Das Lied der Sakura
willkommen zu dem kleinen indirektem Sequel von Blizzard, welches wieder ein Beitrag für die Ita Dei Week ist :) Indirekt, da man es natürlich auch lesen kann ohne blizzard vorher gelesen zu haben.
Pairing: Itachi x Deidara
Naruto Vers
Summary: Es ist Zeit sich zu verabschieden, in Erinnerungen zu schwelgen und die letzte Chance zu nutzen, dass letzte ungesagte noch auszusprechen, bevor es für immer zu spät sein könnte. In einer Welt die nur aus Kirschbäumen zu bestehen scheint, fühlt sich Itachi mehr gefangen als befreit. Denn dass hier ist ein Abschied für immer. ItaxDei Warnings: Mein verzweifelter Versuch etwas trauriges auf die Beine zu stellen...
Rating: K-rated
Warnings: keine
Word count: 3434
Sakura, sakura Ya-yo-I-no so-ra-wa Mi-wa-ta-su ka-gi-ri Ka-su-mi-ka ku-mo-ka Ni-o-i-zo i-zu-ru I-za-ya I-za-ya Mi—ni— Yu-ka-n Jedes Jahr im Frühling, immer wenn die Kirschblüte ihren Anfang nahm, klang in seinem Kopf die Stimme seiner Mutter wider, die stets dieses Lied sang, sobald sie die ersten Blüten an den Bäumen sah. Nun war es Jahre her, dass er seine Mutter das letzte Mal hatte singen hören. So lang schon, dass es ihm vorkam wie ein anderes Leben. Die Erinnerungen schienen seinen Geist zu fluten, wie Wellen aus einem Traum oder aus einer anderen Welt. Eine Welt, die zu einem schmerzvoller war, als alles was man sich vorstellen konnte und doch so viel bot, was es sich zu beschützen lohnte. Itachi stand unter dem weit auslaufenden Dach der Kirschbäume, die im Wind tanzten, ganz so als wollten sie ihn verhöhnen mit ihrer Schönheit, mit ihrer Anmut, mit dieser friedlichen und freundlichen Atmosphäre. Sein Blick verfolgte jede Bewegung der dünnen, schlanken Äste, wie sie sich im Wind bogen und leise raschelten. Bei jeder Böe schienen die Blüten anzufangen zu singen. Seine Gedanken drifteten ganz weit weg, so weit weg wie möglich. Er wollte nicht an die Zukunft denken, nicht an die Dunkelheit auf dem Weg vor ihm, nicht an die Blutflüsse hinter ihm und nicht an den Schmerz in ihm. Wie sehr wünschte er sich nur eine Minute Ruhe. Eine Minute Stillstand, eine Minute ohne den dunklen Schatten über sich zu spüren, der wie eine Raubtierklaue nach ihm gierte. Am liebsten würde er hier versteinern. Das Bild seiner Mutter und seines Bruders in seinem Kopf und seinem Herzen, ohne die Angst, dass diese friedliche Zeit jemals verging. Und doch war es am Ende der Gedanke an blonde Haare und blauen Augen, die ihn mehr in eine Art Traum rissen, als seine Familie es jemals könnte. Und dieser Gedanke machte ihm Angst. Deidara... Leise tapsende Schritte störten diese Stille, die er so sehr genoss, ihn in seinem Tagtraum gefangen hielt. Die Blätter und das Gras auf dem Boden, raschelten bei jedem Schritt. Da gab sich wirklich einer Mühe, dass er nicht unbemerkt blieb. Vielleicht um ihn nicht zu erschrecken. Auch wenn der Gedanke lächerlich war. Einen Uchiha erschreckte so leicht gar nichts. Andererseits war es wirklich erschreckend, wie sehr er sich immer noch mit seinem Clan identifizierte, wie er diese Dreistigkeit aufbringen konnte, sich selbst den stolz seines Clans zuzuschreiben. "Du siehst nachdenklich aus." Die sanfte Stimme riss ihn aus seinen Erinnerungen, schien mit einer einzigen Oktave seine Gedanken ins Hier und Jetzt zurück