€her kommen; nicht verbal, sondern tanzend. DrauĂen vor dem Club enttĂ€uscht er sie mit der plumpen Frage âZu Dir?â, doch der Abend ist noch nicht zu Ende.
âKurzSchlussâ #667 wird einschlieĂlich des Kurzspielfilms âZu Dir?â am Sonntag, den 1.12.2013, auf Arte wiederholt.
Was ist das Gute an Kurzfilmen? Selbst wenn sie scheiĂe sind, sind sie nicht lange scheiĂe. âKurzSchlussâ #667, heute um 23:31 Uhr auf Arte.
http://www.arte.tv/de/184414.html
âTatort: Mord auf Langeoogâ (ARD)
Auf der Nordseeinsel Langeoog wird eine Hamburger Galeristin erstochen aufgefunden. Neben ihr sitzt blutbeschmiert der jĂŒngere Bruder der Frau des Freundes von Kommissar Falke. Was bedeutet: Falke ist persönlich involviert!
So kommt es, dass der Hamburger Kommissar Falke (Wotan Wilke Möhring), der soeben noch seinem Chef telefonisch Urlaubstage abgetrotzt hat, plötzlich auf der niedersÀchsischen Insel ermittelt, die eigentlich das Revier der Auricher Kommissarin Brandner (Nina Kunzendorf) ist.
Da trifft es sich gut, dass auch die Kommissarin Lorenz (Petra Schmidt-Schaller) in Hamburg offenbar kaum zu tun hat und ebenfalls auf die kleine Insel eilt, so dass Kommissarin Brandner sich vor Amtshilfe kaum retten kann.
Diese âfish out of waterâ-Situation fĂŒr Kommissar Falke reizte Regisseur Stefan Kornatz (Kommissarin Lucas) besonders, weil die beiden Hamburger Ermittler auf dem Eiland, fernab ihres eigenen Apparats, auf eine besondere Weise auf sich selbst gestellt sind.
Das Drehbuch zum âTatort: Mord auf Langeoogâ schrieb Max Eipp (Grimme-Preis fĂŒr sein Drehbuch âWutâ) zusammen mit Stefan Kornatz. Der zweite Fall fĂŒr das Hamburger Team, das die Nachfolge von Undercover-Ermittler Cenk Batu (Mehmet KurtuluĆ) angetreten hat, ist in jeder Hinsicht gelungen: Ein spannender, ungewöhnlicher Plot, glaubwĂŒrdige Figuren, plausible Handlungsmotive.
Bemerkenswert ist auch die Besetzung. Neben Wotan Wilke Möhring und Petra Schmidt-Schaller Namen wie Nina Kunzendorf, Laura Tonke, Sebastian Schipper, Jan Georg SchĂŒtte, Rainer Bock und nicht zuletzt Leonard Carow.
ARD 24.11.2013: âTatort: Mord auf Langeoogâ; Krimi; Buch: Max Eipp, Stefan Kornatz 2,0; Regie: Stefan Kornatz 1,5. Beste Darsteller: Wotan Wilke Möhring 1,5; Nina Kunzendorf 2,0; Petra Schmidt-Schaller 2,0; Gesamtbewertung âTatort: Mord auf Langeoogâ: 2,0.
Der âTatort: Mord auf Langeoogâ wird nachher um 0:35 Uhr in der ARD wiederholt, auĂerdem gibtâs ihn tĂ€glich ab 20 Uhr in der ARD-Mediathek:
http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/602916_tatort/18294882_mord-auf-langeoog-video-tgl-ab-20-uhr-
âKurzSchlussâ #666 (Arte)
Noch einmal ist heute ab 23:26 Uhr die Kurzfilmszene des Balkans Schwerpunkthema von âKurzSchlussâ, dem Kurzfilm-Magazin auf Arte.
Der vielfach ausgezeichnete Animationsfilm âDer letzte Busâ von Ivana LaucĂkovĂĄ und Martin Snopek ist eine pessimistische Allegorie aus dem Tierreich zum Thema SolidaritĂ€t und Moral unter Todesangst: Die Jagdsaison ist eröffnet und die Tiere des Waldes, darunter ein verletzter Fuchs, fliehen vor den JĂ€gern in einem Bus. Als die JĂ€ger auf der Suche nach schönen Fuchspelzen den Bus stoppen, können die Tiere ihr Leben retten, wenn sie den Fuchs ausliefernâŠ
Der slowenische Filmemacher Rok Bicek berichtet fĂŒr âKurzSchlussâ ĂŒber die Kurzfilmszene in Slowenien und Kroatien.
