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@voidlikemind
You're alive, what else are ya gonna do.
schrei der welt
wozu leben, wenn das ende längst beschlossen ist hinter glastüren in klimatisierten räumen, wo zukunft verkauft wird wie aktien.
die welt stirbt nicht leise, sie wird erstickt mit lächeln, von menschen in anzügen, die zählen aber nie hören.
tiere verrecken hinter stacheldraht, bäume fallen für profitzahlen. die erde blutet, doch die märkte steigen.
und wir – die mehr sein könnten – wir schweigen. oder posten protest aus bequemlichkeit, hashtag-rebellion in digitaler ohnmacht.
ich will schreien. laut. so laut, dass sich was verschiebt in dieser toten maschinerie. für die ohne stimme, für die ohne wahl, für das, was man uns noch entreißt.
wir sind eine spezies auf kredit, leben auf pump und glauben an ewigkeit wie kinder an märchen.
die klimakrise ist kein wetter. sie ist mord im zeitlupentempo, legitimiert durch ignoranz und politisches kalkül.
vielleicht lohnt es sich, zu leben nur um nicht mehr zu schweigen.
"Wenn du darum bitten musst, richtig behandelt zu werden, ist es schon falsch."
.
Pierre Knop (German, 1982) - Black Lake (2025)
“Don’t be embarrassed by who you are. They’re going to judge you no matter what you do.”
— Unknown
june leaf, "on the pain of growing a wing," 2016
Louise Glück, from “A Myth Of Innocence”, Poems 1962-2012
Scotland // Christophe Jacrot
— Georgia O'Keeffe, from a letter to Russel Vernon Hunter, from Georgia O'Keeffe: Art and Letters (via letsbelonelytogetherr)
Kinderzimmer
In mir wohnt eine Leere, so groß, dass nichts sie füllen kann. Nicht Worte, nicht Menschen, nicht das, was man „Glück“ nennt.
Ich versuche, sie zu greifen – aber sie hat keine Konturen. Ich schreie in mich hinein, doch das Echo kennt meinen Namen nicht.
Es ist so vieles falsch in mir, aber ich finde keinen Ort, an dem ich suchen kann. Ich bin unzufrieden – aber frage mich selbst: womit?
Ich will mich ändern, doch finde weder Anfang noch Ende. Ich laufe los und bleibe mittendrin stehen.
Ein Marathon seit fünfzehn Jahren auf Pause. Und mein Leben? Es zieht an mir vorbei.
Ich bin weggezogen. Habe ein Haus, bin verlobt, Hundemutter.
Und doch – mein Leben zieht an mir vorbei.
Denn innerlich sitze ich noch immer in meinem Kinderzimmer. Allein. Verängstigt. Verloren.
u know u really love someone when u don’t hate them for breaking ur heart
Es gibt Menschen, bei denen du weißt, dass es besser ist, wenn sie kein Teil deines Lebens mehr sind. Du weißt, dass sie keinen Platz mehr darin haben – nicht mehr als Person.
Was dir aber nicht bewusst war: Ihr Schatten bleibt. Er folgt dir. In jeder Erinnerung, in jedem Moment. In den Träumen einer Zukunft, in der es euch beide noch gibt.
Ich spreche nicht von einer zerbrochenen Liebe, nicht von einem Ex, der dir das Herz gebrochen hat.
Ich spreche von dem Menschen, der deine Seele war. Dein „Für Immer“-Mensch. Dein bester Freund. Deine beste Freundin.
Die Person, die ging – oder die du gehen lassen musstest. Die dir das Herz herausgerissen hat, nur um darauf einen Trampolinpark zu bauen.
Die Person, von der du dachtest, du würdest darüber hinwegkommen. Weil sie dir so sehr in den Rücken gefallen ist. Weil sie Lügen über dich verbreitet hat, während du nie ein schlechtes Wort über sie verloren hättest. Der Mensch, für den du den Himmel nachunten geholt hättest.
Und doch warst du es, die ihm den Rücken gestärkt hat, während er dir den Dolch des Verrats direkt ins Herz gestoßen hat.
ich sehe dich - im dunkeln
ich sehe dich - im hellen
ich sehe dich - ganz
ich sehe dich - vergessen
ich sehe dich - verloren
siehst du mich?
du siehst mich - augen zu
du siehst mich - nicht
du siehst mich - blind