zu steuern. Auch wenn er nicht wusste, wo hier und wann jetzt sein sollte. Itachi schloss die Augen, versuchte sich jedes Detail wieder vor Augen zu rufen, ohne dass er es direkt sehen musste. Blonde Haare, blaue Augen, die genau so viel Hass versprühen konnten und doch schöner leuchteten, wenn sich Verlangen und Wärme darin spiegelten. Ein leises Schnauben war neben ihm zu hören, bevor es leise raschelte, sich definitiv die Person auf den Boden setzte. "Dann eben wieder der stumme Fisch. Ganz wie du willst, Uchiha." Itachi kannte die Stimme, hatte sie sofort erkannt. Nichts hatte sich mehr in sein Gedächtnis gebrannt als diese Stimme. Und nie hatte er gedacht sie noch einmal direkt zu hören. Schmerzhaft zog es in seiner Brust bei dem Gedanken an eine weit aus schönere Szenerie, eine vertraute Umgebung in den Bergen, ein schwerer Schneesturm um sie herum, eine Höhle und das prasselnde Feuer, was sie wärmte... Seufzend öffnete er wieder seine Augen, sah auf den Boden zu Füßen des Stammes, an dem Deidara lehnte und ihn von untern herauf ansah. Itachi hatte mit Wut oder Trotz in den blauen Tiefen gerechnet, doch alles was er sah war ein sanftes Funkeln, welches er so bei ihm noch nicht gesehen hatte. Vielleicht wünschte es sich sein Geist so sehr, wenigstens von dieser Person anders gesehen zu werden? "Ich bin nicht stumm." Strahlende, azurblaue Augen funkelten ihn belustigt an, erschienen ihn beinahe zu perfekt für die Realität. War es denn die Realität? Itachi wusste was passiert war. Er wusste, dass das hier nicht sein konnte. Er wusste, dass das hier wohl seine persönliche Hölle war, in der auf ewig gefangen sein würde, gefangen sein wollte. Gefangen in dieser Welt aus Trauer, Schmerz und zu lieb gewonnenen Erinnerungen, dass sein Kopf beinahe schrie, dass er endlich damit aufhören sollte. Doch noch war er nicht bereit aufzugeben! Deidaras Gesichtsausdruck veränderte sich, sein Lächeln verschwand und seine Augen schlossen sich, als er sich gegen den Stamm lehnte. "Du denkst zu viel. Hab ich dir nicht gesagt, dass du diesen gottverdammten Kopf ausschalten sollst? Wenigstens wenn wir zusammen sind?" Itachi schluckte schwer, ignorierte den Stich in seinem Herzen, versuchte normal zu atmen, auch wenn sich sein Brustkorb sich zusammen zog, ihm den Atem rauben wollte. Seine Erinnerung, sein Wissen um diese Existenz brach ihm schier das Herz. Was hatte er nun wieder getan? Warum konnte er selbst jetzt keine Ruhe finden? Vorsichtig kniete er sich hin, irgendetwas tief in ihm schien Panik zu haben, dass sich Deidara jeden Moment in Luft auflösen könnte. Sein Körper schmerzte, seine Hände zitterten, als er vorsichtig nach Deidara Griff, etwas brauchte an dem er sich festhalten konnte. Vorsichtig beugte er sich vor, kniete sich vor ihn, drückte seine Stirn gegen seine, schloss die Augen um sich besser auf die Person vor sich konzentrieren zu können. Sofort stieg ihn der bekannte Geruch in die Nase, dieser leichte, süßliche Duft von Deidara gepaart mit dem herben Aroma von Erde und Ton. Er mochte diese Mischung, hatte sie sich stets eingeprägt. Itachi schluckte schwer, versuchte sein aufgewühltes Innere zu beruhigen. "Ich dachte, das tu ich gerade." Seine Stimme war schwer, sein Kopf wie benebelt. Es fiel ihm immer schwerer seinen Verstand