WÀhrend die BalkanlÀnder Mazedonien, Kosovo und Serbien immer noch von Kriegsfolgen gezeichnet sind, (Streit um Gebiete und Namen, um Kriegsverbrechen sowie ethnische Konflikte), haben Slowenien und Kroatien ihren Weg in die EuropÀische Union gefunden.
Rok Bicek betreibt in seiner Heimat einen Generationenvergleich, im Nachbarland Kroatien findet er einen ganzen Generationenwechsel; er spricht mit Filmemachern aus Slowenien und Kroatien und besucht einen Ort, an dem der Film beide Kulturen zueinander fĂŒhrt.
Zwischen den beiden Teilen seiner Dokumentation zeigt âKurzSchlussâ den Kurzfilm âEntenjagdâ von Rok Bicek, in dem zwei Söhne vom GefĂ€ngnis den soeben entlassenen Vater abholen, um mit ihm wie frĂŒher auf Entenjagd zu gehen. Doch statt eines Gewehrs erhĂ€lt er eine Schaufel â fĂŒr sein Grab.
Im Anschluss an âKurzSchlussâ zeigt Arte den Kurzfilm âTiranaâ, in dem Alexander Schellow mit den Mitteln der dokumentarischen Animation und Realfilmsequenzen aus vielen Perspektiven die Suche eines westlichen Reisenden nach Albanien erzĂ€hlt, von dem er keine Vorstellung hat.
âKurzSchlussâ #666 wird einschlieĂlich des nachfolgenden âTiranaâ am Sonntag, den 24.11.2013, frĂŒhmorgens um 5:00 Uhr auf Arte wiederholt.
Was ist das Gute an Kurzfilmen? Selbst wenn sie scheiĂe sind, sind sie nicht lange scheiĂe. âKurzSchlussâ #666, gleich um 23:26 Uhr auf Arte.
http://www.arte.tv/de/184414.html
âTatort: Eine andere Weltâ (ARD)
Eine 16jĂ€hrige wird tot aufgefunden. Sie hat ein Doppelleben zwischen dem Dortmunder Plattenbau- und dem Schickeria-Milieu gefĂŒhrt. Die Ermittler verdĂ€chtigen natĂŒrlich erst einmal die Angehörigen, den dealenden Ex-Freund und schlieĂlich die Schickimicki-CliqueâŠ
Doch das ist bloĂ der halbe âTatortâ, die andere HĂ€lfte fĂŒhrt konsequent die Figurenentwicklung der ersten beiden Episoden weiter. Auch in diesem dritten Dortmund-Tatort sind es nicht nur die Ausraster des Kommissariatsleiters Peter Faber (Jörg Hartmann), der immer noch die wahre Todesursache seiner Ehefrau und seiner Tochter sucht. Es sind auch die vielen stimmigen Details rund um âKöniginmutterâ Martina Böhnisch (Anna Schudt) oder die tĂŒrkischstĂ€mmige Kommissarin Nora Dalay (Aylin Tezel) mit ihrem Kollegen und Freund Daniel Kossik (Stefan Konarske).
Grimme-PreistrĂ€ger JĂŒrgen Werner gelingt es in seinem dritten Dortmund-Drehbuch sehr gut, die FĂ€den seiner beiden ersten Episoden aufzunehmen und so gekonnt weiterzuspinnen, dass die Charaktere grĂŒndlich an Tiefe gewinnen, mehr als in anderen Tatorten nach Jahren.
Wobei Anna Schudt schauspielerisch mit Abstand die gröĂte Bandbreite zeigt. Die Figur ihrer Hauptkommissarin Böhnisch ist von einer beeindruckenden Vielschichtigkeit, und sie erreicht das mit vergleichsweise wenigen Szenen.
Gelungen ist auch die Figur der tĂŒrkischstĂ€mmigen Ermittlerin Nora Dalay, bei der JĂŒrgen Werner Klischees vermeidet und gut recherchierte milieustimmige Konflikte anklingen lĂ€sst.
Regisseur Andreas Herzog (Unter Verdacht) hat fĂŒr das gute Drehbuch starke Bilder gefunden. Und wie perfekt die Handy-Videos, eigentlich ja RĂŒckblenden, in den Flow des Films integriert sind! Da kommt Andreas Herzogs groĂe Erfahrung in der Filmmontage zum Tragen.
Ein Hinweis auf die QualitĂ€t der Dortmunder Tatort-Konzeption ist auch, dass man als Zuschauer sofort wieder mit dem Setting vertraut ist, obwohl die letzte Episode nun schon ein volles Jahr zurĂŒckliegt.
