Today // Now she’s caught between what to say and what she really means.
Und so sehe ich aus: Ich bin ein Meter und siebzig Zentimeter groß, meine Augen sind ewig blau, so wie sie immer waren, das einzig beständige.
Meine Haare sind lang und ungeschnitten, die Farbe: ein verwaschenes Straßenköterblond mit rot schimmernden Strähnen. Die Nägel sind kurz und farblos.
Ich trage ein silbernes Armband an der linken Hand, zwei silberne und einen goldenen Ohrring(e) und einen schwarzen Tunnel. Seit neustem verändert eine runde, randlose Brille mein Gesicht.
Ich bin ersetzbar.
Menschen tauschen mich täglich durch besseres aus, auch die, von denen ich es niemals gedacht habe. Sie füllen meine leere mit neuem, unverbrauchtem.
Ich habe schon vieles angefangen zu schreiben und es nie beendet.
Einiges ist vor diesem hier zu ende gegangen.
Ich trage eine große Sehnsucht nach Frieden und Liebe in mir.
Ich hab gelernt, dass Liebe manchmal nicht genug ist und man viel mehr braucht als das, auch wenn man nicht mehr zu geben hat. Auch Freundschaften scheitern daran.
Ich bin süchtig nach Worten die mich ausfüllen, meine Seele tief berühren und verändern, die mich aufsaugen und verschlingen.
Mein Herz sehnt sich nach Geschichten, nach fiktiven und nicht fiktiven, nach allem was die Macht hat mich zu verändern.
Ich weine viel. Ich weine schnell. Mich berührt vieles tief in meinem Kern und bewegt mich. Ich sehe es nicht als schwäche. Ich bin ein Mensch der fühlt. Ich bin ein Mensch der lebt und liebt. Ich bin da.
Ich will mich ständig verbessern. Ich weiß, dass ich noch besser werden kann und besser werden muss. Ich sehe es als Stärke. Ich bin nie damit fertig, mich zu verändern und an mir herum zu basteln.
Ich hab viel verloren. Manches werde ich nie wieder zurück bekommen. Vieles davon hat mich in weiten Stellen meines Wesens tief erschüttert.
Ich hab ständig Angst, sie alle zu verlieren.
Ich hänge an vergangenem. Die gelebten Geschichten lassen mich nicht los.
Ich liebe das Fotografieren.
Am Ende bleibt nur eines zu sagen:
Das hier ist vorbei. Dieser Blog - hier wird es nichts mehr geben.
Hier ist alles noch drauf - Australien, nach Hause kommen, nach Maastricht gehen, überleben.
Es wird Zeit, es zu schließen.
Ich habe schon öfter Blogs verlassen und neu angefangen.
Doch zur Zeit fühlt sich schreiben nicht mehr richtig an. Ich brauche eine Pause.
Wer bin ich also an diesem Ende? Vier Jahre nach dem dies hier begonnen hat?
Jedenfalls viel mehr bei mir selber, als jemals zu vor.
Ich liebe euch alle.
Ich habe euch immer geliebt und es wird niemals aufhören.
Wohin die Reise geht, weiß ich nicht. Es ist in Ordnung.
Aber ich kann es kaum noch erwarten.
Danke an alle, die so lange zu gehört haben.