klar zu halten. Immer wenn er diesem Mann zu nahe kam, schien alles in ihm abzuschalten. Es war eine seltsame Ruhe, die ihn in diesen Moment erfasste. Beinahe schien sein Geist erleichtert, wenigstens jetzt nicht alleine vor dem Kommenden zu stehen, vor dieser Ungewissheit. Er spürte Deidaras Atem, fühlte die Wärme, die von ihm ausging. Wärme.... Bei ihrem letzten Treffen wäre er fast erfroren... Deidara lachte leise, strich ihm durch die Haare, löste das Zopfgummi, welches sie stets zusammen hielt, ließ seine Finger durch die Haare streichen, ließ sie mit einzelnen seiner Strähnen spielen. "Ach wirklich? Sieht nicht so aus. Worüber denkst du schon wieder nach?" Itachi löste sich vorsichtig von ihm, setzte sich neben Deidara, lehnte sich nun ebenfalls an den Stamm und sah zu den Blüten hinauf. "Daran, wie täuschend diese Schönheit ist und wie viel nur eine einzelne Blüte dieses Baumes in einem auslösen kann, wenn man genug mit ihr verbindet." Deidara schnaubte belustigt. "Solltest du dabei nicht eher zu mir schauen als zu diesem blöden Gestrüpp?" Itachi verdrehte die Augen, versuchte nicht einmal das Lächeln zurück zu halten. "Nein, ich meine die Kirschblüten. Halte nicht immer so viel von dir selbst." Deidara knurrte verstimmt, setzte sich entschlossen auf seinen Schoß und biss ihm in den Hals. Itachi legte den Kopf weiter in den Nacken um ihm mehr Platz zu bieten. Sein Körper schien automatisch auf Deidara zu reagieren. Nur bei ihm ließ er jede Deckung fallen. Nur bei ihm hatte er seit ihrem Treffen nicht die Angst verspürt alles nur noch schlimmer zu machen und ein weiteres Leben zu ruinieren. Egal wie viel Blut er an den Fingern hatte, seine schlimmsten Sünden war das Spiel mit dem Schicksal einzelner Seelen, die er mit auf seinen Weg gedrängt hatte. Sein Bruder war nur ein Beispiel. Auf seinen Schoß saß das Zweite. Und nur bei ihm hatte er bisher die Chance gehabt alles wieder gut zu machen. Oder besser, mehr richtig zu machen als bei seinem Bruder. Bis zum Schluss war er in seinem Irrglauben gefangen gewesen. Hatte sich eingebildet alles vorauszusehen. Was hatte es ihm nun gebracht? "Bin ich keine Schönheit?" Deidara schien bemüht seinen Geist zurück zu holen, ließ ihn nicht lange an einem Gedanken festhalten. Eine neugierige Zunge leckte ihm über den Hals, sanfte Lippen verteilten leichte Küsse auf seiner Haut. Itachi unterdrückte ein Seufzen, zog den Blonden nur dichter an sich. Versuchte das verdammte Zittern zurückzudrängen. Auch wenn es ihm nicht wirklich gelang. "Nein, dafür bist du zu viel Teufel und zu wenig Pflanze." Deidara löste sich von seinem Hals und sah ihn beinahe dankend an. "Da bin ich aber froh... mehr Pflanze und ich wäre Zetsu. Würdest du das verkraften?" Itachi stockte einen Augenblick, bevor seine Fantasie ihm einen etwas zu grausamen Streich spielte... Zetsu im Deidara Outfit...NEIN! Schnell schüttelte er den Kopf, versuchte krampfhaft Deidaras Lachen zu überhören. "Siehst du, also sei dankbar für mehr Teufel." Seufzend zog er Deidara enger an sich. "Was ich eigentlich damit sagen wollte war: Die Kirschblüten sind schön, du bist attraktiv. Man sollte nie die eigentliche Zuordnung von Adjektiven vertauschen. Es ist genau so falsch jemanden als süß zu bezeichnen. Süß ist ein Geschmack und sollte nicht auf