ARD 17.11.2013; âTatort: Eine andere Weltâ; Krimi; Buch: JĂŒrgen Werner 1,5; Regie: Andreas Herzog 2,0. Beste Darsteller: Anna Schudt 1,0; Jörg Hartmann 2,0; Aylin Tezel 2,0; Gesamtbewertung âTatort: Eine andere Weltâ: 1,5.
Der âTatort: Eine andere Weltâ wird gleich um 0:50 Uhr in der ARD wiederholt. AuĂerdem ist er tĂ€glich ab 20 Uhr in der ARD-Mediathek verfĂŒgbar:
http://www.ardmediathek.de/das-erste/tatort/eine-andere-welt-video-tgl-ab-20-uhr?documentId=18158156
âKurzSchlussâ #665 (Arte)
Das Schwerpunktthema âBalkanâ steht heute ab 23:14 Uhr auf dem Programm von âKurzSchlussâ, dem Kurzfilm-Magazin auf Arte.
Weil seine Eltern in Deutschland eine Existenz aufbauen, lebt der 17jĂ€hrige Georgi in âPrideâ von Pavel Vesnakov beim GroĂvater in der bulgarischen Hauptstadt Sofia. Doch dann vermutet der Patriarch, dass sein Enkel schwul ist und will ihn unbedingt âkurierenâ.
FĂŒr âKurzSchlussâ begibt sich Filmemacher Peter Stockhaus auf eine Reise von Skopje durch den Kosovo in die serbische Hauptstadt Belgrad und trifft Filmschaffende, die die Situation des Kurzfilms auf dem Balkan analysieren. Die ersten Stationen sind Mazedonien und der Kosovo.
Mitten im Spiel erlebt die 6jĂ€hrige âAgnieszkaâ in dem gleichnamigen Animationsfilm von Izabela Bartosik-Burkhardt wie die Mutter sie verlĂ€sst und nie zurĂŒckkehrt. Der Verlust der Mutter hindert sie daran, erwachsen zu werden. Erst eine Erkenntnis hilft ihr.
Im zweiten Teil des Reiseberichts von Peter Stockhaus ĂŒber Kurzfilm auf dem Balkan geht es um Heimat, schwarze Listen und offene Wunden.
In einem Bonus-Video auf der âKurzSchlussâ-Website gibt der Journalist und Filmkritiker Vladan Petkovic (auf Englisch) einen Ăberblick ĂŒber die institutionelle Filmförderung auf dem Balkan: http://tinyurl.com/p65gttm
In dem Kurzspielfilm âDann sehe ich Tanjaâ von Juraj Lerotic mĂŒssen der 16jĂ€hrige Zeljko und sein kleiner Bruder ohne die Mutter zurecht kommen, die im Krankenhaus liegt. Zwei Dinge will Zeljko unbedingt schaffen: Tanja anzusprechen und der Mutter eine PerĂŒcke zu kaufen.
âKurzSchlussâ #665 wird am Sonntag, den 17.11.2013, frĂŒhmorgens um 5:00 Uhr auf Arte wiederholt.
Was ist das Gute an Kurzfilmen? Selbst wenn sie scheiĂe sind, sind sie nicht lange scheiĂe. âKurzSchlussâ #665, gleich um 23:14 Uhr auf Arte.
http://www.arte.tv/de/184414.html
âSchimanski: Loverboyâ (ARD)
âSchimanski: Loverboyâ ist ein Krimi, aber zugleich ist es ein Trauerspiel, wie sich Autor, Regisseur und Hauptdarsteller zum Affen machen. Es reichen die ersten zehn Minuten Film und man erkennt das Elend von âSchimanski: Loverboyâ in seiner ganzen Grausamkeit.
Im Paternoster kniet Marie-Claire vor dem mosernden Schimanski und zwĂ€ngt ihn in eine Anzugshose wie aus der Kleidersammlung. Als sie den Aufzug verlassen, trippelt Schimanski neben Marie-Claire und jammert, es zwicke im Schritt. Wenn HĂ€nschen (Chiem van Houweninge), alt aber wĂŒrdig, zum hollĂ€ndischen Ritter ernannt wird, steht Schimanski, mit seinen grotesk ĂŒberfĂ€rbten Haaren und der schmuddeligen PlastiktĂŒte, daneben wie ein Köter, der eben noch in der Gosse eine Schuhsohle gekaut hat.
