Jede große Reise beginnt mit dem ersten Schritt ...
Nun, da bin ich also, auf meinem eigenen Blog.
Nach jahrelangem grübeln wie ich denn am besten durchstarte mit einer Seite auf der ich meine eigenen Gedanken über die verschiedensten Themen frei ausdrücken und entfalten kann und diese Seite möglichst perfekt gestalte, habe ich nun einfach angefangen.
Nicht mehr länger überlegt "in welcher Reihenfolge mache ich dieses und jenes", keine Gedanken mehr daran verschwendet wie man es am klügsten angeht oder direkt zu Beginn das Optimum rausholen kann, sondern einfach die App installiert und gestartet.
Was mich dazu bewegt hat?
Nun das wüsste ich selbst gerne. Nach einer Trennung die ich kürzlich durchmachen durfte, hat sich gefühlt ein Schalter in mir umgelegt, wodurch ich begonnen habe einfach mal komplett in meinem Leben aufzuräumen und "Inventur zu betreiben".
In mir kamen Fragen auf wie: Wenn schon ein so wichtiger Teil meines Lebens plötzlich wegfällt, was darf dann noch alles wegfallen? Was hat wirklich noch bedeutende Relevanz und welche Dinge darf ich aus meinem Leben rausschmeißen? Was benötige ich wirklich? Welche Personen tun mir noch gut und bringen mich weiter? Welche Dinge habe ich bisher immer vor mir hergeschoben, für die es längst Zeit wäre sie mal anzugehen? Was kann ich positiv für mich beeinflussen? Wo liegt mein Wirkungsbereich?
Ich habe meine komplette Wohnung umgestaltet und angefangen handwerkliche Tätigkeiten zu erlernen, für die ich sonst immer andere Personen um Hilfe gebeten habe. Internen Glaubenssätzen wie "Sowas liegt dir nicht, sowas kannst du nicht" schenkte ich kein Gehör mehr, sondern versuchte mich vom Gegenteil zu überzeugen, dass ich es eben doch kann. Ich fand neues Selbstvertrauen und konnte mich mental auf eine ganz neue Ebene begeben.
Ich begann damit Ziele nicht mehr nur aufzuschreiben und dann aufzuschieben, sondern sie jeden Tag so gut zu verfolgen wie es für mich möglich war. Denn ich erkannte, dass je weiter und länger man etwas aufschiebt, desto schwerer fällt es einem anzufangen, weil die Last immer größer wird. Und umso gestresster fühlt man sich folglich, weil im Hinterkopf immer noch unerledigte Sachen sind.
Ich mein, wer kennt es denn nicht - Man nimmt sich etwas vor und überlegt erst mal wie man es am besten angeht. Schließlich möchte man ja das beste aus einer Situation rausholen und wer lässt sich schon gerne nachsagen, dass man unüberlegt gehandelt hat?
Man macht sich Gedanken, schmiedet Pläne, geht einzelne Prozesse innerhalb eines Projektes vorab gedanklich durch - doch nach ein paar Stunden sitzt man da und ist immer noch kein Stück weiter, weil man nicht einfach mal angefangen hat und die Dinge umgesetzt hat.
Die meisten Pläne scheitern schlicht aus der Angst den ersten Schritt zu gehen und unperfekt zu starten. Aus der Ungewissheit was passieren könnte wenn man dieses oder jenes tut.
In einigen Lebenslagen macht es natürlich durchaus Sinn vorher seinen Verstand zu benutzen, doch zu viel über etwas rumzugrübeln kann einen nunmal auch lähmen ins handeln zu kommen und Dinge einfach anzugehen.
Manchmal muss man einfach anfangen, ohne sich im Vorfeld zig Pläne gedanklich zurecht zu legen und diese alle bis ins letzte Detail perfektionieren zu wollen.
Manchmal muss man einfach losgehen, ohne zu wissen wo der Weg einen hinführen wird.
Denn jeder Weg ebnet sich im gehen und aus den Fehltritten die wir auf diesem Weg machen können wir nur dazulernen, um sie in Zukunft möglichst zu vermeiden und den Weg noch ein bisschen besser zu meistern.