Menschen oder Tiere angewandt werden. Oder bestreut man sie mit Zucker um sie dann abzulecken? Dann könnte man wirklich behaupten sie wären süß." Deidara murrte leise. "Hör auf, dich wie der letzte Klugscheißer zu verhalten. Ist ja schlimm heute mit dir. Obwohl ich gegen Honig und Schokolade nicht abgeneigt bin." Itachi schnaubte belustigt und schlang seine Arme fester um Deidara. Schloss wieder seine Augen, einfach um mehr zu fühlen, sich mehr auf diese Szene einzulassen. Er drückte sein Gesicht gegen Deidaras Hals, atmete tief ein. Er hatte Angst, Angst dass sich diese Welt auflöste wie ein zu gut gemeinter Traum. Es waren die letzten Erinnerungen, die ein sterbendes Wesen durchwanderten. Eine Art des Abschiedes, die er gern gehabt hätte. Nur eine Chance, nur ein anderer Weg, den er hätte einschlagen können. Nur eine andere Kreuzung! Was wäre wenn er sich nie gegen seinen Clan gestellt hätte? Was wäre, wenn er aktiver versucht hätte seine Familie umzustimmen? Was wäre, wenn er versucht hätte immer Akatsuki einen Schritt mehr voraus zu sein? Hätte er dann Deidara in Konoha ein neues Zuhause bieten können? Wäre seine Familie vielleicht am Ende doch akzeptiert worden? Wie hätte sein Bruder sich entwickelt? Wäre er auch ohne den Hass und die Rachsucht so weit gekommen? Wie hätte er das Dorf sich weiter entwickeln lassen? Itachi spürte wie seine Augen anfingen zu brennen. "Itachi?" Deidara löste sich vorsichtig von ihm, um ihm in die Augen sehen zu können. Vorsichtige, sanfte Hände strichen über seine Wangen, wischten ihm über die Augen. "Du bist seltsam." Deidara Stimme klang belegt, beinahe fremd. Sein Verhalten war fremd. Auch wenn sie sich in der Höhle näher gekommen waren, so war das hier so untypisch. Viel zu friedlich. Itachi wurde mehr und mehr bewusst, wo er sich befand. Und was das hier darstellte. Es war seine letzte Chance ungesagtes aufzuholen. Doch er hatte so vieles, was er nie gesagt hatte. So vieles, was er ungeschehen machen wollte! Es war ein Drang, so stark, so schmerzhaft, so verlangend, als wäre man auf Entzug. "Deidara, ich..." Ein sanfter Finger legte sich auf seine Lippen. "Schon gut. Alles ist gut, hörst du? Hör auf dir deinen idiotischen Kopf über Nichtigkeiten zu zerbrechen. Egal was das hier ist. Hör endlich auf zu denken!" Itachi schüttelte den Kopf, schloss ergeben die Augen, spürte immer noch das bekannte Brennen hinter den Liedern. Stumme Tränen, die er nie jemanden zeigte. Stumme Verzweiflung, die ihn selbst jetzt heimsuchte. Er würde niemals Ruhe finden! Niemals! Sanfte Lippen legten sich auf seine, ließen seinen inneren Kampf verstummen. Vorsichtig legte er eine Hand in Deidaras Nacken, zog ihn sanft näher. Er wollte ihn nicht los lassen, wollte ihn nicht verlieren, wollte nicht erwachen! So sollte es nicht enden, hätte nie so enden sollen! Schmerzhaft spürte er jeden Schlag seines Herzens, in seinem Hals widerhallen, als würde es in Zeitlupe reine Luft durch seine Adern pumpen wollen. Seine Lippen prickelten seine Finger zitterten. Alles in ihm schrie, schrie ihn an, dass er endlich aufhören sollte sich selbst zu quälen, sich selbst so sehr zu belügen. Doch er konnte nicht, wollte es einfach nicht. Immer war er rational gewesen, hatte alles was er sich wünschte hinten an gestellt für andere. Er war