Zu Hause wurde ihre WohnungstĂŒr von zwei Typen zerlegt, die Schimanski um einen Gefallen bitten sollen (?!) Prompt bricht Schimanski-Köter eine Latte aus dem nĂ€chsten Möbel und fĂ€ngt mit den beiden eine PrĂŒgelei an, bei der die angesĂ€gten Pressholzmöbel schon zusammenfallen, wenn sie nur angetippt werden. Die Choreografie dieser Rauferei erinnert dabei an BĆ-MeditationsĂŒbungen, die in Zeitlupe einen Kampf mit HolzstĂ€ben simulieren.
Nach diesen zehn Minuten hat das FremdschÀmen einen Tiefpunkt erreicht, von dem aus der restliche Film nur noch aufwÀrts gehen kann.
Das Besondere an Schimanski war immer, dass Götz George ihn mit einem Augenzwinkern brachte, dass er gegen die Figur anspielte. Dabei ist Schimanski in âLoverboyâ schon vom Drehbuch her so peinlich angelegt, dass es fast wieder eine Leistung ist, ihn in der Inszenierung noch weiter beschĂ€digt zu haben.
Das alles ist Drehbuchautor JĂŒrgen Werner (Masserberg) und Regisseur Kaspar Heidelbach (Das Wunder von Lengede) bestens gelungen.
Der vorhersehbare Plot um die verfĂŒhrten und zur Prostitution gezwungenen Teenies oder den erschossenen Loverboy kann da auch nichts mehr retten. Allerdings, das vielschichtige Spiel von Vladimir Burlakov als diabolischer VerfĂŒhrer soll nicht unerwĂ€hnt bleiben.
Vermutlich muss man ein Riesen-Fan von Schimanski sein, um der Episode âLoverboyâ etwas abgewinnen zu können. Oder vielleicht gerade nicht.
ARD 09.11.2013: âSchimanski: Loverboyâ; Krimi; Buch: JĂŒrgen Werner 3,5; Regie: Kaspar Heidelbach 4,0. Beste Darsteller: Vladimir Burlakov 1,5; Chiem van Houweninge 2,0; Gesamtbewertung âSchimanski: Loverboyâ 3,5.
âSchimanski: Loverboyâ wird gleich um 0:30 Uhr in der ARD wiederholt. AuĂerdem gibtâs ihn tĂ€glich ab 20 Uhr in der ARD-Mediathek
http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/10318986_schimanski/18051264_loverboy-video-tgl-ab-20-uhr-
âKurzSchlussâ #664 (Arte)
Neuseeland ist heute ab 23:05 Uhr das Schwerpunktthema in âKurzSchlussâ, dem Kurzfilm-Magazin auf Arte.
âKurzSchlussâ startet mit âLambsâ von Sam Kelly: Der junge Maori Jimmy schwĂ€nzt die Schule, ohne dass sich jemand fĂŒr die GrĂŒnde interessiert.
In der Rubrik âZoomâ berichtet âKurzSchlussâ vom neuseelĂ€ndischen Kurzfilm, der regelmĂ€Ăig Erfolge auf internationalen Festivals feiert.
Jackie van Beek erzĂ€hlt mit âVorwĂ€rts Doggiesâ von dem autistischen MĂ€dchen Brittany, das Football liebt und ein groĂer Fan der âWestern Bulldogsâ ist. Als Brittany eine echte Bulldogge vor ihrem Fenster sitzen sieht, wird sie in ein Abenteuer verwickelt.
Dann berichtet âKurzSchlussâ vom âWairoa Maori Film Festivalâ, bei dem indigene Filme im heiligen Gemeindezentrum, der Marae, laufen.
In âTwo Cars, one nightâ von Taika Waititi treffen nachts auf einem Parkplatz zwei Jungs und ein MĂ€dchen aufeinander. WĂ€hrend sie auf ihre Eltern warten, entwickelt sich von Auto zu Auto zunĂ€chst Neugier â und dann sogar ein bisschen mehr.
âKurzSchlussâ #664 wird am Sonntag, den 10.11.2013, frĂŒhmorgens um 5:00 Uhr auf Arte wiederholt.
Im Anschluss an âKurzSchlussâ sendet Arte heute drei Kurzfilme der neuseelĂ€ndischen Regisseurin #Jane_Campion: In âOrangenschalenâ entsteht ein Familienstreit wegen der Schalen, die ein Junge von seinen Orangen pellt. âA Girlâs Own Storyâ erzĂ€hlt die Geschichte von Pam, Gloria und Stella, dreier miteinander befreundeter junger MĂ€dchen. âLeidenschaftslose Augenblickeâ zeigt zehn nicht zusammenhĂ€ngende Momente im Leben von zehn unterschiedlichen Personen.
Was ist das Gute an Kurzfilmen? Selbst wenn sie scheiĂe sind, sind sie nicht lange scheiĂe. âKurzSchlussâ #664, heute um 23:05 Uhr auf Arte.
http://www.arte.tv/de/184414.html
âTatort: Kalter Engelâ (ARD)
In ThĂŒringen gibt es mit Erfurt nicht nur einen neuen Tatort, sondern auch ein neues Ermittlerteam. An der Spitze eine resolute Kriminaldirektorin, wunderbar verkörpert von Kirsten Block.
Es gibt zwei Jungs (Friedrich MĂŒcke als Hauptkommissar Henry Funck und Benjamin Kramme als Oberkommissar Maik Schaffert), die zwar eifrig ihren Job machen, die man aber schon vergessen hat, sobald sie mal drei Sekunden nicht im Bild sind.
Und es gibt Alina Levshin (Im Angesicht des Verbrechens, Kriegerin).
Die von ihr verkörperte Figur der Polizeipraktikantin Johanna Grewel dominierte den ganzen Film. Im Guten wie im Schlechten. Im Guten, weil Alina Levshin eine tolle Schauspielerin ist, mit einer eindrucksvollen PrĂ€senz, obwohl sie eher zurĂŒckgenommen spielt. Im Schlechten, weil das Drehbuch die Praktikantin zu einem penetranten ErklĂ€rbĂ€rchen umfunktioniert, das einem schnell auf den Wecker geht.
Auf den Wecker geht auch der konventionelle, mĂŒde Whodunit-Plot mit vielen Ungereimtheiten. Zum Beispiel, warum der entflohene Serienmörder nicht schaut, dass er Land gewinnt, anstatt dem Kommissar in Polizeikluft mit Maschinenpistole hinterher zu schleichen.
Mit dem âjĂŒngsten Ermittlertrio aller Zeitenâ zielt der MDR auf junge Zuschauer. Doch die sind weniger mit jungen Schauspielern als mit unkonventionellen Stoffen und mutiger, innovativer Regie zu locken. Drehbuchautor und Regisseur Thomas Bohn hat den jungen Polizisten einen Stoff auf den Leib geschrieben, um den sich auch, ohne auĂer Atem zu geraten, der selige Bruno Ehrlicher und Kollege Kain hĂ€tten kĂŒmmern können.
Von Thomas Bohn, (mit sechzehn Episoden auf dem Buckel wohl eher ein Tatort-Opa), jugendliche Stoffe und innovative Regie zu erwarten, heiĂt einen Rollator mit einem Skateboard zu verwechseln.
ARD 03.11.2013: âTatort: Kalter Engelâ; Krimi; Buch: Thomas Bohn 4,0; Regie: Thomas Bohn 3,5. Beste Darsteller: Alina Levshin 2,0; Kirsten Block 2,5; Gesamtbewertung âTatort: Kalter Engelâ: 3,0.
Der âTatort: Kalter Kaffeeâ wird gleich um 0:35 Uhr in der ARD wiederholt. AuĂerdem ist er tĂ€glich ab 20 Uhr in der ARD-Mediathek abrufbar:
http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/602916_tatort/17931618_kalter-engel-video-tgl-ab-20-uhr-
âKurzSchlussâ #663 (Arte)
âKurzSchlussâ, das Kurzfilm-Magazin auf Arte, kommt heute ab 23:06 Uhr, voll gepackt mit vier redaktionellen BeitrĂ€gen und vier Kurzfilmen.
Esther wird an ihrem 13. Geburtstag klar, dass das Leben kein Zuckerschlecken ist. Zum GlĂŒck hat sie ihren GroĂvater, der sie zu trösten und ihr behutsam ĂŒber diesen Tag hinwegzuhelfen versucht. âDas Leben macht mir keine Angstâ von Stephen Dunn.
âTrick 17â, die unterhaltsame und aufschlussreiche âKurzSchlussâ-Reihe ĂŒber selbstgebastelte Filmwerkzeuge fĂŒr Do-it-yourself-Regisseure, zeigt heute, wie man fĂŒr die Kamera spektakulĂ€re Stunts in der Luft herstellen kann.
Catherine Buffat und Jean Luc GrĂ©co erzĂ€hlen in ihrem Kurzfilm âAus heiterem Himmelâ von einem romantisch geplanten Kurzurlaub am Meer, der aber ziemlich schief geht und bald ein Problem das nĂ€chste jagt.