ein Ninja, ein Anbu, ein Werkzeug, jemand der dienen musste. Dafür war er geboren worden. Und so sollte er nach seinem alten Weg sterben. Und nun wollte er wenigstens diesen einen Augenblick für sich haben. Nur diesen Einen. Vorsichtig vertiefte er den Kuss, ließ seine Zunge sanft über Deidaras Lippen streichen, bevor er sanft in seinen Mund eindrang. Versuchte Deidara dann spüren zu lassen, was er ihm sagen wollte. Wenn er ihn schon nicht reden ließ. Seufzend drängte Deidara sich an ihn, ließ seine Arme sich um seinen Nacken schlingen. Der Wind rauschte in seinen Ohren. Oder war es das Blut, welches endlich das Vakuum auffüllte? Deidaras Lippen zitterten nun selbst. Als Itachi sich von ihm löste, presste sich Deidara an ihn, legte eine Hand auf seinen Mund. Doch so sehr es wohl verhindern wollte, musste er doch schluchzen. "Warum?" Deidara sah ihn nicht an, konnte es wohl nicht. Und auch wenn es sich in Itachis Ohren anklagender anhören sollte, konnte er einfach keine Anklage erkennen. Und er wusste was Deidara meinte. Natürlich wusste er es. War es doch indirekt seine eigene Frage an sich selbst, die er sich seit Monaten stellte. "Weil es mein Weg war." Deidara schnaubte wischte sich über die Augen. "Dein Weg, dein Weg! Du hättest jeder Zeit abweichen können!" Deidara versuchte ihn wohl wütend anzufunkeln, doch der Schmerz war einfach zu mächtig. Itachi schluckte, wollte ihn nicht so sehen, nicht hier. Er legte seine Arme um Deidara Körper, zog ihn entschlossen näher. "Ich konnte nicht abweichen. Seit ich geboren bin gehe ich diesen Weg." "Dann... dann hättest du dich eben um entscheiden sollen." Itachi lehnte seine Stirn gegen Deidaras, nahm das erste Mal bewusst die Tränen war, die ihm heiß über die Wangen liefen. "Denkst du, dass ich nicht darüber nach gedacht habe? Es war zu spät. Zu spät für mich, für... uns." So sehr er sich auch zurück gehalten hatte. Es direkt auszusprechen kam ihm so richtig vor. Wenn nicht jetzt, wann denn dann? Deidara presste die Lippen aufeinander, sein Körper bebte immer wieder, sein Atem ging stoßweise. Er versuchte sich merklich zu beherrschen. Und wenn Itachi schon vorher geglaubt hatte, dass sein Herz zerbrochen war, wurde er nun eines besseren belehrt. Deidaras Anblick machte ihn fertig. So sollte sein Abschied nicht laufen. "Dei ich..." "Hättest du dich um entschieden wenn wir eher eine Chance gehabt hätten?" Itachi stockte, überlegte ernsthaft ob er sich vielleicht hätte abringen lassen. Und ja, vielleicht hätte Deidara es früher oder später geschafft. Wenn er mehr Zeit gehabt hätte auf ihn einzureden. "Ich denke schon. Zumindest hätte ich meine Zeit anders genutzt." Deidaras Körper schien sich zu entspannen. Entschlossen wischte er sich über die Augen. "Gut, dann weiß ich wenigstens, dass ich dir was bedeutet habe." Itachi atmete zittrig durch. Er wusste, dass er es los werden musste. Er wusste, spürte das ihre Zeit gekommen war sich zu trennen. Ein Abschied auf ewig. "Deidara ich..." Deidaras Körper unter seinen Händen schien zu glühen. Eine ungewohnte Hitze ging von dem Körper aus, schien ihn verbrennen zu wollen. Erschrocken sah er auf seine Hände, sah das Licht, welches von dem Körper auf seinem Schoß ausging. Langsam schien er sich aufzulösen. Stück für Stück lösten sich Stücke aus Deidaras