Regisseur Emmanuel Gras hat âKurzSchlussâ Bilder seines neuesten Kurzfilms âAm Leben seinâ geschickt, der am 13.12. gesendet werden soll.
Eine Frau geht in dem Kurzfilm âOptimismusâ von Jean-Gabriel PĂ©riot durch die Stadt und sagt den Menschen, denen sie begegnet, dass sie aufrichtig Liebe sie fĂŒr sie empfindet. Die Reaktionen sind unterschiedlich. Schwierigkeiten gibt es, als sie eine MinderjĂ€hrige anspricht.
In dem Animationsfilm âTanz der Planetenâ von Titouan Bordeau verhilft eine Entenherde einem Astronauten zu erstaunlichen Erkenntnissen.
Der Doku-Filmer Virgil Vernier stellt âKurzSchlussâ seinen ungewöhnlichen Kurzspielfilm âOrlĂ©ansâ vor.
âKurzSchlussâ #663 wird am Sonntag, den 3.11.2013, frĂŒhmorgens um 5:00 Uhr auf Arte wiederholt.
Im Anschluss an âKurzSchlussâ zeigt Arte den Kurzspielfilm âOrlĂ©ansâ von Virgil Vernier, in dem zwei TĂ€nzerinnen eines Stripclubs mit der mythischen Figur der Johanna von OrlĂ©ans in BerĂŒhrung kommen, zu deren Ehren in der Stadt Gedenkfeiern stattfinden.
Was ist das Gute an Kurzfilmen? Selbst wenn sie scheiĂe sind, sind sie nicht lange scheiĂe. âKurzSchlussâ #663, heute um 23:06 Uhr auf Arte.
http://www.arte.tv/de/184414.html
âTatort: Aus der Tiefe der Zeitâ (ARD)
Um wirklich mitreden zu können, sollte man einen Krimi von Dominik Graf mindestens dreimal gesehen haben. Und selbst dann wird es viele Details geben, die vielleicht noch nicht erkannt, aber alle schon gewirkt haben. Einen Dominik Graf-Film kann man lange fĂŒhlen, bevor man ihn verstanden hat.
Der âTatort: Aus der Tiefe der Zeitâ ist ein Mosaik, ein groĂes Bild aus vielen kleinen. Wo auch das kleinste Bild eine Geschichte erzĂ€hlt.
Die Geschichte des groĂen Bildes startet bei einer Leiche, die schon etwas Ă€lter ist, einige Monate, und hinreicht bis zu Toten, die fast siebzig Jahre alt sind, aber dennoch ganz konkret und ganz plausibel die Gegenwart beeinflussen.
Schon das Drehbuch ist auĂergewöhnlich. Geschrieben hat es Bernd Schwamm, der mit Dominik Graf zusammen nicht nur drei âFahnderâ-Folgen, sondern 1986 auch schon den âTatort: Schwarzes Wochenendeâ gemacht hat.
âAus der Tiefe der Zeitâ veredelte Grimme-PreistrĂ€ger Dominik Graf dann zu dem impressionistischen Feuerwerk, das allein in seiner grandios geschnittenen Eröffnungssequenz mehr Filmhandwerk bietet als mancher âTatortâ in neunzig Minuten. (Man muss sich das einmal vorstellen: Da werden Methodik und Konsequenz stĂ€dtebaulicher Korruption in drei witzigen Minuten parallel erzĂ€hlt).
Und die Schauspieler. Ein ganzes Ensemble um die beiden Urgesteine des MĂŒnchner âTatortâ â Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec â herum. Aber nicht nur Meret Becker, Erni Mangold oder Martin Feifel, sogar Leitmayrs Nachbarin (Victoria Sordo) ist eine echte Entdeckung.
ARD 28.10.2013: âTatort: Aus der Tiefe der Zeitâ; Krimi; Buch: Bernd Schwamm 1,5; Regie: Dominik Graf 1,0. Beste Darsteller: Udo Wachtveitl 1,5; Miroslav Nemec 1,5; Meret Becker 1,5; Gesamtbewertung âTatort: Aus der Tiefe der Zeitâ 1,5.
Der âTatort: Aus der Tiefe der Zeitâ wird gleich um 0:35 Uhr in der ARD wiederholt. AuĂerdem gibtâs ihn tĂ€glich ab 20 Uhr in der ARD-Mediathek:
http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/602916_tatort/17815850_aus-der-tiefe-der-zeit-video-tgl-ab-20-uhr-?buchstabe=T
âKurzSchlussâ #662 (Arte)
Mit einer Sondersendung zum âWeltweiten Tag des Animationsfilmsâ kommt heute um 23:13 Uhr âKurzSchlussâ, das Kurzfilm-Magazin auf Arte.
Monsieur Hublot lebt in einer von Mechanik dominierten Welt. Aus Angst davor und möglichen VerĂ€nderungen, bleibt er am liebsten zu Hause, bis er eines Tages einen heimatlosen Robo-Hund bei sich aufnimmt. âMr Hublotâ von Laurent Witz und Alexandre Espigares.
âKurzSchlussâ hat mit Produzenten des National Film Board of Canada und Regisseuren gesprochen, die von dieser Einrichtung gefördert werden. Die staatliche Filmbehörde im kanadischen Montreal ist weltweit fĂŒr ihre innovativen und auĂergewöhnlichen Animationsfilme bekannt.
In âDer Gesangâ von InĂšs Sedan lebt eine Frau in einer unglĂŒcklichen Ehe, weil Ihr Mann sie dazu zwingt, still zu sein. Wenn sie aber die GerĂ€usche der Natur hört, erwacht in ihr Hoffnung auf ein anderes Leben. SchlieĂlich findet sie die Kraft sich zu wehren.
âKurzSchlussâ hat mit Regisseurin InĂšs Sedan und ihrer Produzentin Dora Benousilio ĂŒber ihre Zusammenarbeit sowie die grafischen und musikalischen Entscheidungen gesprochen, die sie fĂŒr den Animationsfilm âDer Gesangâ getroffen haben.
CĂ©line Devaux erzĂ€hlt in âLeben und Tod des illustren Grigori Jefimowitsch Rasputinâ wie der herumirrende Mönch Rasputin an den Hof der letzten Zaren Russlands kam und einen damals unerklĂ€rlichen Einfluss auf die Bluterkrankheit des Zarensohns hatte.
Regisseurin CĂ©line Devaux erklĂ€rt dann âKurzschlussâ, warum sie der umstrittene Rasputin fasziniert und wie sie den Film angelegt hat.
In âPlug & Playâ von Michael Frei treffen sich zwei menschenĂ€hnliche Geschöpfe, die statt Köpfen Stecker oder Steckdose besitzen. Sie ignorieren das Diktat erhobener Finger und stecken ihre Köpfe zusammen, bzw. das, was sie stattdessen haben.
âKurzSchlussâ #662 wird am Sonntag, den 27.10.2013, frĂŒhmorgens um 5:00 Uhr auf Arte wiederholt.
Im Anschluss an âKurzSchlussâ strahlt Arte den Kurzspielfilm âDas Totenbuchâ von Alain Escalle aus, in dem der alte und einsame Michael in einem Stadtviertel voller Ruinen ein mysteriöses Buch findet, das dunkle Geheimnisse zu enthalten scheint.
Was ist das Gute an Kurzfilmen? Selbst wenn sie scheiĂe sind, sind sie nicht lange scheiĂe. âKurzSchlussâ #662, heute um 23:13 Uhr auf Arte.
http://www.arte.tv/de/kurzschluss-das-magazin-662-die-sendung-im-ueberblick/7687808.html
âTatort: Die chinesische Prinzessinâ (ARD)
Eine chinesische KĂŒnstlerin mit BĂŒrgerrechts-Ambitionen findet sich tot an Professor Boernes Arbeitsplatz. NatĂŒrlich gerĂ€t der Gerichtsmediziner in Verdacht, weil er ohne plausible ErklĂ€rung dort ebenfalls herumliegt und somit seine Unschuld nicht beweisen kann.
Ganz anders der uigurische Widerstand, dessen Unschuldsbeweis auf einen Memory-Stick passt, den der chinesische Geheimdienst jagt.
Gerichtsmediziner Boerne (Jan Josef Liefers) ist dank Koks-Missbrauch und retrograder Amnesie so paralysiert, dass seine Rolle auch von einer Wachspuppe hÀtte gespielt werden können. Auch Kommissar Thiel (Axel Prahl) muss zunÀchst bangen, sich nur aufgrund seines Alkoholmissbrauchs an nichts in der gemeinsamen Nacht mit Assistentin Nadeshda (Friederike Kempter) erinnern zu können.
Insgesamt eine wirre, unglaubwĂŒrdige Geschichte, mit den immergleichen finsteren Chinesen aus der Mottenkiste des Kalten Krieges und den immergleichen VersatzstĂŒcken aus dem Recyclingregal der Krimi-Dramaturgie.