gestalt, verdampften wie kleine Flammen in der Luft. Deidara Körper schien in einem Sturm aus Blüten langsam zu zerfallen. Deidara sah hilflos auf seine Hüfte, atmete zittrig durch, bevor er wieder sprach. "Itachi, weißt du warum die Kirschbäume ihre Farbe haben?" Itachi schüttelte den Kopf, versuchte Deidara in die Augen zu sehen, versuchte ihn mit seinem Geist bei sich zu behalten. "Geh nicht." Deidara lächelte sanft, drückte seine Lippen auf Itachis. "Sie haben diese Farbe, weil sie sich vom Blut der Seelen und der Toten ernähren. Das Blut gibt ihnen diese schöne Farbe." Itachi schnaubte, oder schluchze er? Er konnte es einfach nicht mehr unterscheiden. "Schön, dass ich nun noch einen Grund habe sie zu hassen." Deidara schüttelte den Kopf. "Du wusstest, dass es so kommen würde." Itachi zog ihn in eine feste Umarmung. "Leider, daher bin ich beinahe froh, wenn ich ihren Anblick nicht mehr ertragen muss." Deidara schlang seine Arme um seinen Nacken. Itachi spürte wie der Körper auf ihm immer leichter wurde. Immer mehr schien er in einem Licht aufzugehen, immer mehr löste er sich in diesem Blütensturm auf. Doch noch konnte er nicht gehen! Er hatte noch nicht gesagt, was er sagen wollte. Itachi atmete tief durch, sammelte seine letzten Gedanken, seine letzten Erinnerungen, seine letzten Gefühle. Nur für diesen einen Satz. "Dei, ich liebe dich! Ich will nicht noch einmal verpassen es dir zu sagen, also nimm es mit auf deinen Weg, okay? Ich liebe dich!" Deidara Hände verkrampften sich, wollten sich an ihm fest halten, glitten durch Itachis Körper wie ein Hologramm und verblassten langsam. Deidara schien ihm etwas sagen zu wollen, doch das Licht hatte schon seinen Hals erreicht, schien ihn daran zu hindern ihm etwas zu erwiedern. Stumm formten seine Lippen seine letzten Worte, bevor der Körper sich komplett auflöste. Itachi folgte dem Blütensturm mit den Augen, sah zu, wie er sich immer weiter empor hob und sich im Himmel verstreute. Ein Augenblick voller Schönheit, bevor er für immer erlosch. Wie Deidaras Kunst, wie sein gesamtes Leben. Itachi stand auf. Es war Zeit zu gehen, diese Welt hinter sich zu lassen. Alles hinter sich zu lassen Endlich Frieden zu finden. Frieden. Nun hatte er alles gesagt und auch wenn er Deidaras Stimme nicht mehr hören konnte, wusste er doch, dass es ihm genau so ging. Deswegen waren sie hier gewesen. Die Chance auf einen Abschied. Und egal wer ihm diesen Wunsch gewährt hatte, er dankte ihm. Dankte ihm aus tiefsten Herzen. Vielleicht, vielleicht würde er noch einmal eine Chance bekommen. Und mit dieser Chance würde er alles anders machen. Er würde das „Was wäre wenn“ in ein „und so ist es immer gewesen“ umändern. Vielleicht im nächsten Leben. Dann wär es ihm wohl auch endlich möglich die Kirschblüten zu lieben und zu schätzen. Und sollte es wirklich so sein, dass das Blut der Seelen durch diese Bäume floss, so wusste er doch, dass er und Deidara wenigstens hier gemeinsam gefangen sein würden. Gemeinsam in der Ewigkeit. Es war das erste Mal seit seinen Kindertagen, dass das Lied seiner Mutter ihn nicht mit Trauer erfüllte, sondern das letzte Lied war, was er im Herzen trug. Sakura, sakura Ya-yo-I-no so-ra-wa Mi-wa-ta-su ka-gi-ri Ka-su-mi-ka ku-mo-ka Ni-o-i-zo i-zu-ru I-za-ya I-za-ya Mi—ni— Yu-ka-n