Drehbuchautor Orkun Ertener hat fĂŒr seine Mitwirkung an der Kultserie âKDD â Kriminaldauerdienstâ den Grimme-Preis gewonnen. Regisseur Lars Jessen inszenierte so lustige und berĂŒhrende Filme wie âButter bei die Fischeâ, âHochzeitspolkaâ oder âFischer fischt Frauâ. Der âTatort: Die chinesische Prinzessinâ ist den beiden aber weder lustig, noch spannend oder berĂŒhrend geraten.
Gut: Die âTatortâ-Episoden aus MĂŒnster waren zuletzt etwas albern. Aber kein Humor und keine Spannung ist auch keine Lösung.
ARD 20.10.2013: âTatort: Die chinesische Prinzessinâ; Krimi; Buch: Orkun Ertener 3,5; Regie: Lars Jessen 3,0. Beste Darsteller: Axel Prahl 1,5; Friederike Kempter 2,0; Gesamtbewertung âTatort: Die chinesische Prinzessinâ 3,0.
Der âTatort: Die chinesische Prinzessinâ wird gleich um 0:35 Uhr in der ARD wiederholt; auĂerdem ist er tĂ€glich ab 20 Uhr in der ARD-Mediathek abrufbar:
http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/602916_tatort/17688832_die-chinesische-prinzessin-video-tgl-ab-20-uhr-
âKurzSchlussâ #661 (Arte)
Um Wikinger, alte Bekannte und WeichkĂ€se geht es heute ab 23:08 Uhr in âKurzSchlussâ, dem Kurzfilm-Magazin auf Arte.
In âWikingerâ von Magali Magistry kehrt im Jahr 934 der Wikinger Magnus aus dem Krieg zurĂŒck und muss sich Frau und Sohn vom schrecklichen Bjarni zurĂŒckholen. Den gleichen Kampfgeist zeigt 2012 der Laiendarsteller des Magnus auch privat in seinem Kampf um Frau und Kind.
Magali Magistry, die Regisseurin von âWikingerâ, erlĂ€utert âKurzSchlussâ ihren Film und spricht ĂŒber die abenteuerlichen Dreharbeiten.
In den Weinbergen SĂŒdfrankreichs sucht in âDie OlivenbĂ€umeâ von JoĂ«l Brisse die 60jĂ€hrige IrĂšne nach Ali, mit dem sie vor langer Zeit eine Beziehung hatte. Als die beiden sich schlieĂlich finden, erzĂ€hlt Ali ihr eine Geschichte.
âDie OlivenbĂ€umeâ ist die logische Fortsetzung des Kurzfilms âApfel, Feige und Mandelâ von JoĂ«l Brisse, der im Jahr 2000 auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes lief und den Beginn der Beziehung zwischen IrĂšne nach Ali schildert.
Dreizehn Jahre nach "Apfel, Feige und Mandel" spricht JoĂ«l Brisse mit âKurzSchlussâ ĂŒber seinen Film "Die OlivenbĂ€umeâ, den er mit den gleichen Darstellern gedreht hat und in dessen Handlung die gleiche Zeitspanne vergangen ist.
âLa ricottaâ ist ein Kurzfilm von Pier Paolo Pasolini. Der Film wurde verboten und Pasolini zu vier Monaten Haft auf BewĂ€hrung verurteilt. Der Regisseur, Dichter und Publizist Pier Paolo Pasolini war ein herausragender Vertreter der italienischen Kultur, er wurde 1975 ermordet.
Der Pariser Dozent fĂŒr Filmwissenschaften, Fabien Boully, erlĂ€utert den Kurzfilm âLa ricottaâ, der direkt nach âKurzSchlussâ gezeigt wird.
âKurzSchlussâ #661 wird am Sonntag, den 20.10.2013, frĂŒhmorgens um 5:00 Uhr auf Arte wiederholt.
Im Anschluss an âKurzSchlussâ strahlt Arte den Kurzspielfilm âLa ricottaâ (Der WeichkĂ€se) von Pier Paolo Pasolini aus, in dem einem Schauspieler bei den Dreharbeiten zu einem Kreuzigungsfilm WeichkĂ€se zum VerhĂ€ngnis wird.
Was ist das Gute an Kurzfilmen? Selbst wenn sie scheiĂe sind, sind sie nicht lange scheiĂe. âKurzSchlussâ #661, heute um 23:08 Uhr auf Arte.
http://www.arte.tv/de/184414.html